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Druidische Rituale fürs neue Jahr



Warum kommen am 6. Januar verkleidete Kinder an Haustüren in aller Welt, und wo hat die Kirche diesen Brauch kopiert?

Wie lief das ursprüngliche Ritual ab - und warum war es so wichtig und nötig?

Warum hat Murphy's Law auch positive Seiten und wie zeigen sich die "Hausaufgaben", die Götter einem aufgeben?


Dies ist mein bisher längstes Video, denn ich habe mehrere Sessions zu einer langen Lesung zusammengefasst. Sonst werde ich nämlich niemals vorankommen bei VIER wunderbaren Monaten voller Weisheiten. :)


Viel Spaß mit dem Audio - oder ihr könnt wie gehabt hier unten das deutsche Original mitlesen. Teilt diesen Artikel außerdem gerne mit Freunden. Das hilft sowohl mit als auch Cernunnos, diese Nachrichten weiter zu verbreiten!



Im Video erwähnte Musik:


KULNING "Skandinavischer Herdenruf":

https://www.youtube.com/watch?v=KvtT3UyhibQ


London Grammar:

https://www.youtube.com/watch?v=Ds4L1HRAwIs


HEILUNG - Kriegsgaldr:

https://www.youtube.com/watch?v=K7ZqZVunCb4


Natürlich besitze ich diese Videos oder Inhalte nicht, es sind nur Tipps. Wenn euch etwas davon gefällt, abonniert die YouTube-Kanäle oder kauft die Kunst dieser wunderbaren Menschen, um sie zu unterstützen. Danke!!!!


Original-Mitschrieb:



07. Januar – Druidisches Ritual zum Jahresbeginn


T: Ich habe heute getrocknete Lindenblüten zum Räuchern gekauft und habe eine unerklärliche Lust auf Sanddorn. Ist das dein Einfluss?

C: Und wenn?

T: Dann macht er mein Leben bunter. :) Was man jetzt im tiefsten Winter ja wirklich gut gebrauchen kann.

C: Keine Sorge, du wirst auch bald mehr rausgehen. Egal bei welchem Wetter.

T: Es wäre noch schöner, wenn einfach mal das Wetter besser werden würde ...

C: Don’t push your luck.

T: Na ja, einen Versuch war’s wert.

C: Du hast doch schon gelernt, dass ihr die Kälte eigentlich braucht. Damit keine Mückenplagen kommen, die Borkenkäfer verenden und die Fichten ordentlich austreiben. Es ist nicht meine Schuld, dass ihr in den letzten Jahrzehnten nichts anderes angepflanzt habt. ICH habe euch wunderschöne, nützliche Bäume gegeben. Und eine große Auswahl noch dazu. Die klar erkennbaren Plantagen habt ihr ganz allein geschaffen. Wünsch dir also keine zwanzig Grad und Sonne von mir, die ich ohnehin nicht gewähren kann. Spätestens im Sommer würdest du ächzen. Das ist die berühmt-berüchtigte Kurzsichtigkeit der Menschen.

T: Wohl wahr.


[Kommunikation stockt. Ich bemerke, dass ich Metal laufen habe. Ich stelle auf London Grammar um.]

T: Entschuldige, ich hatte vergessen, dass du das nicht leiden kannst. Jetzt besser?

C: Viel besser. Ich mag ihre Nordstimme.

T: Nordstimme... das beschreibt sie perfekt. Wenn sie noch etwas übt, könnte sie perfekt »Kulning« betreiben, diesen unverkennbaren Herdenruf der Skandinavierinnen.

C: Es liegt ihr im Blut. Die Angelsachsen sind sehr musikalisch, schon immer gewesen. Und die Kelten erst. Du müsstest es hören um es verstehen zu können.

T: Als ich die Band »Heilung« entdeckt habe, war das so ein Gefühl. Es wäre wahnsinnig spannend, zu wissen, von welchen Geistern diese Musiker beeinflusst werden.

C: Hallo? Die Sängerin trägt EIN GEWEIH auf der Bühne und sie macht Musik mit Menschenknochen. Was meinst du also, wer sie anleitet?

T: Du? Ich dachte du gibst keine Impulse mehr ...

C: Ich sagte, ich tue das selten. Und je nach Auffassungsgabe bin es auch nicht ich, sondern Anteile von mir. Meine Kinder, könnte man sagen. Und der Aspekt, den du als Jormungandr kennst, mischt hier auch kräftig mit.

T: Kann ich dich etwas fragen?

C: Aber sicher.

T: Gestern war der 6. Januar, also der letzte Tag der Rauhnächte. Die Christen feiern an diesem Tag »Heilige drei Könige«, wie du weißt. Eines der vielen vielen Feste, das mir nichts bedeutet und dessen Sinn bisher an mir vorbei ging. Kannst du mir von den Wurzeln erzählen? Kannst du mir sinnvolle Dinge zeigen, die ich für mich und mein Haus tun könnte nachträglich?

C: Aber gerne. Die Christen haben natürlich auch hier in alten Riten gewildert, wie sie es immer taten. Ich meine, von Haus zu Haus ziehen und mit Kreide an Türrahmen zeichnen? Wie hexengleich ist das denn bitte? Erst legen sie in ihr ach so heiliges Buch eine Geschichte von Türen, die gekennzeichnet werden, und aus denen Kinder gestohlen werden, und dann sollt ihr die Türmaler bitte jeden Winter an eurem Haus willkommen heissen. Das Wort hierfür ist Heuchelei – mal so, mal so. Wie es dem Pfaffen gerade passt.

T: *kichert dunkel* Ich sehe schon, wir sind auf einer Wellenlänge.


C: Also wischen wir diese nutzlose Christenkruste mal herunter und widmen uns den Ursprüngen! Am 06. Januar beginnt das Jahr. Warum? Weil vorher die Rauhnächte sind – die »zeitlose Zeit zwischen den Jahren«. An diesem eigentlich ERSTEN Tag des Jahres, den viele Kulturen sogar noch immer offiziell als Neujahrestag benennen, kommt eine Gruppe, ähäm, ausgebildeter Menschen zu dir und erneuert den Segen für dich und dein Haus. »Tritt ein, bring Glück herein« – im wahrsten Sinne des Wortes. Nun sind die arglosen Kinder, die ihr verkleidet von Haus zu Haus schicken lieb und wohlmeinend, aber leider nicht in der Ritualkunst ausgebildet. Sie bringen kein Räucherwerk vorbei. Keinen Salbei und nicht einmal die theoretisch versprochene Myrrhe. Schönes Schauspiel, findest du nicht? Das einzige, was sie haben, ist Kreide, und hier ist der einzige Teil, der tatsächlich noch ein gewisses Maß an Kraft besitzt – zusammen natürlich mit eurem Willen, daran zu glauben, dass dieser Segen euch etwas bringen wird. Kreide kommt (wie Kohle) aus und von der Erde und symbolisiert somit das Element Erde. Rauch ist Feuer und Luft in perfekter Einigkeit. Nicht am Jahresbeginn zu räuchern war früher »Ketzerei«, wenn es das Wort im Keltischen derart gegeben hätte. Es war ein Affront gegen Götter wie mich. Und ganz nebenbei macht es unheimlich viel Sinn, mindestens einmal im Jahr sein Dach auszuräuchern, wenn es aus welken Pflanzenteilen besteht, in die sich mit Vorliebe Ungeziefer einnistet ... anderes Thema.

In vielen Ecken eures heutigen Gebietes war es Brauch, das die dort lebende Familie das Element Wasser beisteuert – auch gerne in Form von Tee, denn schließlich machen sich die Ritualführer die Mühe für dich und stapfen durch die Kälte. Wenn die Zeit es zuließ, war es unbedingt ratsam, die Druiden ins Warme einzuladen, wenn der Segen ausgesprochen war. Es stärkt die Stammesbindung (und den Druiden, so ganz physisch und leiblich). Was er dann an dein Haus schrieb, ist da schon sehr zweitrangig! Er musste auch nicht zwangsweise schreiben im neuzeitlichen Sinne. Ein Symbol oder Siegel oder eine Zeichnung von mir tat auch ihren Zweck. All diese Schritte zusammengenommen machen sehr viel Sinn, findest du nicht? Ungeziefer verscheuchen, alle Stammesmitglieder besuchen und nach ihnen sehen, den Druiden im mageren Winter etwas mit verköstigen, mit einem Gespräch die winterliche Dauerstille durchbrechen und die Klagen und Wehwehchen von Mensch (und Vieh) besprechen ... nur ein kompletter Idiot würde das ausschlagen! Es hat nur alles ... keinen Sinn mehr heute. Und zwar nicht deshalb, weil ihr Arznei und Essen im Supermarkt holt, sondern vor allem deshalb, weil euch die flächendeckende Versorgung mit Kräuterkundlern und »Wissenden« fehlt. Deshalb ist es nur logisch, dass die meisten Menschen den heutigen Brauch belächeln und den Dreikäsehochkönigen keinen Platz in/vor ihrem Haus einräumen. So, wie ihr das Ritual begeht, hat es auch überhaupt keinen Sinn mehr!

T: Danke, das war wirklich eine geniale Erklärung! Lass uns gerne morgen noch weiter darüber sprechen. Vor allem darüber, was man denn nun wirklich selbst TUN kann zum Jahresbeginn.

C: Gern. Wir bringen dich und dein Haus schon in die neue, alte Zeit, mach dir da mal keine Sorgen.

T: Ich würde mich freuen. Bis morgen, mein Bester!


08. Januar – Feuerlöscher


T: Ich habe das Gefühl, ihr Geister habt mir heute ein sehr deutliches Zeichen gesendet mit dem kleinen Zimmerbrand auf meinem Altar. Und ich hoffe, ich habe richtig reagiert, indem ich gleich mal zwei Mini-Feuerlöscher eingekauft habe. Für meinen Altar einen, für die Küche den anderen. Es stellte sich nämlich heraus: obwohl ein Feuerlöscher im Keller direkt neben meinem Büro hängt, ist der seit 10 Jahren abgelaufen und wahrscheinlich nicht mehr nutzbar. Er hätte mir in einem echten Ernstfall wahrscheinlich nicht helfen können.

C: *lächelt breit* Gut beraten ist immer, wer Zeichen annimmt.

T: Werde ich ihn denn brauchen?

C: Es ist ein universelles Paradoxon, dass du die Sicherheit, die du erwerben oder ermöglichen kannst ab dem Moment nicht mehr brauchst, ab dem du sie besitzt. Du hast das heute deiner Freundin gegenüber sehr gut formuliert.

T: Ich habe ihr gesagt: Ich finde, es verhält sich ein bisschen wie mit Hausaufgaben auf dem Schreibtisch. Sie bleiben liegen, bis man sie »abgehakt« hat. Bis man sie durchgearbeitet, seine Lektion gelernt und sie gedanklich und physisch beiseite gelegt hat. Wächst der Stapel an Hausaufgaben natürlich immer weiter, explodiert die Sache mit ziemlicher Sicherheit irgendwann.


C: Exakt so ist es. Die Tatsache, dass du den Feuerlöscher gekauft hast, beweist, dass du deine Hausaufgaben umgehend und recht sorgsam erledigt hast. Niemand hat verlangt, dass du spontan Tausende Euro investierst, um alle deine Räume dreifach zu sichern. Balance in allen Dingen ist – wie immer – der Schlüssel. Und somit geht diese Begebenheit ein in den Bereich des Vorführeffekts. Es ist Murphys Gesetz, dass du ihn nun lange nicht oder niemals brauchen wirst. Und gerade bei einem solchen Teil wünscht man sich ja, dass es nie angefasst und genutzt werden muss. Der Vorführeffekt hat also sehr positive Seiten, die ihr nur selten seht. Und sie hat auch etwas sehr schönes gesagt, wie ich finde.

T: Ja! Wir sprechen viel über das Gesetz der Anziehung und meine fortlaufende Weiterbildung zum Channel und zur Hexe und sie sagte darauf, dass sie bei mir in die Lehre gehen wolle. Das war toll! Genau wie meine Mutter [Lehrerin] gebe ich unheimlich gerne Wissen weiter!

C: Siehst du, wie perfekt deine Eltern zu dir passen – und anders herum? Wie die Mischung aus ihren Präferenzen, Fähigkeiten usw. auf dich abfärbten und dich formten?

T: Auf jeden Fall. Außerdem hat sich meine gesamte Familie mittlerweile erstaunlich spirituell entwickelt. Ich liebe es, das zu sehen! So schräg 2020 war und 2021 immer noch ist, man sieht doch eine Entwicklung. Oder eben gerade deshalb.

C: Viele unter euch sagen, dass keine Stimme fehlen darf. Nicht die des ehemaligen Försters, der dich vor einigen Tagen faszinierte. Nicht die der Medien und Kräuterfrauen und Channels. Nicht die der Kirchenmänner, die sich für Flüchtlinge einsetzen und sie aus dem Wasser fischen mit kircheneigenen Schiffen. Jesus wäre heute spontan Kapitän auf einem Rettungsschiff geworden – das vergisst eure offizielle Landesreligion ganz gerne. Auch die Kapitäne haben eine Stimme bekommen. Raum, um ihren Wesenskern vorzutragen und ihre Ansichten. Und dies stimmt tatsächlich: Jede dieser Stimmen ist nötig für euer Lied. Es ist im Grunde ein planetarer Chor. White sagte zu dir, ihr seid der »Entertainment-Planet«. Aber nicht nur auf der bewussten Ebene. Noch viel deutlicher vernehmen wir dieses planetare Lied und euer planetares Licht. Kryon spricht keinesfalls ohne Grund von »beacons«, von Leuchttürmen. Könntet ihr es doch nur sehen. Diese Strahlen, die aus vollständigen Menschen hervorbrechen und bis tief ins Universum leuchten. Aber ich sage dir auch das: Jeder Wald, jedes Meer und jeder See hat ebenfalls ein solches Licht. FALLS er gesund ist. Dieses Leuchten ist weniger zielgerichtet, aber man spürt und sieht es doch, wenn man begabt ist.

[Connection weg.]



9. Januar – Kraftorte


T: Ich hätte in meinem ganzen Leben nicht geglaubt, dass es mir so weh tut, meinen Altar auseinandergerupft zu sehen. Es geht den einzelnen Teilen ja sogar gut! Selbst die Decke hat nur Wachs- und Rußflecken. Und trotzdem fühle ich mich nicht ganz. Ich glaube, ich muss das dringender in Ordnung bringen als ich dachte.

C: Dafür sind Rituale da. Dafür sind Kraftorte da. Nicht für uns, wir müssen (in unserer höchsten Ausprägung) niemals unsere Akkus aufladen. Ein Ritual hat dann Wert für dich, wenn du den Tränen nahe bist bei dem Gedanken, es nicht ausführen zu können. Ein Kraftort hat dann Wert für dich, wenn du den Tränen nahe bist, weil du ihm heute fortbleiben musst. Natürlich sollte man nicht unbedingt an irdischen Dingen hängen. Natürlich sollte es eigentlich ohne gehen, weil der Tempel in deinem Inneren wohnt, aber wir müssen diesen Bogen scheinbar doch immer wieder schlagen. Gerade heute in deiner Zeit.

T: Es tut mir leid, ich bin überhaupt nicht richtig bei dir. Ich sorge mich um alles. Unser Kind sitzt weiter zuhause und hindert uns am arbeiten. Ich will mit 1000 Dingen fertig werden, und nichts davon scheint auch nur ansatzweise machbar. Ich will weg, so schnell und so weit es nur geht. Raus aus dem Menschenverbund, der uns so tief in die Scheiße geritten hat. Mein Gott, muss das Leben als Eremit schön sein!!!


C: Glaubst du wirklich, wir haben nicht einkalkuliert, wie schlecht ihr derzeit vorankommt? Ich verrate dir etwas: Selbst jetzt, wo ihr das GEFÜHL habt, wenig zustande zu bringen, arbeitet ihr mehr als der schlimmste Workaholic 1850 an einem Tag, einer Woche und in einem Monat schaffen konnte. Weil ich Kommunikationstechnik habt! ALLEINE deshalb seid ihr produktiver als ihr jemals werdet fassen können. Du kannst in einer Stunde Arbeit pro Tag sehr viel mehr hinbiegen als alle Generationen vor dir. Und während es stimmt, dass euch für einige Sachen langsam die Zeit ausgeht, denkt immer daran: Verkünde deine Lösung. So viel, so laut und so oft es eben geht. Demonstrieren gegen ein Virus bringt überhaupt nichts. Es ist WIRKLICH verlorene Zeit, die ihr selbst aus dem Fenster werft. Wer aber einen Online-Kurs abhält über Volksheilkunde, wer die Leute ins Tun bringt (Sport, Kunst, Spaziergänge, ...), der hilft aktiv mit, damit es besser wird.

T: Vielleicht ist all unser Wissen kontraproduktiv. Vielleicht wäre es fast besser, wir würden glauben, dass die Götter sauer auf uns sind und uns deshalb die Pest schicken. Dann würden wir uns wenigstens WIRKLICH versuchen, zu ändern, und nicht den Zustand von vorher wieder herbeiwünschen. Es wird kein echtes »wie vorher« geben, nicht wahr?

C: Nein. Und das ist euer großes Glück.


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