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Zur Trans-Debatte



04. August 2021


T: Schon den ganzen Nachmittag habe ich das Gefühl, dass du Redebedarf hast. Nachdem gestern leider ausgefallen ist, wird es wohl also nun Zeit! Aber ich muss schon sagen: Ein interessantes Thema hast du dir ausgesucht! Trans-Menschen?

N: Na und? Ihr Kampf gegen Windmühlen ist ein gutes Beispiel für das Ausmaß, in dem euer Denken feststeckt. Die Menschen sind ja nicht falsch. Niemand wird »falsch« geboren. Sie werden falsch etikettiert, müsste man viel eher sagen. Das kommt daher, dass eure Politik bitte vom Anbeginn eures Lebens Klarheit darüber haben möchte, was ihr seid. [Sie überspitzt hier absichtlich] Gehört ihr zu den Starken (Männern) oder zu den Schwachen (Frauen)? Dürfen wir dich mit Fußball ruhigstellen oder doch lieber mit Make-up? In der Verlängerung möchten das auch die Eltern natürlich gerne wissen. Das Erstellen einer Kaskade von Planungen beginnt, sobald das Geschlecht klar ist. Niemand ist davor sicher. Das Verbrechen ist ja auch nicht, dass werdende Eltern sich einen Fußball-König ausmalen oder eine Pony-Prinzessin. Das Verbrechen ist, dass es in den Köpfen der meisten A oder B sein muss(te) – wenn nötig, brachial und durch Abschneiden gewisser Teile, die nicht sein dürfen.

T: Ich habe das eine oder andere davon gehört. Dass dem Baby eben einfach etwas an- oder wegoperiert wird/wurde, wenn es nicht glasklar ist. Mit Menschenrechten hat das wenig zu tun ...


N: Und DA liegt der Fehler. Niemals in dem unschuldigen kleinen Wesen selbst. Und wie ich hier wohl kaum erwähnen muss, macht Alles-was-ist auch keine Fehler, wenn solche Menschen geboren werden. Das sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Aber gerade deshalb »kocht« das Thema ja derzeit auch so hoch. Die Zeitenergie verlangt, dass alle Ungerechtigkeiten ans Licht gezerrt und bis ins kleinste Detail betrachtet werden. Was dem Blick nicht standhält – zum Beispiel, weil es gegen Menschenrechte verstößt – hat nicht zu bleiben. So einfach ist das im Grunde. In vergangenen Zeitenergien war das Thema, wer wen lieben darf, auch genannt Homosexualität. Jetzt kommt eben die nächste Stufe. Das nächste Thema: Wer darf ich sein? Hoch entwickelte Zivilisationen schert es nicht, wer sich wie definiert. Sie erkennen jede Form an, weil sie wissen, welche Intention und welcher Lerninhalt (und welche Talente!) dahinterliegen. Sie erkennen an, dass ein Individuum auf seine ganz eigene Art der Gesellschaft dienlich ist, wenn es sein darf, wie es ist.

Und übrigens: Diese Messlatte zeigt allen außerhalb der Erde agierenden Gesellschaften auch, wie sicher eine Reise zu euch ist. Wenn nämlich schon ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe oder mit uneindeutiger Geschlechtszugehörigkeit Gefahr läuft, in der falschen Ecke des falschen Landes gelyncht zu werden ... wie soll es dann erst sein für jene, die nicht ganz hundertprozentig menschlich aussehen? Nun verwenden viele ja zum Reisen gar nicht unbedingt feste Körper, das hast du schon gelernt. Aber das ändert ja am Grundproblem nichts! Die Menschen ertragen das Andere nicht gut – noch nicht. Aber es wird besser. Jedes Jahr. Muss es auch, alles andere ist keine Evolution.


T: Einige sagen ja immer: »Ach, das ist jetzt nur so ein dummer Trend.« »Die jungen Leute werden ganz verrückt gemacht. Zeigt ihnen einfach, was echte Männer und Frauen sind, und fertig!« Solche Sätze machen mich traurig.

N: Was ist denn schon ein Trend? Was beschreibt das Wort? Es ist ein anderes Wort für die Zeitenergie. Insofern JA, es ist gerade »Trend« [lacht]. Aber deshalb, weil es so sein muss. Weil es an der Zeit ist, dass dieses Thema bearbeitet wird. Es wurde zwar schon immer ausgefochten, was »ein echter Mann« und »eine echte Frau« ist, aber die Dimension hat sich jetzt noch einmal geändert.

T: Danke dir. Bis morgen.

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