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Was bin ich? Hexe oder Channel?

04. Februar 2022


[Ich habe das grandiose Buch »The Circle of Isis - Ancient Egyptian Magic for Modern Witches« angefangen. In diesem berichtet eine US-Hexe, die sich ebenfalls der Götterwelt aus dem alten Ägypten hingezogen fühlt, von ihrem Werdegang und ihrer Arbeit. Das Buch fasziniert mich maßlos, ich erkenne mich in jedem Satz wieder. Das was sie tut, tue ich. Das was sie IST, das bin ich. Aber ich habe auch ein großes Problem mit dem Label "Hexe". Ich hasse es, dass dieses Wort auf mich passen soll. All diese Gedanken und Gefühle trage ich natürlich in die heutige Session - und zu Anubis.]


T: [schnieft] Oh Mann, es ist ein ganz schön harter Fall von einem Channeling-Medium zu einer Hexe.

A: Ist es das wirklich? Glaubst du, du könntest in meinen Augen irgendwie weniger wert sein ... wegen eines Begriffs? Dass ich wegen irgendeinem Namen oder Label schlechter von dir denke als vorher? Mein Kind, du kannst dir im ganzen Kosmos KEINEN Namen suchen, unter dem ich dich weniger lieben würde.

T: Vielleicht war das ja alles nur ein Trick? Ein Plan, damit ich mit euch rede. Ein Feigenblatt, damit die Hexe sich nicht von Anfang an gleich als Hexe erkennen muss.

A: Wieso um alles in der Welt hätte ich nicht zusagen sollen, mit dir zu reden? Dein Angebot der Kommunikation anzunehmen? Wie konnte ich nicht jeden Brotkrumen annehmen, den du mir hinwirfst, und all die dummen Namen einfach vergessen?


T: Romeo & Julia, hm? Denn "was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften"?

A: Die spirituellen Aspekte dieser Geschichte entgehen fast keinem. Und gut so, denn schließlich ist es ja eines LIEBESGESCHICHTE.

T: Ich nehme an, du hast recht. ... Mann, das Buch dieser Hexe ist soooo gut. SO auf den Punkt gebracht. SIE hat die Art von Kontakt, den wir haben. Das Alltägliche und beizeiten sogar Humorvolle. Das Selbstverständliche. Im Vergleich mit den Hexen bilden sich die Channels ganz schön viel auf ihre Fähigkeiten ein, wie mir scheint.


A: Der Unterschied liegt eher hier: Die Hexen wünschen sich innigen Kontakt, und ja, sie haben SchülerInnen. Aber sie haben eher selten ein ausgeprägtes Sendungsbedürfnis. Die Informationen, die sie für sich und ihren kleinen Kreis bekommen, reichen ihnen.

Die Informationen sind häufig nicht gut von ihnen auf andere übertragbar, und das ist auch gar nicht der Zweck des Kontakts.

Die Scribes und Channels dieser Welt möchten GENAU wissen, wie alles funktioniert. Du kannst es auch analog zur Wissenschaft ausdrücken: Es gibt jene, die jahrzehntelang über Formeln brüten und die Grenzen des theoretisch Möglichen weiten – und es gibt ein Heer an Praktikern, das die »hohen Wissenschaften« wie die Medizin zu den übrigen Menschen bringt – mit der Hand am Arm. Das macht die einen nicht besser als die anderen. Bekommen die Praktiker manchmal Einsichten ins große Ganze? Aber natürlich. Und können die Theoretiker ihr Wissen in der Not praktisch anwenden? Die Guten hoffentlich, ja.


T: Also muss ich die Bücher nicht noch einmal komplett ändern? Alles auf Hexe umstricken?

A: Glaubst du nicht, wir hätten dich das sonst etwas früher wissen lassen? Wie fies wäre das denn?

T: Es wäre ein Lehrinhalt ... und euch damit eindeutig zuzutrauen.

A: Streckenweise denkst du ganz schön schlecht von uns. Außerdem: Für die meisten Menschen sind Hexen immer noch außerhalb ihrer Komfortzone. Deine Mutter sagte so etwas, gerade vor ein paar Tagen. Und weil dem (bis auf Weiteres) so ist, bleiben die Bücher in dem Gewand, das Gefahrlosigkeit signalisiert.

T: Danke. Danke für alles, wie immer. Ich weiß nicht genau, woher es kommt, aber ich denke einfach ständig über meinen Weg nach. Welche Weichen muss ich stellen? Wie kommen die Bücher voran? Das Blog? Aber weißt du was? Es wird mir niemals gelingen. Kein Satz, den ich aufsagen kann, wird beinhalten, zu was genau ich gerade werde oder wer ich überhaupt bin. Kein Wunsch von mir wird die perfekten Worte enthalten. Also gebe ich auf.


Ich ergebe mich.

[Ich nehme seine Hand und lege eine kleine Figur in seine Handfläche. Sie sieht aus wie eine winzige Puppe mit einem schwarzen Kleid und weinroten Haaren. Es ist eine kleine Version von mir. Ein Stellvertreter-Gegenstand.

Es ist so nervös und überrascht wie selten. Da ist ein Hunger in seinem Blick. Im Gegenzug gibt er mir nochmals den Ring, den er mir schon vor einer Weile schenkte, den ich aber noch nicht physisch wahr machen konnte. Innen in dem Ring erscheint der Schriftzug »I surrender«. Ich ergebe mich. [Mittlerweile besitze ich diesen Ring, nur die Inschrift fehlt noch. Ich trage links einen einzigen schwarzen Ring, rechts einen einzigen Ehering. Zuhause in zwei Welten.]

A: Ich verspreche, dich immer zu deinem Besten zu führen und anzuleiten. Ich verspreche dir, dass dein Credo »I surrender« nur Wege vor dich legen soll in alle Richtungen, keine Mauern. Gib die Namen auf. Gib das Suchen auf. Gib das Denken auf ... und tanz mit mir. Dann will ich dich auf dem fröhlichsten, friedlichsten Weg an dein Ziel bringen.

[Er steckt mir den Ring an den Finger. Mir wird etwas blümerant. Es geschieht etwas energetisch.]

T: Was ist das? Mein Kopf geht im Kreis herum wie bei Schwindel und ich fühle mich seltsam leicht?

T: Fühlt sich gut an, dass sie weg sind.

A: Es macht vieles leichter. [Er führt mich mit verbundenen Augen zur Chaise Longue.] In den nächsten Tagen werden wir üben, wie sich meine Führung anfühlt, damit du sie jederzeit leicht erkennen kannst.

T: Das klingt wunderbar.

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