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Ein Palast namens Erde



30. März 2021


T: Guten Abend, meine Beste. Bitte entschuldige, ich hatte gestern tatsächlich einen Termin zu einem Call abends, um unser Werk zu verbreiten. Jetzt bin ich überaus gespannt, was du mir noch von Türen und Angeln erzählen kannst und möchtest.

Zorya: Ich will euch nicht mit Phrasen langweilen, aber es muss noch einmal deutlich gesagt werden: Ihr Menschen wisst derzeit weder, wie das heißt, indem ihr wohnt, noch wisst ihr, wo es seine Außenwände hat. Ihr wisst nicht, wer noch darin wohnt und wer es gebaut hat. Deshalb lass mich etwas Licht in die Sache bringen!

Das, worin ihr da wohnt, ist ein Palast. Ein blattgrüner, sonnenbestrahlter Palast des Überflusses. Ihr glaubt, die Wände dieses Palastes sehr gut zu kennen, also eure Atmosphäre und andere körperlichen Außengrenzen. Tatsächlich seht ihr aber, wenn wir weiter unser Bild bemühen, maximal bis zum Wandteppich. Das dahinter ist euch ein Rätsel. Wer noch alles mit euch in eurem Palast wohnt – Feen, Baumseelen, Gruppenseelen (Wälder), Geister und so weiter und so fort – ist vielen klar, aber nur durch mythisches Wissen. Nicht als Faktenwissen. Dass jede der gerade genannten Energien ein Teil von uns Göttern ist? Das wusstet ihr mal, und habt doch erlaubt, dass ihr es wieder vergesst. Eure Nachbarn sind euch unbekannt. Physisch und energetisch, was das Gleiche oder Verschiedenes sein kann, je nach Standpunkt. Und wer euren Palast gebaut hat? Tja ... das ist eure größte Selbstlüge von allen.

T: Alles-was-ist hat ihn ermöglicht.


Z: Natürlich. Wenn du einen so wunderschönen, durchdachten, perfekt gestalteten Palast mitten in einem Dschungel finden würdest, dann wäre deine ERSTE Frage: Wer hat ihn erbaut? Nur ihr modernen Menschen geht hin und verkündet: Der Zufall hat diesen Palast gebaut! Völlig klar! Er ist aus dem Boden gewachsen über Millionen von Jahren. Manchmal sind Teile wieder eingestürzt, weil die Statik doch nichts taugte, aber alles in allem hat er sich selbst gebaut und reguliert sich selbst. Ihr würdet jeden Archäologen ins Irrenhaus stecken, der euch so etwas über einen gerade entdeckten Palast erzählen will. Nun geht die Quelle allen Seins natürlich nicht im Kosmos umher und schüttelt neue Planeten aus dem Ärmel. Gott geht ja auch nicht in die Blätter hinein und schiebt die Elektronenfalle an, die ihr Photosynthese nennt. Selbstredend läuft das ab einem Punkt selbsttätig!

T: Wie ist das nun mit den Türen? Hat der Palast viele Türen?

Z: Natürlich. Hinter jedem Wandteppich mindestens eine. Das große Problem ist: Es ist verboten, hinter die Wandteppiche zu spähen und zu erforschen, was zwischen ihnen und den echten Wänden liegt. Jeder Forscher, der sich in diesem Bereich bewegt – ihr nennt ihn den "paranormalen Bereich" – zieht Hass, Spott und Hohn auf sich. Schon in dem Wort ist der Spott verwurzelt, denn "para" bedeutet "neben", sie sind also neben dem normalen Bereich unterwegs. Und wer von der Norm abrückt, der ist ver-rückt. Sprache. Ganz simple Sache, aber sehr genau. Also muss das ver-rückte geradegerückt werden. In die Norm aufgenommen werden. In diesem Prozess stecken wir gerade, und solche Dinge wie Pandemien sind geradezu prädestiniert, einige Glaubenssätze geradezurücken.

T: Oha. Die ganz große Keule.


Z: Nicht wirklich. Auf dem Stand eure Hygiene seid ihr den Gesellschaften, die der Pest ausgesetzt waren, wirklich ewig weit voraus. Der Unterschied zwischen der Pest und Corona ist doch nicht die Gefährlichkeit des Virus bzw. Auslösers. Der Unterschied ist, dass ihr Seife versteht, Abstand versteht, Quarantäne versteht, andere nicht anhusten versteht. Die Konzepte sind das, was zwischen euch und dem Abgrund einer flächendeckenden Seuche steht, die ja tatsächlich Städte und Dörfer bis auf den letzten Einwohner ausgelöscht hat in früheren Zeiten.

T: Entschuldige, jetzt sind wir schon wieder ganz und gar von den anderen Dimensionen abgekommen.

Z: Wir können nie 'von irgendetwas abkommen', weil alles zusammenhängt und ein Thema ist.

T: Das ist sehr beruhigend! :)

Z: Außerdem sollten wir morgen weitermachen. Deine Konzentration ist heute Abend nicht die beste.


T: Du hast leider recht. Sag mal, wann sehe ich Cernunnos wieder?

Z: Na, er wird sich vor Beltane schon noch einmal blicken lassen, keine Sorge.

T: Jetzt ist fast April, also ist es noch ein Monat bis dahin. Ich bin schon sehr gespannt, wer nach Beltane mit mir sprechen wird.

Z: Wie du in deinen neuen Büchern gesehen hast, ist die Liste der alten Götter lang, um es sehr vorsichtig zu sagen. [Ich habe neues Recherchematerial gekauft. Ein "Lexikon der Götter und Dämonen", einen "Atlas der Mythologie" und ein Buch über das Druidentum zur Zeit der Kelten.]

T: Na ja, die werden ja hoffentlich nicht alle bei mir auf der Matte stehen irgendwann?!

Z: Nein ... nicht alle. Nur die Wichtigen. ;)

T: Oi.

Z: [grinst mich an] Bis morgen!

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