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Das handschriftliche Werk


29.12.2020


T: Ich habe bis gerade eben an [dieser] Webseite gearbeitet, Weihnachtsurlaub sei Dank. So langsam gefällt sie mir richtig!

M: Oh, uns gefiel sie von Anfang an. Seit es bei dir Klick gemacht hat und deine Wahl auf einen Anbieter von Webseitenplatz gefallen war.


T: Mein Gott, nur noch zwei Tage, dann ist dieses Wahnsinnsjahr rum. Und die Challenge. Einerseits habe ich dem Tag entgegengefiebert, und andererseits kann ich nicht fassen, dass diese »Initialzündung« nun vorbei sein soll.

M: Na ja, irgendwann müssen auch die faszinierendsten Sachen mal ein Ende finden. Und wie wir schon mehrfach festgestellt hatten, beenden wir ja nicht wirklich etwas. Ganz im Gegenteil.

T: Ich schwöre dir, wenn dieses Blog am Ende im Netz herumdümpelt und niemand es jemals besucht, ich raste aus ...

M: Zu einem guten Teil hängt das von deinem Einsatz im nächsten Jahr ab. Will heißen: Du musst deine Social-Media-Auftritte etwas umstricken, um dort weiterhin unsere Zitate zu posten und vielleicht auch mal die eine oder andere Werbung schalten. Du musst für dich selbst PR machen. Schamlos und oft. Sei frech. Sprich das Fernsehen und das Radio an. Verkünde, wer und was du bist – und vor allem natürlich, welche Nachrichten du im Gepäck hast.


[London Grammars »Wasting my Young Years« spielt.]

T: Treffend. Dieses Lied berührt mich sehr. Die Sängerin hat es höchstwahrscheinlich gemacht, um ihren Kritikern – wahrscheinlich sogar innerhalb der Familie – mal die Leviten zu lesen. Ja, VIELLEICHT verschwende ich mit dieser Sache meine Zeit, so singt sie. Meine Jugend. Vielleicht aber auch nicht. Und jetzt ist sie weltberühmt und jeder leckt sich die Finger, sie hören zu dürfen. Tja.

M: Selbst wenn sie nur ein kleiner, erlesener Kreis gehört hätte. Selbst wenn nur Gott sie gehört hätte, weil nie eine CD entstand und sie »zum Singen in den Keller ging«, dann wäre ihr Tun ein erfolgreiches gewesen. Denn sie folgt deinem Spruch! »Only in creating, I follow my cause. Only in creating, I am calm.« Wie ich schon ausführte, bin ich für die Schöpfung der Werke zuständig. Für das TUN. Nicht für die massenhafte Verbreitung. Stell dir mal vor, van Gogh hätte nach dem zweiten Bild aufgehört, zu malen, weil sich nichts verkaufte. Wie arm wäre eure Welt. Stell dir mal vor, Herr Disney hätte auf die Banker gehört und seinen Traum vom Märchenschloss-Themenpark begraben. Wie arm wäre eure Welt. Stell dir mal vor, Mozart hätte fünf seiner Opern in den Kamin befördert. Du weißt es, und ich weiß es auch, es war ihm durchaus zuzutrauen. Wie arm wäre eure Welt. Manche Dinge brauchen ZEIT. Mehr Zeit, als ihr Menschen in einem Rutsch [innerhalb eines Lebens] aufbringen könnt, zugegeben. Frag Tolkien.

T: Ach, da wäre noch mehr gewesen?

M: Machst du Witze? Er hatte eine Connection zu uns, so wie du. Was meinst du denn, warum seine Legenden so erfolgreich sind?

T: Ich muss es ja leider einmal mehr zugeben ... ich habe noch nie etwas von Tolkien zu Ende gelesen. Ich weiß nicht, warum.

M: Weil seine Elfen nicht zu deinen Elfen werden sollten.

T: Sprechen wir denn alle mit den gleichen Elfen am Ende des Tages? Ist Elhin auch Legolas und Trel auch Galadriel?

M: Und wenn es so wäre?

T: [kichert] Dann könnte ich endlich schamlos sein Bildmaterial für meine Zwecke verwenden.

M: Ha! Deine Elfen werden schon noch ihre eigenen Darstellungen erhalten. Wie ich schon sagte: Gib der Sache etwas Zeit. Meinst du, Vivaldi hat ernsthaft darüber nachgedacht, wem seine Notenblätter mal in die Hände fallen?



T: Ich denke mal nicht. Man kann es ja nicht wissen.

M: Richtig. Aber man kann seine Sachen ordentlich archivieren! Wir treiben dich nicht ohne Grund an, stundenlang in leere, hochwertige und gut geschützte Notizbücher zu schreiben. Ihr glaubt immer, Bits und Bytes bleiben und Handschrift verschwindet oder verbrennt. Lass mich dir sagen: In 99 Prozent der Fälle ist es bis dato andersherum. Das ist ein reiner Erfahrungswert von uns. Und hol endlich die gottverdammte feuerfeste Kiste von deinem Speicher!

T: Ist ja gut, ist ja gut. Ich hatte lange mit dem Gedanken gespielt, mir einen feuerfesten Safe zu kaufen und darin meine wichtigsten Notizbücher aufzubewahren – darunter natürlich die bisher sechs »Challenge«-Notizbücher. Aber dann fand ich eine mittelgroße Alukiste auf meinem Dach, die meine Eltern angeschafft haben müssen. Und sofort dachte ich mir: »Definitiv besser als nichts!«

M: Sehr richtig! Du fühlst dich völlig zurecht so, als seien diese Handschriften heilig. Sie sind es! Nicht nur dir, sondern auch uns!

T: Was wird mit ihnen geschehen, wenn ich mal nicht mehr bin?

M: Du weißt genau, dass ich dir das nicht sagen darf. Es muss dir genügen, wenn ich dir sage: PASS DARAUF AUF WIE AUF DEIN KIND!

T: Das werde ich. Ich schwöre es.

M: Sehr gut. Sie müssen bestehen bleiben, come hell or high water.


Mittlerweile bin ich tatsächlich damit fertig, jeden einzelnen Tag der Channeling-Challenge 2020 handschriftlich in ein Notizbuch zu übertragen. Gerade beim November dauerte das wegen der AUDIO-Aufnahmen über ein Jahr. Nun besitze ich acht volle Notizbücher von den sieben Aspekten, und ich muss sagen, ich sehe sie tatsächlich als heilig an.

[v.l.n.r.:] Channeling-Notizen mit Elfen (gelb), Jormungandr (Hieroglyphen), Harpyie & Lilly (rot), Meister Kei Yu (lila), Rat der Farben (Wal-Notizbuch und Rosetta-Stein-Notizbuch), Muse ("together" Notizbuch + "Baum"-Notizbuch).

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