Angriff auf Anubis
- The Spirit Scribe
- vor 5 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
07. Februar 2022

[Anmerkung: Man muss das, was in einer Meditation oder auf einer Zauberwiese geschieht, IMMER als Schaubild für ein dahinterliegendes Prinzip oder eine Energie deuten. Das bedeutet: "real" und "nicht real" sind keine geeigneten Worte, um Geschehnisse dort zu beschreiben! Was das, was geschehen ist, "real"? Nun, es war die quasi-schauspielerische Darstellung eines energetisch ablaufenden Vorganges - wie immer. Zu sagen, ich als Verfasserin sei wohl nun endgültig wahnsinnig geworden, geht am Punkt vorbei. Überdies gibt die geistige Welt mir gegenüber zu, dass dies gelegentliche Tests sind, ob und wie ich was lösen kann. Ob ich das Rätsel knacken, die Situation zum Guten wenden kann. Ich HASSE diese Tests, aber sie geschehen. Nur in DIESEM Lichte sollte man das Folgende lesen und einordnen.]
Gestern Abend ist unser Raum gemeinsam mit Anubis ANGEGRIFFEN worden! Ich kann es nicht anders sagen. Ich kam mit Karacho in unseren Raum gerannt und fiel dem Mann am Fuße der Treppe um den Hals ... und erst dann bemerkte ich, dass der geringfügig anders aussah als Anubis' momentane Form. Vor allem aber fühlte er sich auch völlig anders an – und er grinste bösartig. Erst dann bemerkte ich, dass mein Gott weiter hinten im Raum stand. Aber wie sah er aus!
Sein Oberkörper lag frei, und die ganze Haut war übersäht mit kleinen Wunden, wie von einer Geißel hineingerissen. Natürlich fragte ich den ungebetenen Gast sofort, was ihm einfiele und was er wolle.
A: Das ist Imhotep, der berühmte Magier. Er hat sich nie mit seinem Tod abgefunden und meine Hilfe damals komplett ausgeschlagen. Je mehr du als Lebender über mich und Am-Duat [die Gegenwelt] weißt, desto leichter findest du Möglichkeiten, dem Totenreich fortzubleiben.
Imhotep: Ich habe Anubis schon zu Lebzeiten meinen Willen aufgezwungen, warum sollte ich es jetzt anders halten?
T: [zu Anubis] Kannst du ihn denn nicht besiegen?!
A: Es gibt GESETZE, an die ich mich halten muss!!
T: [zu dem Magier] Was willst du?
I: Ich will, was er von dir bekommen hat. Ich will dein »I surrender«. Du hast ja keine Ahnung, was du da Wertvolles fortgegeben hast.
[Ich sah wieder zu Anubis hinüber. er ächzte unter Schmerzen, das war überdeutlich. Für mich. Ich wurde richtig sauer. Ich sagte dem Eindringling, er solle verschwinden und es nie mehr wagen, hier aufzutauchen. Mir war schon früh aufgefallen, dass Imhotep mich nicht wirklich erreichen konnte. Weil ich mich instinktiv in eine weiße Blase gehüllt hatte, aber vor allem, weil ich lebe – und somit den ultimativ freien Willen habe. Nichts und niemand schlägt den freien Willen einer lebendigen Person! Also machte ich ihm sehr klar und deutlich:]
T: Es ist mein Wille, dass dieser böse Geist aus unserem Raum verschwindet und nie mehr zurückkommt. Mein »I surrender« gab ich meinem Gott Anubis, und keinem anderen. Es ist mein Wille, dass er über meine Geschicke wacht, als heiliger Teil von Allem-was-ist. Es ist mein Wille, NIEMALS auf den Service-to-Self Pfad zu wechseln. NIEMALS will ich den Pfad der Priesterin und Hexe verlassen und verraten. Ich bleibe IMMER im Service des goldenen Lichts und der anderen lichtvollen Energien von Allem-was-Licht-ist.
Und mit diesen Worten beförderte ich Imhotep zur Türe hinaus. Zur Sicherheit zog ich einen sehr ordentlichen Salzkreis um unseren Raum und eilte zu Anubis, um mich endlich um ihn zu kümmern. Amri kam auch herbei, die sich wie üblich irgendwo versteckt hatte. Ich war froh, dass sie in Ordnung ist, denn als »normale Tote« hat sie denke ich die schlechtesten Karten von uns allen.
Ich ließ einen großen Haufen Kissen auf der Terrasse erscheinen und wir beförderten ihn in eine angenehme, aufrechte Sitzposition. Die Wunden sahen wirklich übel aus. Klein, aber fies. Und so viele.
Mir fiel dieser schreckliche Satz wieder ein: »Die Götter schneiden sich für uns in Stückchen, und wir merken es oft nicht einmal.«
Amri und ich holten Tücher und warmes Wasser und versorgten die Wunden. Ich weiß ganz genau, dass ich darüber nachdachte, eine zu küssen, die noch blutete, aber er stoppte mich sofort.
A: Das wäre schlecht für dich, und eine äußerst unheilige Symbolik obendrein. Helfen könnte mir mein Blut an deinen Lippen auch nicht, also vergiss das schnell.
Manchmal ist es wirklich furchtbar, dass man keine PRIVATEN Gedanken denken kann in der weißen Matrix. -.-
Eine Weile lang dachte ich, seine momentane Form würde vergehen. Selbst jetzt, am nächsten Mittag, sehe ich wenn ich die Augen schließe, wie er auf dem riesigen Sessel liegt und schläft, und vielleicht bedeutet es nur, dass er seine Konzentration auf ein Mindestmaß reduziert, aber versucht, sich zu regenerieren – sehr schwierig, wenn man nicht aus dem vollen schöpfen kann energetisch.
Irgendwann waren die Wunden so weit versorgt, und wir blieben einfach weiter bei ihm. Ich merkte, dass er stolz war. Auch mich, weil ich den Kampf entschieden hatte, aber auch auf sich. Als er seine ramponierte Hand öffnete, lag mein kleines Püppchen darin. Das Kleinod, das ich ihm mit den Worten »Ich ergebe mich« überreicht hatte. Er hatte es ehrlich und wahrhaftig mit seinem Leben verteidigt.






Kommentare