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Kontakt ist eine Holschuld



T: Tut mir leid, dass ich gestern nicht da war. Was für ein Drama mit meinem Kind! Langsam glaube ich wirklich, er ist nicht "nur" hochsensitiv wie ich, sondern ein richtiger Autist. Ich habe gestern sogar eine Orakelkarte gezogen zu dem Thema – KUMMER! Oh my fucking god, wie passend.

C: Vor Kummer macht er sich selber Kummer durch seinen Meltdown. Und seinem Freund, und euch. Es ist eine Spirale, die nur durch Ruhe unterbrochen werden kann. Wer das Wasserglas schüttelt, muss es nicht auf andere Art und Weise schütteln oder weniger, er muss aufhören, es zu schütteln, wenn das Wasser nicht mehr überall hinschwappen soll.

T: Amen.

C: Bitte sag nicht Amen in meiner Gegenwart, das ist eine Beleidigung für Alles-was-ich-bin.

T: Oh, entschuldige. Das ist wohl einfach so drin, wenn man im christlichen Dunstkreis aufwächst.

C: Es gibt so viele andere schöne Dinge, die du sagen könntest, wenn du dem Göttlichen zustimmst und dich ihm ergibst.

T: Zum Beispiel? Was ist das Hexen-Äquivalent für »Amen«?

C: Das können ganz simple Sachen sein. »So ist es« (»so it shall be«) ist zum Beispiel recht beliebt. »Aum« (oder Om) – das Wort, aus dem »Amen« entsprang – ist auch weit verbreitet, nur weniger im Westen. Ganz natürlich ist für euch »ich weiß«, dass euch fast schon zu leicht über die Lippen kommt. Und vor allem dann, wenn ihr nur meint, etwas verstanden zu haben. Wenn du oft zu Leuten sagen musst »ich weiß«, dann ist das der dringende Hinweis, einige Konzepte noch einmal zu betrachten, die du angeblich »weißt«. Die Leute in deinem Umfeld sagen nicht einfach so Sachen daher meistens. Sie haben einen Auftrag, ob sie davon wissen oder nicht.


T: Ich tendiere zu etwas, das sagen würde: »Ich erkenne das an.«

C: Dann such dir etwas, dass dies verkörpert. Es gibt so viele schöne Sprachen mit so vielen schönen, kurzen Worten für dieses Konzept.

T: Ich nehme mal an, ich muss die wieder selber recherchieren, weil du sie mir nicht sagen wirst? ;)

C: Korrekt. Studium ist Studium. Was ich dir erzähle, wirst du in wenigen Tagen vergessen haben.

T: Oh Mann, ist das frustrierend. Aber sag mal, wollten wir nicht über Hexen sprechen?

C: Ja, aber für heute hat sich das »Window of opportunity« geschlossen. Das ist in Ordnung, wir kommen schon noch dazu. Ich hatte dir gesagt, ich gebe meinen Platz an deiner Seite nicht nach dem ersten Monat auf, und genau das habe ich vor, umzusetzen.

T: Das ist richtig. Du hast ganz am Anfang transparent gemacht, dass es so sein würde, und ich freue mich auf weitere Lehreinheiten!


C: Du hast vor allem zugestimmt, und das sollte dir selbst etwas bedeuten. Nun haben wir in unserem Fall gar kein Problem, wir beide sind uns völlig einig, aber diese Schrift ist ja nicht nur für dich. Deshalb sage ich noch dies dazu: Würdest du tatsächlich deinen Willen einsetzen, um etwas an unserem Vertrag zu ändern, dann könntest du dies natürlich tun. Alleine schon deshalb, weil du am längeren Hebel sitzt.


Wenn du dich entscheidest, dich derart in deinen Alltag zu versenken, dass wir nicht mehr sprechen können, hast du dich bereits durchgesetzt. Unser Kontakt bricht ab.

Das verstehen die Menschen nicht: Ihr könnt uns JEDERZEIT die Türe vor der Nase zuschlagen. Nur weil wir Götter sind, können (werden) wir noch lange nicht allzu viel dagegen tun. Wir müssten unsere energetischen Anstrengungen um den Faktor 10 oder gar 100 erhöhen, um an eurem (Un-)Willen vorbei noch zu euch durchzudringen. Das tun wir natürlich nur im »Notfall«.

Deshalb freuen wir uns so über jeden, der bereit ist, »das Opfer« zu erbringen (Zeit + Mühe) und (sich an) die Arbeit zu machen. Tust du es nicht, löst du dein Versprechen gegenüber uns nicht ein, so reißt bildlich gesprochen der Faden zwischen uns (na ja ... einer der Millionen Fäden, aber ein wichtiger!) Du kannst das tun, ich schelte hier niemanden. Wir werden weder zornig noch rachsüchtig deshalb, wir sind höchstens leicht enttäuscht, aber nicht VON DIR, sondern von dem Umstand an sich. Denn: Wenn ein Faden reißt, passiert ja nicht nur das. Wenn dir beim Häkeln der Faden reißt, und du nur mit den Schultern zuckst, weil es dir egal ist, und das unfertige Teil trotzdem Tag für Tag anziehst, dann wird sich dein gesamtes Werkstück aufribbeln, Masche für Masche. Das ist kein perfektes Bild, weil du in deiner Tiefe NICHT verlernen kannst, was du mit uns erarbeitet (an was du dich erinnert) hast, aber du darfst dich auch nicht beschweren, dass dein Werkstück genannt LEBEN sich in nächster Zeit an verschiedenen Ecken und Enden aufribbeln wird und nichts mehr so recht von der Hand gehen will.


Das ist keine Strafe, es ist eine naturgegebene Konsequenz. Wenn der Faden reißt, löst sich deine hübsche Arbeit auf und zerfällt in seine Einzelteile. Selbst wenn du achtgibst und das Ende irgendwo »sicher« verstaust, wird dein schönes Werk nicht weiter mit Maschen versehen. Noch einmal, das ist nicht schlimm, aber es ist schöner, den Faden nicht zu oft zwischendurch fallen zu lassen. Schöner FÜR EUCH. Leichter FÜR EUCH.


T: Ach du hast mir Lust auf Häkeln gemacht gestern. ;)

C: Ob du es glaubst oder nicht, ich wähle meine Bildsprache weise und den Vorlieben der Person entsprechend.

T: Natürlich glaube ich das! Ich danke dir, das war wieder toll. Vielleicht können wir das mit den Hexen ja morgen angehen. ;)

C: Aber gerne. Denn wie du seit zwei Tagen richtig feststellst, kommen langsam alle zusammen: Der Schamane mit der Hexe mit dem Channel mit dem paranormalen Wissenschaftler. Da alle im Grunde das Gleiche erreichen wollen, arbeiten endlich alle Energieschüler zusammen - und es wurde auch Zeit, dass ihr euch gegenseitig als Brüder und Schwestern erkennt. Bis morgen.

T: Bis morgen, vielen vielen Dank.

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