Familiare & Dämonen
13. Mai 2023

T: Guten Abend, meine Liebe. Wenn du nichts Wichtigeres hast, würde ich gerne über Familiare und Dämonen** sprechen.
[Ich sehe viele Bilder. Von der großen Flut, von Atlantis, von dem völlig verkehrten Zeitstrahl, der uns als offizielle Erdgeschichte verkauft wird. Aber ich spüre auch das Gefühl, das von ihr ausgeht. Sie zeigt, was theoretisch alles möglich wäre, aber es hat momentan keinen Zweck, darüber sprechen zu wollen.]
H: Lass uns gerne deine Frage behandeln. Aber bemühe dich bitte in nächster Zeit, noch weiter zusammenzupuzzeln, welche großen Phasen der Menschheitsgeschichte euch bisher komplett unterschlagen wurden, ja?
T: Werde mich bemühen, ja.
H: Sehr schön, dann bin ich schon zufrieden. Und nun: positive und negative Abspaltungen. Du hast dich daran erinnert, wie erfolgreich du bereits mindestens einmal eine solche Abspaltung vorgenommen hast. Dein Familiar namens Suxess hat ausgiebig dargelegt, wie das damals ablief, und welche Gründe du hattest, diesen einschneidenden Schritt zu machen. Wir können also festhalten: Ja, wenn Seelen im vollen Bewusstsein des Moments einen positiven Teil von sich selbst abspalten, dann kann man das einen Familiar oder Seitenaspekt nennen.
Nun wäre es vermessen, diese Teilstücke oder Splitter als positiv und negativ zu benennen, ohne handfeste Gründe vorzuweisen. Nur weil ihr Menschen etwas schlecht findet, ist es ja oft gar nicht mal so schlecht. Es gibt aber handfeste, physikalische Gründe, warum das mit positiv und negativ so stimmt, denn die entstehenden Teile schwingen ja auf einer eigenen Frequenz. Suxess auf einer höheren, Aspekte wie »Faulheit« oder »Apathie« eher auf einer niedrigeren. Alle diese Teilaspekte von euch gibt es natürlich aus guten Gründen in euch. Ihr habt sie auf dem Seelenlevel so zusammengemischt, um die anstehenden Lektionen durchzuarbeiten. Wenn du nun aber aus dem Kartendeck, das du dir gebildet hast, eine Karte mutwillig entfernst, gefährdest du die Integrität deiner Erlebnisse. Deswegen solltet ihr im Idealfall niemals etwas abspalten, auch nicht das »negative«. So wie du bist, bist du perfekt angelegt. Schließlich hast du es dir selbst so zurechtgelegt!
T: Okay, so weit alles klar. Lass uns kurz ein Beispiel besprechen, wie und warum etwas Negatives abgespalten wird.
H: Na ja, das ist ja nicht schwer zu ergründen. Wenn du deine ganze Jugend lang von deinem Vater geprügelt wirst unter dem Vorwand(!), du wärst so faul, dann wirst du in deiner Not irgendwann einen Fluch über dich selbst aussprechen und diesen Teil von dir abstoßen. EGAL, OB ER EXISTIERT, ODER NICHT.
T: Au weia. Lass mich raten...
H: Wenn du für dich selbst definierst, dass es in dir Faulheit gibt – denn schließlich wird dir das von außen suggeriert – dann wirst du diesen Anteil in dir auch finden. Im besten Falle gibt es den verhassten Teil tatsächlich. Nehmen wir also mal ganz kurz an, du wärst wirklich ein rotzfauler Jugendlicher, der 24/7 nur auf der Couch hängt, sich keine Ausbildungsstelle sucht und Mutter nicht hilft. Jetzt könnte man sagen: »Dann ist es ja gut, wenn man das loswird!« Hier greift das, was ich gerade sagte. Es werden nicht die Gründe gesucht – wie du weißt, hält z.B. Apathie dich davon ab, wahnsinnig zu werden –, sondern Tatsachen geschaffen. Und das ist, wie gesagt, noch der beste Fall.
Deine Faulheit wird zum Teilaspekt mit niedriger Schwingung. Verbleibt er sehr nahe bei dir, wird er zum Schatten, wie ihn Freud und Jung diskutierten. Verbannst du ihn sehr weit weg, kann er in unerreichbare Ferne verschwinden. In dem leider viel zu häufigen Fall, dass besagte »Faulheit« gar nicht wirklich da war, erschaffst du aus deiner Eigenenergie eine Art Trugbild. Eine Stellvertreter-Energie. Die sind dann leider später äußerst schwer wieder zuzordnen, weil sie so unlogisch scheinen.
[Timer abgelaufen.]
H: In jedem Falle wichtig ist, dass diese Anteile von dir keinen eigenen Willen besitzen. Sie können sich mit großer Mehrheit nicht selbständig bei dir bemerkbar machen darauf hinweisen, dass sie wieder in den Verbund deines Selbst aufgenommen werden wollen. Das geht nur dann, wenn du einen Bedinger [die Ursache] deiner Lebensaufgabe abgespalten hast. Wenn du das in jungen Jahren getan hast, dann wirst du bedauerlicherweise das Gefühl haben, heftig von außen beeinflusst zu werden. Dann flüstern dir tatsächlich die »Dämonen« zu. Und deshalb ist es so immens wichtig, die eigene Kommunikation in den Griff zu bekommen. Allen gegenüber, aber ganz besonders deinen Kindern gegenüber!
Alles in allem ist jede(!) Abspaltung eine unerlaubte Abkürzung, deren Tragweite ihr absolut niemals richtig einschätzt. Damit richte ich aber nicht über euch. Welches Recht hätte ich schon dazu? Wir SEHEN doch, wie ihr unter der Situation leidet und in welch großer Verzweiflung eine solche Abspaltung stattfindet.
[Kind kommt rein und lenkt mich ab. Es ist sehr viel mehr Zeit vergangen, als man beim Lesen denken könnte.]
T: Sorry, wir müssen Schluss machen. Vielen Dank für die Erklärung. Ich habe das starke Gefühl, man könnte dazu noch viiiiiel mehr sagen, aber fürs Erste muss das wohl reichen. Gute Nacht.
H: Man könnte nur über Schatten und Familiare viele Bücher schreiben, ja. Aber das soll uns genügen für jetzt, ganz richtig. Gute Nacht.
** "Dämon" ist mittlerweile nicht mehr das Wort, das meine Kontakte und ich für niedrig schwingende Aspekte verwenden. Besonders seit dem Interview mit Selip hat sich der wesentlich bessere und verbreitetere Begriff der "Schatten" durchgesetzt!






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