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Die versteckten Channels




28. Januar 2021


T: Zu allererst möchte ich mich entschuldigen, dass ich gestern nicht da war. Es war so viel los – arbeiten, Leif daheim wie so lange schon und abends das erste von drei Interviews über die Channelling-Challenge!

C: *grinst* und, gefällt dir das Feedback?

T: Aber holla! :D Seit das Interview auf Facebook gepostet wurde, macht es im Abstand weniger Minuten auf meinem Handy *ding* und ich bekomme eine Mail, dass sich noch jemand bei meinem Newsletter angemeldet hat. Das fühlt sich irre an!! Die Leute haben nichts als schöne Worte für mich und mein Projekt übrig. Und natürlich möchte mich keiner auf dem Scheiterhaufen wissen. Selbstverständlich war meinem logischen Hirn das klar, aber dem gebrannten Kind eben nicht ...

C: Wenn du glaubst, dieses Level an Feedback ist das höchste, das wir in deine Richtung spülen können, dann lass mich dir gesagt sein, dass wir hierfür weniger als »den kleinen Finger rühren« mussten, um mal bei einem menschlichen Bild zu bleiben. Glaub mir, wir haben starke Arme, wenn es darauf ankommt.


T: Das glaube ich. Es passiert SO viel die letzten Tage, es ist unfassbar. Erst finde ich diesen absolut coolen Youtube-Channel, wo das »Law of One« zusammengefasst wird von Aaron Abke. Dann diese abgefahrene Sache mit der Panne und heute klebte an meiner Autoscheibe die ganze Zeit ein Stück Moos mit Erde, das genau so aussah wie ein kleiner Baumelf oder ein wohlmeinendes Wesen, das meine Reise begleitet. Ich musste sofort ein Foto machen. :)

C: Da du es gestern versäumt hast, musst du diese Geschichte mit dem bockigen Auto bitte heute niederschreiben. Nicht für mich, das weißt du.

T: Aber für mich – und die eventuellen Leser, die es für dieses Material mit ziemlicher Sicherheit auch irgendwann geben wird. ;)

C: So ist es. Also, erzähl uns von diesem »Zufall«.

T: Im Moment ist ja Lockdown und mein Mann und ich halten uns auch wirklich dran, so gut es geht. So selten wie möglich einkaufen etc. Aber in letzter Zeit ticke ich eben doch auch phasenweise aus, und vor zwei Tagen war es mal wieder so weit. Normalerweise gehe ich kleine Sachen wie ein Brot oder mal ein Stück Kuchen für den Tag zu Fuß einkaufen, denn um mich herum sind jede Menge Bäcker und Co. Aber nein, es sollte unbedingt der Bäcker etwas weiter weg sein, also bin ich mit dem Auto gefahren zu einer Zeit, in der normale Menschen über Abendessen statt Kuchen nachdenken. Auf dem Weg dort hin bemerke ich, dass eine Frau mittleren Alters mit ihrem Auto auf der Kreuzung liegen geblieben ist. Als Ex-Autoclub-Mitarbeiterin halte ich sehr oft an bei so etwas. Weil viele zu nah am Auto stehen bleiben, sich selbst gefährden, und so weiter. Also bin ich ran gefahren, habe sie auf dem Grünstreifen neben dem Verkehr in ein Gespräch verwickelt und solche Dinge. Der ADAC war glücklicherweise schon unterwegs, aber ca. 30 Minuten würde sie dort wohl nun in der Kälte stehen. Wie das so ist, kamen wir darauf, dass sie Heilpraktikerin ist und mit Corona so ihre fachlichen Probleme hat, aber sei’s drum. Sie hatte sich gut genug im Griff, um zu bemerken, wie sie das Thema triggert. Und seltsamerweise war ich in ihrer Gegenwart so gesammelt und sicher – ich wusste ja, ich habe es nicht mit einer extremen Exoterikerin [einer Anhängerin des maschinistischen Weltbildes] zu tun – dass ich erzählt habe, was ich so mache. Von »The Spirit Scribe« und dem Channelling 2020. Und sie war vollauf begeistert von dem ganzen Thema. Sie konnte es kaum fassen, wie wir »zufällig« (haha) ineinandergelaufen sind. Am Ende habe ich ihr meine Webadresse aufgeschrieben und sie meinte, sie wolle sich das alles unbedingt mal ansehen. Der ADAC kam, ich fuhr mein Stück Kuchen holen und die Welt war für uns beide plötzlich irgendwie ... anders. Wie das immer so ist, wenn man die Verkettung von »Zufällen« gar nicht fassen kann, die einen an einem bestimmten Ort mit einer bestimmten Person zusammenbringt. Ich bin gespannt, ob sie sich wirklich bald mal meldet. Aber jetzt, nach dem Interview, haben sich auch andere sofort gemeldet, denn immerhin habe ich aktiv gesagt, dass ich Gleichgesinnte suche. Andere Channels. Tut mir leid, dass alles so lang geworden ist. Eigentlich möchte ICH ja DIR zuhören und nicht anders herum, aber es war schon wichtig, das alles mal festzuhalten. In sechs Monaten werde ich noch immer so sehr über diese Dinge lachen.

C: Vielleicht allerdings aus ganz neuen Gründen.

T: Ja!


C: Wir haben dir doch gesagt, der »need« ist riesig. Die Zahl an begabten Channels, die sich noch nicht trauen, ihr Gesicht zu zeigen, übersteigt die Zahl der bekannten Channels um den Faktor 10, meine Liebe! Es kann nicht sein, dass jeder kleine Ort seinen Elektriker hat und seinen Bäcker, aber nicht seinen natürlich begabten Druiden oder seine Priesterin! Dieser Zustand KANN NICHT so bleiben, ihr kommt »in Teufels Küche«, wie ihr treffend sagt. Will heißen, eure Probleme werden nur noch wachsen. Du kannst kein Haus bauen mit fünfzehn Bambusstangen als Gerüst. Du brauchst hunderte – je nach Gebäude sogar tausende – um ein ordentliches Baugerüst zu schaffen, auf dem sich bequem und sicher arbeiten lässt.

T: Manchmal fürchte ich schon, dass du von Krieg sprichst oder Verwüstung.

C: Es ist doch schon alles verwüstet, wenn wir ehrlich sind. Aber in euch noch schlimmer als außerhalb. Wenn gehässige Leute sagen: »Jeder heutzutage hat Burnout oder Kindheitstrauma oder Trigger oder Depression oder oder oder«, dann haben sie bedauerlicherweise recht (aber noch lange nicht das Recht, darüber herzuziehen.) Der Krieg und die Verwüstung sind doch schon da. Aber nicht nur in Form von Krieg und Hunger, sondern im reichen Teil der Welt auch als Krieg Mensch gegen Mensch, Familie gegen Familie, Firma gegen Firma. Das ist Verwüstung, die Frequenz schwingt nur geringfügig höher. Die Channels, die sich nicht heraustrauen, sind wie solche Menschen, die sagen: »Ich kann nichts gegen das Leerfischen der Meere tun ganz allein.« Doch, verdammt, man kann keine toten Fische kaufen! Ja, auch als Einzelner. Weil der Spruch stimmt, dass 8 Milliarden Menschen sagen: »Es ist doch nur ein Fisch. Eine Plastiktüte. Ein Steak.« Die Skala ist WICHTIG. Natürlich sind sie gebrannte Kinder – wie du. Umso wichtiger, dass du ihnen zeigst: »Wir lassen uns nicht mehr verbrennen!«

T: Du liebe Güte, das hat starke Ähnlichkeit mit Jeanne D’Arc.

C: Sie ist nur eines von Millionen Beispielen, wenn auch zurecht ein berühmtes. Jeanne war nicht perfekt, aber das müsst ihr auch nicht sein. Ihr müsst einfach nur euren Weg gehen.

T: Sie ist gescheitert ...


C: Sagt wer, du? Die Geschichte? Die Politik? Sie hat ganz genau das erreicht, was sie erreichen wollte. Sie ist ihrer Überzeugung gefolgt und hat ein System aufgedeckt, dass immer gegen dich sein wird, völlig egal, wer dein Auftraggeber ist – selbst wenn der Gott heißt. (Nun ist JEDERMANNS Auftraggeber Gott, aber das behandeln wir ein anderes Mal.) Sie hat »ihr Ding gemacht«, und sie schöpft noch heute von dieser Erfahrung, wenn ich das sagen darf.

T: Du kannst uns aber schwerlich vorwerfen, dass wir versuchen, uns beim nächsten Mal nicht umbringen zu lassen. Egal, ob man Jeanne heißt oder Tanja.

C: Und hier kommt der absolut grausame Punkt an der Sache: Karma hat keine Ahnung, dass sich der Planet weiter gedreht hat. Karma handelt nach Gesetzen, die (teilweise) vor hunderten oder tausenden von Jahren abgeschafft, oder mindestens abgeschwächt wurden. Natürlich kannst du heute am Pranger landen. Aber eben »nur« im Internet-Pranger, nicht an dem echten auf dem Marktplatz, wo jedermann dich anspucken, mit Dingen bewerfen – oder übrigens auch vergewaltigen – durfte, wie es ihm beliebt. Ein Tag Pranger war ein Tag Vogelfreiheit. Öffentliche Folter. Glücklicherweise seid ihr mehrheitlich über dieses Stadium hinaus.


T: Tut mir leid, unser Timer ist abgelaufen. Und ehrlich gesagt will ich mir das auch gar nicht vorstellen müssen. Menschen waren und sind wirklich widerlich zueinander.

C: Wundert es dich da, dass manche Menschen in den Wald gehen und nie wieder daraus hervorkommen?

T: Nein, das hat mich noch nie wirklich gewundert. Ich konnte diese Leute schon immer bestens verstehen, ich bin selbst vom Typ her Eremit, würde ich sagen. Sehr, sehr glücklich allein. Na ja ... an menschlichem Kontakt ...

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