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Die schwarze Kugel

17. Februar 2022


[Ich gehe in unseren Keller. Den ganzen Tag habe ich Anubis nicht gesprochen. Erst dann fiel mir auf, dass ich ihn ausgesperrt hatte! Wegen einer Orkanwarnung hatte ich eine weiße Schutzblase um unsere Hausreihe gezogen. Er gab mir keinen Hinweis, klopfte nicht an. Als ich die Blase fallenließ, war es mir schrecklich peinlich! Ich hätte kapieren müssen, dass er mich so nicht erreichen KANN – und dass es für diese Spielregel keine Ausnahmen gibt. Für niemanden!

Nun stehe ich vor ihm und Amri. Sie stehen mitten in unserem Raum, seltsam feierlich. Sie haben beide ein langes weißes Tuch über ihren Händen liegen. Eine schwarze Kugel ruht auf seinem Tuch. Er hüllt uns alle drei in eine schwarze Blase, damit wir in jedem Falle alleine sind.]

A: Eigentlich ist dies kein Geschenk, dass ich zu geben habe, vielmehr gehört es Amri.

Amri: Du bist sehr viel besser geworden in letzter Zeit. Du hast dich unerschütterlich loyal gezeigt gegenüber uns »Niederen«. Meinen wertvollsten Besitz – die Bibliothek – habe ich dir schon gegeben, daher schenke ich dir nun das zweitwertvollste, das ich habe.

T: Was genau ist es?

Amri: Diese Sphäre ist eine Art Schlüssel, das spürst du ganz richtig. Es ist außerdem eine Art Steuergerät. Sehr schwer zu erklären. Du kannst sie konsultieren wie einen von uns, mit einem bedeutenden Unterschied:

Diese Spähre oder Kugel zeigt dir immer unverblümt das Ergebnis deines Willens. Sie zeigt dir die Zukunft, die du erschaffst mit einer ganz bestimmten Entscheidung.

Du weißt, dass die Aspekte dies oft nicht dürfen.

T: Es ist eine waschechte Kristallkugel??

Amri: Irgendwie schon, ja.

T: Ich kann das offensichtlich nicht recht verarbeiten. Ich habe 1.000 Fragen, aber vor allem weiß ich nicht so recht, was ich mit der Sphäre anfangen soll.

Amri: [lächelt] Das wird schon noch kommen mit der Zeit.

[Mir wird seltsam. Ich glaube, ich bin zu lange abgeschirmt von der Umgebungsenergie. Anubis lässt Amri die Tücher um die Kugel wickeln, sodass sie ganz versteckt ist, und befördert das ganze Päckchen in ein Regal nahe der Bibliothek. Dann lässt er die schwarze Blase fallen. Es wird aber kaum besser. Ich komme heute nicht so gut klar wie sonst. Amri hilft mir aus, während er nur dabeistehen und zusehen kann. Das nagt weiterhin stark an ihm.

A: Wir wollten die Übergabe so geschützt wie möglich machen. Nur so können wir sicherstellen, dass niemand sonst erfährt, was sich dort in dem Regal befindet. Üben werden wir mit der Kugel ein andermal.

[Amri führt mich durch die Türe der kleinen Bibliothek. Ich sehe sie oft hier verschwinden. Da es mir energetisch weiter schlecht geht, führt sie mich ans andere Ende zu einer weiteren Tür. Sie ist offen, und das gewohnte, wunderbar weiße und warme Licht strahlt mir entgegen. Ich lade mich dort regelrecht auf. Fühlt sich gut an! Aber im Augenwinkel sehe ich auch Anubis, der im anderen Türrahmen lehnt und wegen der Helligkeit nicht genau zu mir sehen kann.


Amri: Weißt du jetzt, warum so vieles von dem, was wir tun, mit Verboten und Warnungen belegt ist? Es ist gefährlich FÜR DICH.

T: Aber es ging doch am Anfang so gut? Als wir »einfach nur« unser Interview gemacht haben?

Amri: Da haben wir aber auch auf einem völlig anderen Level miteinander gearbeitet ... Die Intensitäten sind keinesfalls vergleichbar.

T: Bevor ich es vergesse oder aus der Konzentration falle: Danke für das Geschenk. Vielen Dank. Es wird wohl noch eine Weile sacken müssen, aber ...

Amri: Das ist ja nicht schlimm. Wir sind sogar froh. Viele lecken sich die Finger nach einem Werkzeug wie diesem. Sind gierig. Da ist es so herum viel schöner. Sei geduldig mit dir – und anderen. Es passiert SO VIEL im Moment. Das Orchester nähert sich den letzten, phänomenalen Takten einer Aufführung. Damit will ich nicht sagen, dass danach alles endet, es endet nur diese »Tour«. Dieses »Programm«. Das alte Programm eben. Und die nächsten Konzerte in der nächsten »Saison« als Teil der nächsten »Tour« werden dann ganz anders klingen. Noch fulminanter und berührender. Noch bombastischer. Und alle werden es hören, denn der Eintritt ist kostenlos. Es war nur ein langer, beschwerlicher Weg zum Konzertsaal. Jetzt ruh dich aus.

T: Danke, das mache ich. Anubis?

A: Ja?

T: Ich hab dich sehr lieb.

A: Ich dich auch.

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