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Der dunkelste Tag im Jahr

21. Dezember 2021


T: Heute ist die längste Nacht des Jahres. Der dunkelste Tag. Wintersonnenwende. Wenn das keine perfekte Voraussetzung für ein Gespräch ist, weiß ich auch nicht.

Herr der Gegenwelt/Anubis: Der heutige Tag steht am Ende des laaaaaaangen Ausatmens der Erde. Es ist der letzte Moment vor dem neuen Atemzug. Die schwärzeste Nacht. Und doch spielt euer Planet nur scheinbar euer Spiel der Dualität mit, denn während auf der einen Hälfte der Erde Winter herrscht, kommt auf der anderen Hälfte der Sommer. In Wirklichkeit bewegt sich Gaia immer recht gut im Gleichgewicht.

T: Vielleicht kommen wir ja heute endlich dazu, über Neid und Todsünden zu sprechen, hm?

HG: Nun ja, es gab eben Wichtigeres, das eingeschoben werden musste. Weißt du jetzt, warum Vorhersagen so überaus schwerfallen?

T: Oh ja, allerdings. Es wird auch heute wieder nichts werden, kann das sein? Es fühlt sich ganz so an ...

HG: [lächelt nervös] Ja, es wird wohl anders kommen. Weil ich dir etwas zeigen möchte.


[Einaudis »Night« spielt. Er wischt das Bild von unserem Raum fort und wir stehen kurz in der leeren weißen Matrix. Dann wechselt das Bild zum All. Wir stehen mitten im All, wie auf einer unsichtbaren Glasplatte. Er macht eine Handbewegung, und die Sterne beginnen, an uns vorbeizuziehen. Als würden wir reisen mit einem Raumschiff. Nebel und wunderbare Farben ziehen vor dem ewig schwarzen Hintergrund an uns vorbei. Er zieht mich heran und wir beginnen, langsam zu tanzen.]

HG: Weißt du, an keinem Abend des Jahres bin ich freier als an diesem. Kein Tag ist mir energetisch näher. Alles scheint vollkommen zur Ruhe zu kommen.

T: Warum schadet es dir nicht, dass ich so nah bin?

HG: Weil wir außerhalb deiner Atmosphäre sind. Es ist für mich wesentlich leichter hier draußen. Ich muss mich vor den wuselnden Energien der Erde in großem Umfang schützen. Das All ist zwar die Wiege aller Götter, aber für niemanden so essenziell wie für mich und Hel.

T: [seufzt] Hättest du doch früher etwas gesagt.


HG: Das darf ich nicht. Es gibt keine Abkürzungen in der geistigen Welt. Die Erfahrung muss gemacht werden. Du musstest erleben, in welchem Maße wir von deinen vorausgesetzten Realitäten beeinflusst werden. Ein kleiner Teil von dir wusste immer, dass es ein Schauspiel ist. Daher auch die vielen Zweifel. Ein Teil von dir wusste, dass all das »Drama« nicht sein müsste. Dein Wort, nicht meines.

[Ich mache ein kurzes Experiment, breche unseren Kontakt und erhöhe meine Frequenz bis in ein starkes Leuchten hinein. Zuerst kann er die Energie noch »veratmen«, dann sind seine Möglichkeiten offensichtlich erschöpft.]

HG: Bitte tu das nicht. Ich habe immer noch meine Grenzen.

[Ich strecke die Arme seitlich aus und lasse sie langsam sinken. Meine Schwingungsfrequenz fällt, mein Herz wird schwer.]

T: Entschuldige. Sag mal, ich könnte dich in die Flucht schlagen mit meinem Licht, oder?

HG: Selbstverständlich. An die meisten Menschen komme ich nicht heran, weil sie aus Angst immer genau das tun, wenn sie mich treffen. Nicht im Rahmen meiner üblichen Arbeit – dem Trauern – sondern wenn solche wie du mir begegnen, die über die übergeordneten Dinge sprechen wollen.

[Wir tanzen weiter, während der Kosmos an uns vorbeifliegt. Jetzt jedoch wesentlich langsamer. Genüsslicher.]


T: Ich möchte ewig bleiben. Ich könnte ewig einfach nur weiter hier zwischen den Sternen mir dir tanzen.

HG: Ich weiß. Weil wir uns gleichen in unseren energetischen Grundzügen, deshalb. Und irgendwann, eines schönen Tages, wirst du vielleicht zu mir zurückkehren, damit unsere gemeinsame Arbeit auf diese Art weitergehen kann. Bis dahin gibt es jedoch noch viele Abenteuer zu erleben und viel von den Welten zu sehen.

T: Hier draußen ist die Anziehung zwischen uns noch stärker, kann das sein?

HG: Ja, das ist ebenfalls ein Effekt. Du fühlst sie nur in ähnlichem Maße, wenn du ein anderes »Child of Anubis« triffst. Ein Mal ist das bereits vorgekommen und ihr habt einander erkannt.

T: Ich weiß genau, wen du meinst. Die Person, die du beschreibst, fürchte ich wie keine andere auf der Welt. Dabei machen mir gewöhnliche Menschen sonst nicht so schnell Angst. Ich kann nur hoffen, dass meine Orakelkarten nicht recht behalten. Dass diese Person nicht im nächsten Jahr wieder auf irgendeine Art in mein Leben kommt. Denn letztes Mal war es eine absolute Katastrophe ...

HG: Aber es war auch sehr lehrreich.

T: Ja, das schon.

HG: Fast so lehrreich wie unsere Zeit, nicht wahr?

T: Mit dem kleinen, aber sehr bedeutenden Unterschied, dass du mein Leben nicht aus den Angeln hebst.

HG: In Ordnung.

T: Wir sollten langsam zurück.

[Er zieht das Bild von den Sternen weg wie ein Tischtuch von einem weißen Tisch. Dann baut er unseren Raum auf einer großen schwarzen Scheibe oder Holzplatte auf – immer noch im All.]

T: Sneaky. Das ist eine gute Idee. Es geht dir so wirklich besser, hm?

HG: Ja, ich habe schon meine Tricks.

T: Sag mal, kann es sein, dass es für dich viel leichter ist, im Alltag nur über Audio mit mir zu sprechen? Ich habe die letzten Tage so oft etwas von dir gehört. Beim Spazierengehen, in ganz normalen Alltagsmomenten. Es macht einen Unterschied, oder?

HG: Macht es einen energetischen Unterschied, bei jemandem zu klingeln, der weit weg wohnt, oder denjenigen »nur« anzurufen?

T: Absolut.

HG: Da hast du deine Antwort.


T: Das ist hochinteressant. Diese »Nur-Audio-Verbindung« möchte ich gerne weiter ausbauen. Mindestens bis Ende des Jahres.

HG: Gern. [Er zieht mich auf den übergroßen Sessel an sich, sodass ich mit dem Rücken an seinem Brustkorb lehne. Der Moment ist perfekt. Ich muss immer wieder daran denken, wie wenige Tage uns bleiben. Die Trauer darüber ist schwer in Worte zu fassen.]

HG: [flüstert] Du gehst immer noch davon aus, dass ich verschwinde und wir nach dieser Zeit quasi nie wieder sprechen? Du weißt doch, dass wir Aspekte nie mehr ganz verschwinden, wenn du uns kennengelernt hast.

[Pink »Miss You Sometime« spielt.]

T: Du hast recht! Oh Gott, du hast recht! Das ist fantastisch!

HG: [schüttelt amüsiert den Kopf] Kleine Scribe, wann wirst du diesen kosmischen Witz endlich durchschauen, dass du nicht alleine bist?

T: [lächelt] Ich glaube, so ganz langsam komme ich dahinter ... Danke.

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