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Faschismus entlarven



02. April (Karfreitag)


T: Es ist so faszinierend, was du mir vorgestern über Faschismus erzählt hast. Können wir bitte direkt daran anknüpfen?

C: Natürlich können wir. Es ist mir tatsächlich ein Bedürfnis, hier ein paar Dinge geradezurücken. Und wie du weißt, habe ich nicht viele Bedürfnisse.

T: Dann bitte. Ich höre zu und staune.

C: Ich habe angerissen, dass Leute, die sich für Faschismus erwärmen können, nicht in dem Sinne unsozial sind. Sie sind "nur" sehr selektiv sozial – eben gegenüber ihrem eigenen "Stamm". Sie schwärmen von der Bruderschaft der Wikinger und Kelten, blenden dabei aber extrem viel aus. Es geht schon beim Druiden los. Wie du gelesen hast, sind König und Druide so eine Art Einheit gewesen. Der König konnte nicht gegen den Druiden agieren, und die Druiden waren exzellent weit über die Stammesgrenzen hinaus vernetzt. Das bedeutet: Wünschst du dir den König zurück, weißt aber überhaupt nichts von den Druiden, ist dein Bild ganz und gar krumm. Aber politischer Faschismus hat natürlich keinerlei Intention, dich in diesem spirituellen Bereich zu bilden. Religion, aber vor allem echte Glaubensgemeinschaft will immer das gleiche und hat immer das gleiche Grundprinzip: Liebe dich selbst und deinen nächsten. Ich mag zwar kein Fan vom Christentum sein, aber die Lehre geht mir deshalb ja keinesfalls ab. Ich verkündete sie mit meinen Brüdern und Schwestern 20.000 Jahre vor Yeshua, aber auch das soll nicht hochmütig klingen. Es ist einfach Tatsache. Der Faschismus tut also sozial (für das "eigene Volk"), will aber natürlich Spaltung und Genozid von anderen Farben, Kulturen, Gedanken, Ansichten und so weiter und so fort. Warum?

T: Ääh...

C: Das ist Mangeldenken.

T: Oh.

C: Der Grundgedanke ist immer, dass nicht genug für alle Völker und Kulturen da ist. Wie wir nun lange behandelt haben, ist das Blödsinn. Spätestens in jüngeren Jahrhunderten! Der Faschismus will also:


1) dich nicht mit einem Glaubenssystem teilen, sondern sieht dich nur als möglichst wertvolles Asset – als BürgerIn

2) Bleibt er immer im Mangelgedanken haften, was diesen furchtbaren Hass und die Furcht vor z.B. Zuwanderung auslöst

3) verspricht dir der Faschismus eine Utopie/Dystopie, die – wie wir hoffen wollen! – niemals eintreten wird: Der Faschismus sagt: Wenn ALLES beseitigt ist, was uns stört – alle Sozialisten und Schwarzen und Gelben und Roten und Hautfarben und Kunst und und und und .... DANN können wir uns dem Aufbau der "perfekten Welt" widmen.


Das absolut perfide daran ist, dass sie dir das Paradies in Aussicht stellen. Gut, quasi ein "Monokultur-Paradies", aber ein Paradies. Sie müssen aber nie anfangen, es aufzubauen, denn es stört ja immer noch irgendwer oder irgendetwas.

T: Das ist ... absolut furchtbar. Aber es erklärt auf perfekte Weise diese gedankliche Falle.

C: Niemand bestreitet, dass Extremisten sehr schlau vorgehen. Der Faschismus versteht es perfekt, deine über hunderte Leben hinweg gewachsene Bestrebung nach einem guten Leben in einem funktionierenden Stammesverbund für seine Zwecke zu nutzen. Das macht ihn so gnadenlos gefährlich und zu einem dauerhaften Thema. Faschismus spricht dein Wurzelchakra an, die Basis deines Seins. Manche sagen auch "deine Urangst" [die zu Urvertrauen wird im Laufe deiner Evolution].

Du erkennst eine sehr geschickt verpackte Lüge in einer angepriesenen Gesellschaftsform an diesen drei Aspekten: Erstens: Enthält sie irgendein Konzept des Strebens nach dem höchsten, erstrebsamen Wert der Liebe? Es muss nicht Religion genannt werden, das ist unwichtig. In vergangenen Jahrhunderten wurden viele neue Worte geprägt. Humanismus, Altruismus, etc.

Zweitens: Verfolgt dieses Konzept in seinem Kern einen Mangelgedanken? Braucht man dafür "Ellenbogen"? Muss man etwas "gewinnen" oder "erobern" oder "erkämpfen"?

Und drittens: Vertröstet dich dieses Konzept in irgendeiner Form auf später? Auf das Leben danach, auf das Leben nach dem nötigen Krieg, dem "Großreinemachen"?

Kannst du auch nur eine dieser Fragen mit ja beantworten, wende dich unverzüglich von dieser Idee ab. Du brauchst nicht zurückschauen, es ist unnötig. Egal wie alt oder neu das Konzept daherkommt, diesen Test muss es bestehen.

T: Wow. Einfach wow. So kann man ein regelrechtes Schema erstellen. Und wenn ich mal eben ein paar Konzepte durchgehe (Katholische Kirche, Der amerikanische Traum ("EROBERE dein Glück"), Demokratie), dann wird mir klar, warum man sagt, die Demokratie ist noch das Beste, was wir bisher gefunden haben. Wobei es auffällt, dass die Demokratie an sich noch nicht wirklich eine Aussage über Mangel und Fülle macht. Das muss das Wirtschaftskonzept beisteuern, die bei uns ja THEORETISCH eine "soziale Marktwirtschaft" ist.

C: Theoretisch.

T: Ja. Sehr theoretisch.


C: Auf diesen großen Punkt werden wir später noch weiter eingehen. Dass sich nämlich regelmäßig der Mangelgedanke zurück schleicht und diejenigen, die "nicht leisten wollen oder können" kein Ansehen genießen und maximal in ihren Rechten beschnitten werden. Zuerst wollen wir die Sache mit dem Faschismus aber abschließen mit einem einfachen Gedankenexperiment.

T: Ja, immer her damit.

C: Wir hatten gesagt, dass die Aufopferung für den eigenen Clan oder Stamm ein zentraler Punkt in der Propaganda rechter Gesinnungen ist. Und hier wird es interessant, denn natürlich darf diese theoretische Nächstenliebe nur im allergrößten Notfall abgefragt werden! Das scheint unsinnig, ist aber nur konsequent.

Wenn ich den Stammesgedanken zu Ende denke, könnte ich von meinem treuen Subjekt verlangen, seine normale Arbeit niederzulegen und mir einen Tempel zu bauen (oder eine Pyramide. Merkst du was?). Mein Subjekt müsste also theoretisch hocherfreut über diesen Auftrag ans Werk gehen und sich darauf verlassen können, dass der Rest der Gemeinschaft ihn durchfüttert, bis sein Auftrag erledigt ist. Der König müsste theoretisch auch jederzeit hingehen können und sagen können: "Dein Haus gehört jetzt mir, ich benötige es, um die Geschichte des Stammes zu lenken. Du musst ausziehen!" Auch hier hat das Subjekt genau eine mögliche Antwort: "Ja, Chief! Mit Freuden!"

Kannst du dir vorstellen, wie viele Menschen, die Faschisten zujubeln, das aus vollem Herzen tun würden? Für den Chief? Für seine Kinder? Für einen noch geringeren Clanbruder? Für eine alleinerziehende Schwester im Geiste? Du siehst, da begeben wir uns auf dünnes Eis bei den ach so sozialen Herren und Damen aus den neuen faschistoiden Gebilden. Aber jetzt kommt's: ICH KANN MEINE SUBJEKTE NICHT GLEICHZEITIG UNTER DEM MANGELGEDANKEN HABEN UND IHNEN ECHTE BRÜDERLICHKEIT ABVERLANGEN! Beides gleichzeitig schließt sich aus. Deswegen musste Yeshua hergehen und es Brote und Fische regnen lassen, um seine Lehre voranzubringen. Er musste beweisen, dass der Mangelgedanke in 99 Prozent aller Fälle Blödsinn ist. Nur so konnte er sich hinstellen und verkünden: "Liebe Kinder, es ist doch alles da, jetzt seid doch einfach lieb zueinander!"

T: Hihi.

[Pause.]

T: Moment mal ...


C: Ja?

T: Das heißt, Yeshua hat gegen alle drei "Gesetze" der Kontrolle verstoßen. Er hat gesagt: (1) Liebe deinen nächsten wie dich selbst. (2) Es gibt keinen Mangel, es ist genug da. Und (3) das Paradies ist genau hier unter deinen Füßen, nicht im Leben danach oder sonstwo.

C: Sehr gut. Genau so ist es. Dafür wurde er gehasst und gefürchtet von den Mächtigen. Die Aufgabe, alle drei Konzepte auf einmal zu ändern, war einfach zu groß. Und die traurige Wahrheit ist: Sie wäre heute noch immer zu groß. Es hat sich nicht viel geändert. Wie es sich damals ganz genau verhalten hat mit den Römern und dem Volk und wer nun ganz genau wen angestachelt hat, bis der Held dieser Geschichte am Kreuz landete, ist egal. Die tiefe, absolut bittere Lehre ist, dass niemand euren Wesenskern verändern kann. Die Inkarnation eines chakralosen Wesens; eines Menschen, der alle seine Chakren ins reine gebracht hat (and then some), hatte keinerlei Chance gegen euer niedrigstes Chakra. Such is the power of fear. Such is the power of fear. Such is the power of fear.

T: Das ist der genau Gegenspruch zu Lilly. Sie sagte nach ihren Ausführungen: Such is the power of love. Such is the power of love. Such is the power of love.

C: So ist es. Full circle, wir schließen den Kreis. Es bedeutet auch, dass eure Entwicklung weder einfach noch unerheblich ist. Jeder, der aus der Urangst aussteigt, die Augen öffnet und sieht, was da Entsetzliches vor seinen Augen geschieht, hat die große Chance zur Umkehr. Heute sind es nicht mehr Menschen, die nach Gutdünken abgeschlachtet oder am Wegesrand gekreuzigt werden. Darüber seid ihr dann doch schon etwas hinaus. Heute zeigen euch die Tiere, wie weit ihr (nicht) gekommen seid.

T: Das werde ich wohl erstmal sacken lassen müssen. Ich danke dir. Es war wunderbar. Bis morgen.

C: Bis morgen.

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