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Schimpfwörter

20. August 2021



T: Guten Abend, meine Liebe. Wir wollten über Schimpfwörter sprechen!

N: So ist es. Schimpfwörter. Vorher allerdings noch eines: Ist dir aufgefallen, dass du heute in einem völlig anderen Mindset unterwegs warst als sonst?

T: Das ist mir tatsächlich aufgefallen. Ich habe – glaube ich – besonders wenig geflucht, und mich ausgesprochen gut mit meinem Mann über Reizthemen unterhalten. Unemotional schon fast. Dabei hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich nach unserer Session gestern gut schlafen könnte. Und doch fühle ich mich wie so oft beinahe so, als wäre ich zur Ader gelassen worden. Aber eben auf eine GUTE Art und Weise. Ein Druck ist weg, der mir normalerweise im Alltag nicht einmal bewusst ist. Aber er ist irgendwie da. Ich kenne das natürlich von meinen kreativen Unternehmungen – wie so viele andere Künstler:innen werde ich unausstehlich, wenn ich keine kreative Me-Time bekomme. Aber hier ist es sehr ähnlich. Nun, wie immer klarer wird, ist die Linie zwischen unserer Arbeit und der Romanarbeit ja auch dünn ...

N: Quasi nicht existent ...


T: Und vielleicht kann ich es irgendwann so richtig abschließend glauben.

N: Kommt Zeit, kommt Erkenntnis. Zurück zu den Schimpfwörtern.

T: Ja. Du sagtest, sie sind ein bisschen wie Giftmüll? Wie genau hast du das gemeint?

T: Hast du mal darüber nachgedacht, wie Energie über den Tag hinweg durch die Welt reist? Emotionsenergie im Besonderen?

T: Scheinbar nicht. Selbst wenn ich versuche, mir meine eigene Haltung klarzumachen, kommt nichts dabei heraus. Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, sind so eine Art Auslöser. Man kennt diese Geschichten: Der Mann wird auf Arbeit geärgert, schimpft zu Hause die Frau, die ohrfeigt den Sohn, der Sohn tritt den Hund, der Hund beißt den Mann. Die schlechte Laune, die ins Haus gebracht wird, wechselt zwar leicht die Form, aber sie verschwindet nicht. Und am Ende bekommt sie der zurück, der sie mitgebracht hat. Kommt das der Sache irgendwie näher?

N: Ja, das ist schon ziemlich gut. Ihr Menschen geht momentan davon aus, dass Emotionen irgendwie entstehen – so quasi aus dem Nichts – und dorthin auch wieder verschwinden. Von ganz alleine. Mehr oder minder ohne menschliches Zutun. Selbstverständlich könnte nichts weiter von den wirklichen Tatsachen entfernt sein.

T: Dann gibt es immer die gleiche Menge an »Schimpfwort-Energie« zum Beispiel, die auf dem Planeten kursiert?

N: Wo denkst du hin! Ihr seid ja nicht nur Emotions-Nutzer, ihr seid Emotions-Erschaffer. Das ist ein gigantischer Unterschied! Ihr erschafft die Energie für eure Flüche selber. Sonst hätte die Sache ja auch schwerlich einen Anfang nehmen können. Ihr seid Schöpfer eurer Worte und der daran hängenden Energien.


T: Ja, das verstehe ich. Man merkt es bei wunderhübschen Gedichten und Liedern-

N: Aber man merkt es auch an den Flüchen und Schmähungen! Es gibt einen Grund, warum es Lieder gibt, die sehr viele obszöne Schimpfwörter aus den Lautsprechern prasseln lassen. Das befreit. Es wird quasi in deinem Namen gesagt, falls du es gerade nicht kannst (oder niemals so hättest formulieren können).

T: Na gut. Also wenn ich ein lautes, herzhaftes Schimpfwort ausrufe, dann gibt es eine gewisse negative Energie, die diesem Wort anhängt. Und dann? Nehmen wir mal an, es ist niemand da, der es hört. Dann sollte sich die Sache doch an Ort und Stelle erledigt haben, oder?

N: Nicht ganz, aber dieses Thema ist zu komplex, um es jetzt mit abzuhandeln. Dafür brauchen wir später noch einmal Zeit. Deshalb müssen wir jetzt mal annehmen, es ist jemand da. Dieser jemand muss nicht mal deine Sprache sprechen, er weiß trotzdem, dass du fluchst. Je besser die Person energetisch geschult ist, desto besser funktioniert das natürlich. Deine Mikro-Explosion frisch geschaffener, negativer Energie platzt also aus dir heraus und geht über auf die nächste Person. Natürlich nicht ungefiltert, das wäre ja schlimm. Ihr habt eure Aura, die euch schützt. Eure Helfer und noch einiges mehr. Die Energie prallt also entweder an der nächsten Person ab ... oder sie wird aufgefangen. Ihr sagt in deinem Land: »Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.« Damit wollt ihr sagen, dass die Energie an dir abprallen kann, oder du sie einlassen kannst. Nehmen wir an, die andere Person hat ... wie sagt dein Söhnchen? ... »Astloch!« zu dir gesagt.

T: Jep. Sein neues Lieblingswort. Hehe.


N: Es steht dir nun tatsächlich FREI, dir zu überlegen, ob derjenige dich angesprochen hat oder nicht. Schön, nicht wahr? Selbst wenn die Person erkennbarerweise dich meinte, musst du die Energie noch lange nicht annehmen. Buddhisten lehren das. Diese positive Gleichgültigkeit gegenüber den Energien anderer.

T: Also schaffe ich mit jedem saftigen Schimpfwort das Potenzial für eine negative Energie, die um die Erde reist, bis sie irgendwo abgeblockt wird.

N: Oder aufgelöst. Wie wir aus der Quantenphysik wissen, geht Energie nicht verloren.

T: Ooooooh weia.

N: Ja, merkst du langsam was? Die Energie verharrt entweder an dem Ort, an dem sie abgeblockt wurde, oder bei dir selbst (okay, das ist dir noch nie passiert, aber so Leute gibt es. Die unterdrückten Flucher), oder eben bei der nächsten Person.

T: Die sie wahrscheinlich wiederum weitergeben wird.

N: Oder schlimmer – horten.

T: Du liebe Güte. Es gibt Leute, die negative Energien horten?!


N: »Vergib Ihnen, Abwun, denn sie wissen nicht, was sie tun.« Schon mal gehört?

T: F.....udge. Das bringt mich sofort zum nächsten. Hilft es, die Schimpfwörter abzuschwächen? Oder zählt die Ursprungsintention?

N: Du wirst lachen, aber tatsächlich ist das eine gute Taktik! Sie erscheint kindisch, aber in Wirklichkeit ist es eine Form energetischer Hygiene, wenn du so willst. Diese Verniedlichungen zeigen deinen Willen (und dein Wissen), es nicht zur Explosion kommen zu lassen. Wenn du einen Brand löschst, wenn er sich noch auf das Streichholz beschränkt, hast du ein gutes Tagwerk erreicht. Es klingt kindisch und lächerlich für eine Zivilisation, die die Energy Sciences noch nicht vollständig entschlüsselt hat, aber DAS ist der Grund, warum du Kindern nicht das Fluchen beibringen sollst! Was sie lernen, tragen sie durch ihr Leben – und machen es unwissenderweise genau so falsch wie ihr.

T: Es tut mir leid. Meine Konzentration ist für heute beim Teufel. Unser Timer hat aber auch schon vor einer Weile geklingelt. Die beiden Stellen oben mit der gehorteten negativen Energie und dem Energie-Effekt auf die Natur gehen wir aber möglichst bald an, okay?

N: Von mir aus. Gute Nacht erst einmal.

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