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Der Krieg in uns




T: Wir knacken gleich die 300 DIN-A4-Seiten. Und dies ist nur das Tagebuch von 2021, nicht von 2020! Wahnsinn, wie weit wir schon gekommen sind. Wenn ich mir die ersten Gespräche anschaue, dann stelle ich heute ganz andere Fragen. Habe fast nie Tage, an denen die Verbindung nicht klappt. Einfach der Wahnsinn. Vielleicht muss man gar nicht als Einsiedler im Norden Kanadas wohnen, um was gebacken zu bekommen! :D

HG: Du darfst trotzdem gerne hinfahren, lieber heute als morgen.

T: Tut mir leid, zu viele Nebenverpflichtungen. Neben-Kriegsschauplätze hätte ich jetzt fast geschrieben. Eieiei.

HG: Verglichen mit dem puren Sein in der geistigen Welt fühlt sich fast jeder menschliche Tag an wie ein Krieg. Aber ihr seid mittlerweile auch verdammt abgehärtet. Dennoch verliert die Einsamkeit nie an Faszination für euch. Einerseits, weil das ein völlig fremdes Gefühl für eine Seele ist (und natürlich muss man der Typ dafür sein); und andererseits, weil ihr ja nicht in die Einsamkeit geht, um euch einsam zu fühlen!

T: So sehe ich das auch. Nur ohne störende andere kann ich mich VERBUNDEN fühlen mit all den Dingen, die nicht sprechen können und nicht um meine Aufmerksamkeit kämpfen werden. Möchtest du heute über Einsamkeit sprechen?

HG: Wenn ich damit anfange, höre ich vielleicht nie wieder auf, weißt du?

T: Bist du einsam? Du und deine Mutter, ihr habt doch einander, oder?

HG: Sicherlich. Wir spenden uns gegenseitig Trost, denn es wird noch eine lange Zeit dauern, bis dieser Atemzug dieses Universums beendet ist und alles zurückkehrt zu einem.

T: Ich dachte, ihr könnt Energie vom Licht erhalten?

HG: Das können wir, aber stell es dir so vor: Wenn du das sehr schnell und hoch schwingende Licht abbremsen musst – immer weiter und immer weiter, damit es irgendwann GROB in der Nähe unserer Schwingung angekommen ist – dann nimmst du quasi nur einen sehr kleinen Happen davon gleichzeitig. Ähnlich wie ein Hungermodel ernähren wir uns also, und wissen doch ganz genau um alles, was uns »fehlt«. Wenn wir aber einen größeren Klumpen Energie zu uns ziehen würden, würde ja unsere Frequenz stiegen. Das ist dann nach der »Mahlzeit« wie ein kalter Entzug, denn wir müssen ja auf unserem Level bleiben. Vom Moment des Urknalls an war klar, dass etwas geschaffen werden muss, was jenseits von Midgard residiert – jenseits von eurem (ohnehin schon niedrigen) Level. Es muss sein, und so haben wir uns bereiterklärt.


T: Ihr habt diese Aufgabe freiwillig angenommen?

HG: Ja. Alles-was-ist befiehlt nichts, wie du weißt. Wie Kryon, wie Buddha und Yeshua und so viele andere erfüllen wir hier unsere ewige Aufgabe. Aber du gewöhnst dich nicht an Leid. Nicht als ewiges Wesen. Du weißt, es sollte kein Dauerzustand sein, und doch musst du es ewiglich mit ansehen. Und selbst kleinste Tipps und Hinweise sind dir verboten.

T: Aber etwas ändert sich, sonst könntest du mit mir nicht über dieses Thema sprechen.

HG: Das ist richtig. Etwas verändert sich. Einerseits nimmt eure Verzweiflung selten gekannte Ausmaße an – gerade jetzt.

T: Wundert dich das? Wir gehen in den dritten Corona-Winter. Das dritte Jahr, in dem elementare Teile unserer Wirtschaft lahmgelegt werden müssen, weil sich niemand vor die Türe begeben darf. Die Unternehmer sind verzweifelt, und ich kann sie vollauf verstehen. Es bricht einem das Herz, wie alles lahmt. Bildung, Kunst, Handel, Gastronomie. Jetzt kommen die Knappheiten dazu. Mikrochips sind Mangelware und ... ich darf mir das gar nicht bis zum Ende ausmalen.

HG: Es hat sich aber noch etwas entscheidend verändert.

T: Ja?

HG: Ja. Die Leute sind müde. Und wer müde ist, gibt die Zügel aus der Hand. Entzieht seine Energie. Und weißt du, aus was ihr am meisten Energie entzieht? Aus dem Glas mit Giftmüll, dass ihr seit 200 Jahren in der Hand haltet. Ihr lasst die Konzepte endlich fallen, die euch blenden wollen. Alle Gaukler werden aus der Stadt (und den Parlamenten) vertrieben und eine Menge Geld wechselt den Besitzer. Ihr fangt an, nachzudenken. Im GANZ großen Stil. Leider gibt es so ein Sprichwort unter euch: Menschen lernen immer erst, wenn es weh tut. Und diese Pandemie tut euch auf vielen Leveln sehr weh. Im Geldbeutel, mental, körperlich, gesellschaftlich. Die Leute WISSEN, dass etwas fehlt. Dass die Balance verlorengegangen ist, und zwar schon vor langer Zeit. Viele verhandeln ihre gesamte Existenz nach. Das ist Umwälzung, wie sie im Buche steht!


Seid nur sehr vorsichtig, wenn sich ein »Messias« hervortun will. Einer, der eine endgültige Lösung vorschlägt. Denn dieser ist nicht vorgesehen. Es ist ein äußerst wichtiges Signal an unsere Seite, dass ihr bis jetzt keinen auserkoren habt, der das Problem wie von Zauberhand lösen soll. Der ein paar Ungläubige verbrennt oder ein paar Menschen opfert, um uns Götter zu besänftigen und die Pest von euch zu nehmen. Du weißt, wie schnell solche Leute für gewöhnlich ins Bild rücken bei einer Gelegenheit wie dieser. In dieser Runde gibt es niemanden. Das ist eine der besten Nachrichten überhaupt. Dass ihr euch nicht schart um einen Hitler, Mussolini, Trump, Orban, Cäsar, Dschingis Khan. Nur der Krieg, in dem keiner den Sieg für sich beanspruchen kann, hat nachher alle weitergebracht.

T: Das verstehe ich nicht. Was soll das heißen?

HG: Der Sieger kann die Energie der neuen Zeit bestimmen. Er kann sie den Verlierern aufpropfen und die Umwälzung findet nicht mehr in die Richtung statt, die nötig wäre. Deswegen habt ihr einen Krieg gegen einen unsichtbaren Gegner bekommen. Es gibt nicht wirklich jemanden, dem man die Schuld zuschieben kann. Auch nicht den Chinesen oder den Amerikanern oder gar den Russen, die ja sonst schon für viel geradestehen mussten. Alle machen sich gleich schuldig durch Schludrigkeit, Nichtstun und Vetternwirtschaft, und jeder ist gleichsam viel zu sehr mit dem eigenen Land beschäftigt, um bei anderen stänkern zu gehen. Ganz abgesehen davon, dass das Volk nicht mehr mitmachen würde. Wenn in den letzten 30 Jahren irgendwo einmarschiert wurde, gab es Gegenwehr, Proteste, Movements, Terror. Nichts ist einfach nur noch ein Durchmarsch, und auch das ist so gewollt und gut so.

T: Ich kann nicht fassen, dass wir heute über Krieg und Kampf gesprochen haben. So hatte ich das nicht geplant.


HG: Das macht es nicht weniger wichtig. Außerdem: Der Krieg bahnte sich über die letzten 200 Jahre an. Er musste kommen. So wie warme Luftmassen nicht ewig auf kalte treffen können, ohne dass ein Sturm heraufbeschworen wird, konnte auch euer Zeitalter des schönen, aber tödlichen Scheins nicht so bleiben. Irgendwann muss das Gewitter kommen. Genau darin seid ihr jetzt. Und wenn das schlimmste vorbei ist, wird der Regen sehr viel Altes davonwaschen. Die Menschen haben bereits damit angefangen, aber es wird noch einen ganz anderen Maßstab annehmen. Sie werden Dinge fortgeben, Berge von Zeug aus ihrem Leben entfernen und sich verkleinern. Ihr sprecht in den letzten Jahren oft von »Blasen«. Immobilienblasen, Blasen an der Börse und so weiter. Schon wenn diese keinen Blasen platzen, bewegt sich immens viel in euren Systemen. Aber nun platzt gerade die ganz große Blase namens Antropozän. Das Zeitalter des Menschen, der mutwillig, ohne Sinn und Verstand in Systeme eingreift, die er kaum je verstanden hat. Und diese 200 Jahre alte Blase platzt mit einem sehr lauten Knall.

T: Wenn es danach ruhiger wird, dann hat es sich gelohnt. Wenn es danach fairer wird für Mensch und Umwelt, dann wird es sich gelohnt haben. Wenn wir nachher wieder Frieden empfinden können gegenüber anderen und uns selbst, und wenn wir endlich aufhören zu hetzen, dann ... fein. Soll die Blase platzen.


[Ich stelle mir Anubis vor, wie er vor mir steht, mit dem eindrucksvollen, statuenhaften Jackalkopf. Ich frage mich, ob er mich berühren könnte. Ob wir uns die Hand reichen könnten. Tatsächlich streckt er eine Hand nach vorne, aber sie ist schwarz und mumienhaft verschrumpelt.]

T: Wird mir etwas geschehen, wenn ich ...?

HG: Nicht, wenn der Kontakt nur kurz ist.

T: Ich traue mich nicht, es tut mir leid. [Ich gehe vor ihm auf die Knie und lege den Kopf vor seine Sandalen. Ich bin heute sehr emotional, und die Session hat mich über alle Maßen angestrengt.] Es tut mir so leid.

HG: [als ich wieder stehe] Hier, lass mich das nehmen. Lass die Trauer um die alten Zeiten bei mir.

T: [Ich schließe die Augen, öffne meinen Mund leicht und atme aus. Der Luftstrom fühlt sich heiß an. Die ganze Zeit habe ich ihn in meiner Lunge gehalten, aber jetzt lasse ich alles gehen und atme durch. Die neue Luft ist wesentlich kühler, und meine Traurigkeit verschwindet quasi sofort. Zurück bleibt ein süßes Nichts. Eine große Ruhe.] Wow, ich danke dir.

HG: Ich wurde geschaffen, damit ihr Menschen eure Verzweiflung bei mir lassen könnt. Es ist das, was ich am besten kann. Ruh dich jetzt aus. Für heute ist wahrlich alles gesagt.

T: Nochmals danke. Bis morgen.

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