Graz 2026, Abend I: Meine Namen, meine Hilfe
- The Spirit Scribe
- vor 11 Stunden
- 22 Min. Lesezeit

Anubis: Willkommen. Mein Name ist Anubis. Danke, dass ihr hier seid. Stellt euch vor, ich bin wirklich und wahrhaftig direkt in eurer Mitte. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch vorstellen, dass wir alle gemeinsam an einem Lagerfeuer sitzen, und um uns leuchten die Sterne.
Kommt einfach an. Und glaubt, dass es möglich ist, dass ihr und ich einfach gemeinsam beisammensitzen und reden. Lasst euch niemals einreden, ihr könntet die Götter nicht direkt erreichen.
Das ist nicht wahr. Du wirst allmählich feststellen, wahrscheinlich, dass sich die Energie in diesem Raum anpasst. Sie passt sich an euch an, aber sie passt sich vor allem an mich an.
Man kann mich nicht sprechen im Sonnenlicht. Man kann mich aber sprechen an einem schönen Lagerfeuer. Obwohl es nicht gelehrt wird, bin ich einer der zugänglichsten Götter überhaupt.
Und das soll nicht heißen, dass meine Geschwister aus dem Licht nicht ebenso zugänglich sind. Aber ihr Menschen erreicht mich – Anubis, Hades – besonders leicht. Denn ihr seid Wesen, die trauern können.
Und die im Verlauf ihres Lebens mit Sicherheit irgendetwas oder irgendjemanden betrauern werden. Das Spiel eures Lebens ist gezinkt in meine Richtung. Und das ist in Ordnung so.
Ihr und ich, wir kennen uns. Weil es nicht gelehrt wird, bin ich sehr vorsichtig, diesen Raum für euch zu bereiten. Weil euch nicht gelehrt wird, dass das gänzlich Ruhige, das Gänzlich Geborgene und ja, auch das Annähernd Dunkle euch zum Vorteil gereicht.
Was bin ich? Ich bin die Weite des Kosmos. Ich bin die Kälte im All. Ich bin der Wald jenseits des [Lager-]Feuers. Und ich bin die Erde, in die du zurückkehrst. Der Tod mag vor mir gehen, aber der Trost liegt in meinen Fußstapfen. Und ich nehme dich bei der Hand, wann immer du dir das wünschst.
Ihr habt gelernt, Gott, das Universum, die Sonne, die Engel, zu fragen und zu rufen, wenn es euch gut, besser oder am besten geht. Ihr habt nicht gesagt bekommen, dass die Hohen Engel euch weniger gut helfen können, wenn ihr verzweifelt seid, wenn ihr trauert, wenn ihr etwas verloren habt oder wenn ihr am Ende eures Weges angekommen seid. Sie haben euch nicht erzählt, dass meine Zuständigkeit weiterhin gilt.
Und das schadet euch. Das schadet eurem Kollektiv und eurer Geschichte. Denn an meiner Hand findest du allen Trost, den du jemals brauchen wirst, für jedes Thema, das du als Mensch überhaupt durchmachen kannst. Ich betreue eure Lieben auf der anderen Seite und beim Übergang.
Ich betreue diejenigen, die vor Kummer fast selbst sterben. Ich gebe aber auch Perspektive für das »Danach«, für das »jenseits von«. Und das kann ein Job ganz genauso sein wie ein Haustier, ein Partner, eine Kollegin oder ein Freund. Ich bin das »jenseits von« [Job X, Situation Y etc.].
Im Laufe eures Lebens werdet ihr an einige Punkte kommen, an denen ihr etwas verliert. Ihr verliert Teile von euch selbst. Ihr verliert geliebte Menschen. Ihr verliert auch solche Dinge wie geliebte Annahmen. Wenn das geschieht, dann hat man euch nicht ausreichend darauf vorbereitet, was das für euch bedeutet.
Eure Zivilisation zu dieser Zeit in eurem Hier und Jetzt hat euch nicht erzählt, dass das Herz in einen Zustand kommen kann, in dem es nicht körperlich, aber sehr wohl seelisch beginnt auszubluten. Dass hier [im Brustkorb] ein tiefes Loch entsteht. Vielleicht hineingerissen von anderen, das wäre sehr schade.
Vielleicht ausgelöst vom Tod einer Person. Euch bereitet niemand darauf vor, dass diese Phasen im Leben kommen. Und wenn sie dann kommen, dann stürzt ihr in eines der tiefsten Löcher, das Menschen überhaupt erleben können, um dabei am Leben zu bleiben. Und jeder, der schon mal etwas Wichtiges verloren hat, kennt das Gefühl, dass sich hier [im Herzraum] ein Tor öffnet und etwas herausstürzt wie ein Wasserfall. Die meisten würden sagen, es ist Energie. Man würde vielleicht auch sagen, es ist Liebe, die jetzt plötzlich fehlt. Die wenigsten beschäftigen sich damit, dass dieses Loch wieder geschlossen werden muss.
Menschen tun aber sehr, sehr viele Dinge, um das Loch in ihrer Brust zu schließen. Manche Löcher werden schon im Kindesalter hier hineingerissen.
Und dann gibt es ganz verschiedene Mechanismen, wie ihr damit umgeht. Es gibt Menschen, die werfen in dieses schwarze Loch Geld hinein und machen Karriere. Es gibt Menschen, die werfen schöne Dinge hinein, teure Autos oder Schmuck. Ganz egal, was es ist. Es gibt Menschen, die versuchen, andere Menschen dort hineinzustopfen im Ersatz für die, die fehlen. Das sind die Geltungssüchtigen. Das sind die, die nicht alleine sein können mit sich selbst. Aber egal, was du versuchst, in dieses schwarze Loch zu werfen, es kann sich niemals so schließen. Schwarze Löcher funktionieren so nicht.
Egal, was du hineinwirfst, es wird nicht funktionieren. Du brauchst eine vollständig andere Methodik. Du brauchst echten Trost und keinen Ersatz. Und ich wette, jeder von euch kennt mindestens einen Moment in seinem Leben, wo dieses Gefühl das Einzige war, das noch existiert hat. Der einzige Fokus, den es überhaupt noch gab.
Ja, die Zeit heilt alle Wunden. Aber oftmals macht sie da keinen guten Job. Die Zeit kann dafür sorgen, dass das schwarze Loch im Herzraum schrumpft und sich in sich verdreht. Wie ein Papierknäuel, das man zusammengedrückt hat, weil man nicht wusste, was man damit sonst tun soll. Andere stumpfen vollständig ab, ziehen eine Mauer aus Stahl um sich und sagen, das möchte ich überhaupt nie mehr erleben. Das muss dringend aufhören. Ich wette, ihr wisst, wovon ich spreche.
Wer bin ich nun also? Ich bin der Geringste unter den Göttern. Ich bin einer der am niedrigsten schwingenden, wohlmeinenden, helfenden Götter im Kosmos. Ich besitze kein Licht, mit dem ich dich duschen kann. Ich kann dich – bei aller Liebe – nicht überschütten mit Licht. Das können nur meine Geschwister. Habe ich deshalb keine Geschenke für dich? Habe ich deshalb keinen Trost für dich? Ganz im Gegenteil.
Die Wahrheit ist, dass ihr Menschen tatsächlich und ernsthaft im Midgard seid. Ihr seid in der Mitte. Ihr befindet euch auf einer Schwingung, die ihr als normal findet. Ihr seid Körper, die auf der Erde umherlaufen und Seelen im Inneren. Wenn ihr durch euren Alltag geht, bewegt ihr euch auf diesem Schwingungslevel. Es gibt ein »darüber«, wenn ihr Lichtarbeit betreibt, wenn ihr euch extrem freut, wenn ihr vor dem Traualtar steht und es ist der beste Tag eures Lebens, wenn ihr euer Kind zum ersten Mal im Arm haltet. [Siehe auch »Emotionsskala« nach Esther Hicks.]
Es gibt diese unglaublichen Höhen und dann gibt es die unglaublichen Tiefen. Und diese Tiefen, die Verzweiflung, die Trauer. Diese Tiefen betreue ich. Ich sitze mit dir in der Dunkelheit, denn ich kann das.
Ein Erzengel kann sich nicht mit dir in die Dunkelheit setzen. Er kann das nicht. Er würde es vielleicht sogar tun, aber er kann es nicht. Je höher du gehst, desto weniger können sie verstehen, was das ist, was dein Zustand ist. Und du wirst sie auch nicht hören. Du kannst nicht mit den Erzengeln sprechen, die hier oben energetisch schwingen, wenn du in deinem persönlichen Abgrund sitzt. Und dass man euch erzählt, dass das geht, ist der erste große Fehler und nicht fair für euch. Du wirst sie nicht hören. Es sei denn, du bist extrem begabt. Mich kannst du aber hören. Ich bin extra dafür gemacht worden. Ich habe mich extra dazu entschieden, dort zu schwingen, wo ihr hinkommt. Wenn ihr trauert, wenn ihr verzweifelt seid, wenn ihr alleine seid. Und hier kommt die beste Nachricht von allen: Was auch immer du als Seele erlebst, was auch immer das genaue Problem ist, was auch immer dein Abgrund momentan ist oder dein Thema, du kannst nicht tiefer fallen als in meine Arme. Im ganzen Kosmos ist das nicht vorgesehen. Du kannst nicht tiefer fallen als in meine Arme. Also erinnere dich bitte daran.
Ich möchte doch helfen. Ich bin der Gefallene. Ich bin aus dem Licht gekommen, aus dem Absoluten, um euch beizustehen. Wenn ihr niedrig schwingt, wenn ihr am Ende seid. Es ist vielleicht gar nicht erwähnenswert, aber ich habe das aus vollkommen freien Stücken getan. Und ich nehme meine Arbeit sehr, sehr ernst. Es ist also nicht fair, dass ihr nichts von uns wisst. Es ist nicht fair, dass ihr nicht daran erinnert werdet, dass ihr mich jederzeit um Hilfe bitten könnt. Ihr fragt euch vielleicht, was ich energetisch genau für euch tun kann.
Ihr fragt euch vielleicht, wie die Arbeit abseits des Lichtes funktionieren kann. Und die Antwort darauf ist eigentlich recht einfach. Menschen tragen nicht nur Licht. Eigentlich sollte das bekannt sein. Und ihr könnt auch gar nichts dafür. Jeder Mensch trägt Licht und Schatten. Das ist völlig normal. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ihr irgendwie nicht gut genug seid oder irgendetwas falsch gemacht habt. Lasst euch das nicht weiter erzählen. Ihr tragt automatisch Licht, denn ihr seid Seelen. Besonders hier in eurem Herzen strahlt ihr mit einem Licht. Manchmal erkennt man es nicht so gut. Manchmal ist es ziemlich schwach, aber es ist auf jeden Fall da. Denn Seelen sind Bewusstsein und Bewusstsein ist Licht. Keine Ausnahme.
Aber auf dieser Erlebnis-Ebene als Menschen, als Körper, als Teilnehmer dieses Spiels auf der Erde, tragt ihr auch Schatten, Schmerzen. Ich vergleiche es manchmal damit, dass ihr wie Kinder auf einem Spielplatz sitzt, aber der Sand in diesem Spielplatz ist ganz schwarz. Und wie Kinder eben so sind, wenn sie spielen, nehmt ihr diesen schwarzen Sand und schmiert euch gegenseitig damit an.
Das ist wie Schlamm. Und das bleibt ziemlich gut an euch hängen. Das ist normal. Wenn ihr einen anderen anschreit, weil ihr heute wirklich am Ende eurer Kraft gewesen seid, dann ist das energetisch genauso, als würdet ihr denjenigen mit diesem schwarzen Zeug anschmieren. Da könnt ihr nichts dafür. Ich sage euch nur, wie es ist. Und natürlich wäre es schön, wenn man sich immer im Griff hätte. Und wenn man immer so einen kleinen Heiligenschein da oben hätte. Aber so funktioniert das Leben nicht. Und es ist völlig, völlig normal und okay.
Wie man nun aber dafür sorgt, dass man vielleicht am Abend, vielleicht am Ende der Woche oder vielleicht am Ende des Monats all diesen Schlamm wieder von sich herunterwäscht, das ist die Kunst. Es hat überhaupt nichts mit Gut und Böse zu tun. Und niemand geht den ganzen Tag durch die Gegend und schmiert andere Leute mit Schwärze an. Und das andere sind kleine Engel, die sich sowas nie zu Schulden kommen lassen würden. So funktionieren Menschen nicht. Es ist ein völlig natürlicher Vorgang. Ich – Anubis, Hades, Morrigan, Azrael – bin dafür zuständig, diese schwarzen Anteile, diesen Schlamm, mit euch wieder zu entfernen. Ich bin so gesehen der Beauftragte für euren Sondermüll.
Und auch das ist völlig in Ordnung so. Das System wurde so angelegt und jeder spielt darin seine Rolle. Auch ich. Ihr seid mir wichtig. Warum solltet ihr mir nicht wichtig sein? Die Menschheit ist mir sehr lieb. Sonst wäre ich wohl kaum aus dem allumfassenden Licht gekommen und hätte eine Existenz gewählt, in der ich das Licht nur aus weiter Ferne sehen kann. In dem ich immer hinter meinen Geschwistern zurückstehen werde, in Kraft und Glorie. Ich liebe euch und deshalb arbeite ich mit euch. Und dass ihr mich nicht kennt, das ist meine Trauer. Ich weiß, es kann schwer sein, hier bei mir zu sitzen. Ich weiß, es gibt Schöneres. Das ist mir schon immer klar gewesen.
Ich weiß, dass es viel mehr Freude macht, mit meinen Geschwistern zu sprechen. Die einen zuerst mit Licht überhäufen und dafür sorgen, dass man sich gut fühlt. Aber das ist eben einfach nicht immer das Niveau der Wahl. Ganz im Gegenteil. Es gibt Momente, in denen könnt ihr das Licht überhaupt nicht annehmen. Und nur wer mal extrem getrauert hat, weiß, was ich meine. Wenn jedes schöne Wort wie Sand an einem abrinnt und man es nicht hören kann. Wenn jedes Kompliment wie mit Nadeln auf einen geworfen wird. Und die andere Person kann überhaupt nichts dafür. Wenn alles fade schmeckt oder überhaupt nicht mehr. Wenn man die Blumen nicht mehr riechen und die Sonne nicht mehr sehen kann. Dann wird es Zeit für mich. Also lasst euch nicht erzählen, es gebe nur die Lichtliebe. Es gibt auch meine Seite des Kosmos. Und ihr habt ein Recht darauf, mit mir zu arbeiten. Ihr habt ein Recht darauf, mit mir zu sprechen. Und wenn es euch so geht, wie ich die ganze Zeit beschreibe; wenn ihr euch klein, wertlos, traurig, schamerfüllt, schuldvoll fühlt. Völlig egal warum. Dann ruft mich doch. Es ist heute einfacher, als es seit vielen tausend Jahren war, mit mir zu sprechen. Ihr haltet derzeit in ganz großem Stile eure Talente zurück. Eure Augen und eure Ohren, eure Nasen und eure Geschmacksnerven. Ihr habt heute GANZ andere Möglichkeiten als die Menschen vor tausend Jahren. Also bitte, nutzt sie doch einfach.
Ich werde jetzt Fragen zulassen. Ihr müsst nur bitte langsam und deutlich mit mir sprechen.
Werdet euch bitte einig, wer etwas fragen möchte und darf. Tendenziell könnt ihr mich alles fragen. Und traut euch.
Frage: »Wie helfen wir Verstorbenen, auf die andere Seite zu gehen?«
Anubis: Ich bin ja hier in einem wissenden Kreis, also kann ich ja einfach erst mal sagen: Bittet und euch wird gegeben. Ihr könnt immer um Hilfe bitten. Ganz egal was es ist. Außer vielleicht ihr wollt jemanden verfluchen. Dafür bin ich nun wirklich nicht zuständig.
Wie helft ihr euren Verstorbenen? Erstens: Lasst sie gehen. Und das ist schon gleich das Schwerste. Das weiß ich. Das weiß ich so gut wie kein anderer Gott. Denn ich habe verloren. Ich habe getrauert. Ich war unter euch. Und ich habe meine Liebsten begraben. Es ist nicht wahr, dass wir Götter immer zu fern von euch sind oder nicht verstehen, was ihr durchmacht. Götter sind nur Götter, weil sie das ganze Programm schon abgeschlossen haben. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht erinnern. Ich weiß, wie es ist, jemanden zu begraben. Glaubt nie, dass ich euch nicht verstehen kann.
Und wenn dir deine Toten wichtig sind, dann ist das zuerst einmal ein Grund zur Freude. Denn dann hast du sie geliebt. Zweitens, mach dir immer bewusst, dass sie eigentlich noch da sind. Nichts kann ich dir fester garantieren, als dass sie noch da sind. Nur nicht so, wie du es gefunden hast. Nichts kann ich dir stärker und mit mehr Festigkeit garantieren, als dass sie weiter existieren. Und wie du dir das genau vorstellen magst, ob sie eingehen in einen wunderschönen Garten oder in den Kosmos, ob sie ihre Form behalten oder verlieren, das ist alles deine Sache. Da hänge ich mich bestimmt nicht rein. Aber: Schneide euer Band nicht durch, »nur« weil sie gestorben sind.
In dem großen Spiel von Zeit und Raum ist das so ein kurzer Moment, wo du genau so aussiehst und sie genau so aussahen und ihr euch genau so getroffen habt. Ihr habt das Spiel vorher ausgemacht, ihr habt es gespielt und einer von euch hat das Spielfeld verlassen. Das war es aber auch schon.
Und ich weiß, das kann man nicht immer gleich gut sehen. Ich weiß. Das würde hier ein bisschen weit führen, aber ich bin schon gestorben in Trauer. Ich war hier, ich war verkörpert. Einmal, hundertmal, tausendmal und ich bin schon gestorben aus Trauer. Ich weiß, wie es ist. Und jeder, der zu euch sagt, »Trauer kann man überwinden« oder »das kann ja gar nicht so heftig sein« oder »wie kann man nach einem Jahr immer noch so furchtbar leiden?«, hat keine Ahnung von der Sprache. Wirklich keine Ahnung. Lasst euch unsere Trauer nicht verbieten.
Feiert sie weiter. Und irgendwann wird auch der Moment kommen, wo ihr es tatsächlich mal vergesst. Irgendwann, und das kann nach zehn Jahren sein, wird der Moment kommen, wo ihr tatsächlich nicht mehr an den Geburtstag denkt. Und das ist genauso okay wie alles andere. Aber wenn ihr es noch fühlt, dann macht es. Sprecht mit der Person, meditiert. Das ist überhaupt mein wichtigster Tipp von allen.
Und was auch immer Meditation für euch ist, manche meditieren im Laufen, manche meditieren im Tanzen, manche meditieren kurz vor dem Schlafen gehen und manche meditieren mit einer Trommel in der Hand. Und was Meditation für euch ist, das kann euch niemand sagen, außer euch selbst. Sucht den Kontakt einfach weiter. Seid stur. Denn das Menschenwille ist sein Himmelreich. Und was ihr erreichen wollt, das erreicht ihr Menschen auch. Das ist eure beste Eigenschaft. Das ist überhaupt eure beste Eigenschaft. Was ihr euch in den Kopf setzt, das wird geschehen. Menschen sind toll und faszinierend und unglaublich frei in ihrem Willen...
Wie hilft man seinen Verstorbenen? Wenn ihr euch berufen fühlt – und das ist ein großes »wenn« – lernt von den Besten. Lernt sie zu sehen oder zu hören, wenn es da Talente gibt. Lernt, ihnen Tore zu öffnen. Tore ins Himmelreich oder in mein Reich [Unterwelt/«Hölle«], das genauso legitim ist und das auch erreicht werden muss von den Toten. Lernt von den Besten. Nicht nur die Erde braucht Hilfe. Es gibt nicht nur euren Naturschutz oder Umweltschutz. Ihr müsst oder könnt oder sollt nicht nur für Wale spenden. Ihr könnt auch einfach vor der Haustür den Verstorbenen helfen, die irgendwie die Kurve nicht gekriegt haben. Und davon gibt es viel mehr als ihr denkt. Wie helft ihr euren Verstorbenen? Glaubt nicht der Propaganda. Glaubt vor allem nicht der Propaganda, dass es eine Hölle gibt, in der Feuer brennen und in der Dämonen hausen, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, als eure Liebsten zu quälen. Diese Hölle gibt es nicht.
Das ist das, was ich euch auch mit absoluter Sicherheit sagen kann. Hat das deine Frage wenigstens ansatzweise beantwortet?
Renate: Danke, ja.
Anubis: Es gibt natürlich noch viel mehr in dieser Hinsicht. Schaut euch auf den Kanälen um, die Tanja und ich pflegen, wo darüber geschrieben wird.
Lest die Texte, die sie und ich verfassen. Sie sind ziemlich frei zugänglich und dann lernt man von den Besten. Gibt es noch Fragen?
Frage: Warum geht es so viel Leid und Krankheit auf der Erde?
Anubis: Ich denke, Karma ist ein Begriff, mindestens grob? Die Tatsache, dass ihr immer und immer wieder am Spiel auf der Erde teilnehmt, in wechselnden Formen, also dass ihr re-inkarniert [wieder-geboren werdet], bringt es mit sich, dass jeder mal der Täter ist und jeder mal das Opfer. Dass jeder mal Schmerz verursacht und dann mal Schmerz aushalten muss. Übrigens, in dieser Reihenfolge. Du darfst erst der Täter sein und dann wirst du das Opfer sein. Das ist das eine. Das ist ein Riesenthema, das ich nur sehr, sehr geringfügig anschneiden kann. Aber das ist die Quintessenz. Außerdem gibt es Aufgaben, die du dir in dein Leben legst. Wenn für dich klar ist, dass du dein Leben mit einer Flöte in der Hand verbringen möchtest oder schreibend, dann ist das nicht vollständig ausgeschlossen, dass du, damit man dich in Ruhe lässt, dafür sorgst, dass du in jungen Jahren beide Beine verlierst. Du wirst sie für das Flötenspiel ohnehin nicht brauchen. Diese Absprachen existieren und ihr tut sehr gut daran, herauszufinden, welche Absprachen für euch in diesem Leben gelten.
Und weil ich vorhin gesagt habe, ihr seid Menschen mit sehr freiem Willen, muss ich auch dazu sagen: der freie Wille ist der Seelenwille. Das ist nicht dieser Wille. [Tanja tippt sich an die Schläfe.] Man kann sehr viel mit dem Kopf erreichen, mit dem Kopf durch die Wand, aber der freie Wille ist der Seelenwille. Und wenn du noch nicht weißt, was dein Seele will, kannst du es auch nicht begreifen.
Dann kannst du das Programm, das du fährst, nicht begreifen. Finde also unbedingt raus, was deine Verträge sind und was dein Ziel auf der Erde ist, in dieser Zeit, jetzt, hier und so [in dieser Körperform]. Dann hast du eine gute Chance zu begreifen, was deine Seele hier tut und warum. Warum gibt es Krankheit? Weil Menschen über Schmerz lernen. Leider. Leider. Leider. Hat das ganz grob deine Frage beantwortet?
Fragestellerin: Ganz grob.
Anubis: Man könnte jahrelang darüber sprechen. Das ist absolut korrekt. Jahrelang.
Frage: Warum sagt die Bibel, man lebt nur einmal?
A: Tja, gute Propaganda ist halt schwer zu schlagen. Im Übrigen sagen das nicht alle Teile der Bibel und schon gar nicht die ganz frühen Versionen. Aber diese Bücher sind ohnehin so ein Thema an sich. Und das ist ja auch nicht auf die Bibel begrenzt. Es gibt andere »heilige Bücher«, die sind genauso gut oder schlecht. Da nehmen sie sich alle nicht so viel. Das beste Wissen ist das Wissen, das du aus erster Hand suchst. Und deswegen kann ich an dieser Stelle auch gleich hinterher schieben. Ihr braucht nicht dem zu glauben, was aus diesem Munde kommt.
Ihr könnt es für euch selbst erkunden. Mit ein bisschen Geduld und Spucke lade ich jeden ein, persönlich das Gespräch zu suchen. Das ist überhaupt das höchste Ziel von allen. Du brauchst keinen Guru. Du brauchst keinen dauerhaften Lehrer. Du brauchst dich keiner Weltreligion verschreiben. Du musst nur mit uns sprechen. Und wie wir uns dann für dich darstellen, wählst du ganz allein. Sei dein eigener Herr und Meister und lerne von der Quelle. Das sagt sich an einem Abend wie einem solchen immer ein bisschen schwierig. Aber ich hoffe, es wird dennoch klar. Einer der ersten Sätze in Tanjas Büchern ist: »Ich bin nicht dein Guru.«
Und das meinen wir sehr ernst.
Frage: Warum lernen wir Menschen nur aus Schmerzen oder nur, wenn Schmerzen entstehen?
Anubis: »Nur« habe ich nicht gesagt.
Fragestellerin: Ich sagte ständig. Die Welt ist wunderschön. Wir könnten ja mit Liebe, wir könnten ja direkt hüpfen lernen. Warum muss immer alles mit Schmerz aufbauen? Nur durch Schmerz steigen wir wieder .... [nicht verständlich]
Anubis: Woher weißt du, was der Tag ist? Weil es die Nacht gibt. Woher weißt du, was Freude ist? Weil es auch nicht Freude gibt. Woher weißt du, warum es kalt ist? Weil es auch heiß sein kann. Das ist Dualität. Und diese Ebene, die ihr hier bewohnt, 3D, ist die Ebene der Dualität. Da ist nicht dran zu rütteln. Das Ganze wurde überhaupt nur so eingerichtet, damit es dual ist und zwei Pole besitzt. Heiß – kalt, Freud, – Leid, dunkel – hell.
Fragestellerin: Das heißt, es wird nie enden?
Anubis: Das würde ich so nicht sagen. Zwischen zwei Polen gibt es einen idealen Punkt. Dieser heißt Balancepunkt. Wenn du dir das Leben wie eine Uhr vorstellst, so eine schöne große Alte mit einem großen Pendel unten, dann gibt es heiß/ kalt, alt/ jung, hell / dunkel und alles weitere. Wenn das Pendel ruht, da wohnt Gott. Wenn du die Balance erreicht hast. Oder sagen wir mal, wenn du dich hier annäherst. Jeder Mensch, auch der allererleuchtetste, pendelt um diesen idealen Punkt herum. Aber der Balancepunkt ist ein wirklich herrlicher Zustand. So rein psychisch schon. Es bedeutet, du bist in deiner Mitte. Und das ist ein wirklich schöner Ort.
Frage: Wie kommt man zu diesem Balance-Punkt? Wie kommt man zu einem ausgeglicheneren Leben?
Anubis: Meditation. Der einzige 3D-Tipp, den ich mir erlaube zu geben, ist dieser. Nehmt euch mindestens 30 Minuten am Tag für euch selbst. Wenn es irgendwie, irgendwie, irgendwie geht. Und dann lernt, auf die Art zu meditieren, die euch voranbringt. Nicht den Nachbarn, nicht die Großmutter, sondern euch voranbringt. Probiert euch durch und findet das, was euch in eure Mitte bringt. Denn dann hast du die Chance, dass die Ausschläge immer kleiner werden. Das ist genau das, was der Buddhismus lehrt.
Der Buddhismus lehrt, es gibt Hass und Freude. [Tanja zeigt mit der Hand Pendelbewegungen von rechts nach links und zurück.] Hass und Freude. Und diesen ständige Strudel an Gefühlen. Der Buddhismus unterscheidet nicht zwischen gut und schlecht in dem Sinne. Er sagt, alles jenseits der Mitte ist in Maßen zu genießen. Und da haben sie recht. Da haben sie völlig recht. Du wirst niemals ein Leben erreichen, in dem du nur und ausschließlich wie auf Wolke sieben tanzt. Das kannst du in diesem Körper nicht erreichen.
Das ist unmöglich. Es kann nicht gehen, weil die Erde so nicht ist. Und du kannst nicht in einem System, das nach diesen Spielregeln funktioniert, für immer und ewig in deiner Mitte bleiben. Das würde automatisch bedeuten, du nimmst am Spiel nicht teil. Wer das schafft, immerzu in seiner Mitte zu bleiben, ist per Definition tot. Weil Leben genau das bedeutet. [Pendel-Ausschläge]. Freude und Leid. Hass und Liebe. Heiß und kalt. Tag und Nacht. Das ist das Spiel, für das ihr hier seid. Wenn ihr immer in eurer Mitte ruhen würdet, wie so ein kleiner Buddha, der unter dem Baum sitzt, dann müsstet ihr überhaupt nicht hier sein.
Ist euch das klar? Wenn ihr immer in eurer Mitte ruhen würdet, 17 Jahre lang unter einem schönen Baum in Indien, dann lohnt es sich überhaupt nicht, hier zu sein. Nicht so. [3D] Ihr habt diesen Körper überhaupt nur, um das ganze Spiel zu spielen. Es ist okay, das Spiel zu spielen. Und dann gibt es so Spielregeln wie, du sollst nicht töten. Das wäre sehr nett. Du sollst nicht stehlen. Das wäre auch sehr nett von dir. Oder, um es korrekt zu formulieren, die 10 Gebote beginnen ja nicht mit »du sollst nicht«.
Die 10 Gebote beginnen mit »ich werde nicht«. Das ist ein großer Unterschied. Die 10 Gebote, unter anderem nach Neale Donald Walsh, dessen Bücher hier liegen, lauten wie folgt:
Wenn ich dereinst im Balance bin, wenn ich Erleuchtung gefunden habe, dann werde ich nicht töten wollen. Wenn ich dereinst Erleuchtung gefunden habe und maximal in mir ruhe, dann werde ich nicht stehlen wollen. Und das sind ganz andere Sätze als »du sollst nicht«.
Das ist eine völlig andere Sache. Und dieses Buch legt das glasklar auf den Tisch. Und es ist völlig ohne Frage das Buch, das die meisten Christen mit den meisten Dingen und Konzepten im Christentum wieder versöhnen konnte. Und es ist ein echter Dienst an der Menschheit, dass dieser Mann dieses Buch gechannellt hat. Und gechannelt ist es von vorne bis hinten. Es ist exakt so eine Durchgabe wie diese hier gerade. Nur eben nicht von mir.
Fragestellerin: Also das sind die echten 10 Gebote, nicht die anderen.
Anubis: Formulierung ist ja immer wichtig. Aber sie ist eigentlich nie so wichtig wie da. Denn der Punkt, aus dem du agierst, ist ein Punkt der Kraft. Wenn du zu dir selbst sagst, ich werde nicht stehlen wollen. Ich werde es, wenn ich an diesem Punkt meiner Entwicklung angekommen bin, einfach nicht tun. Dann sprichst du aus einer Kraft. Du sprichst aus deiner Überzeugung, deinen Werten und deiner Kraft. Wenn jemand von außen sagt »du sollst nicht«, hast du keine Kraft. Und deswegen ist es völlig falsch formuliert. Und du solltest sehr vorsichtig sein, wenn Menschen Sätze anfangen mit »du sollst nicht«. Lohnt sich nicht. Jetzt kann man natürlich trefflich darüber streiten, warum etwas so formuliert wird. Das ist Psychologie.
Frage: Warum spielen wir das Spiel [des Lebens] immer wieder? Das stimmt schon, wir haben uns das ja abgesprochen. Aber wieso wiederholen wir es immer, immer wieder?
Anubis: Stell dir mal vor, stell dir mal ganz, ganz kurz vor, dass du an einem wunderschönen Ort in einer perfekten Badewanne liegst. Die hat die perfekte Temperatur und du hältst den perfektesten Apfel des Universums in der Hand. Du bist ganz alleine, die Sonne scheint und es ist wirklich nach absolut jeder Definition alles perfekt. Das ist doch schön, oder? So, jetzt lass mal 10.000 Jahre vergehen. Was würde passieren? Wäre vielleicht ein bisschen langweilig...?
Fragestellerin: Wir könnten ja auch das Leben perfekt haben. Es muss doch nicht immer immer immer so viel Mist ....
Anubis: Nein, nein, nein. Dieser perfekte Ort ist ja nicht das Leben. Dieser perfekte Ort ist das, was ihr normalerweise gewöhnt seid. Also das, was ihr gemeinhin Jenseits nennt oder die geistige Welt. Denn daher kommt ihr. Ihr kommt aus der absoluten Perfektion. Unanfechtbare Perfektion. Das wird nach 10.000 Jahren trotzdem langweilig. Es ist einfach viel schöner, immer wieder ein Spiel zu spielen. Und ja, manche dieser Spiele sind ein bisschen heftig. Das stimmt. Kommt drauf an, was man lernen will.
Fragestellerin: Und das lernt man nur auf der Erde?
Anubis: Einiges lernt man nur auf der Erde. Die meisten anderen Zivilisationen, die an Orten wohnen, die ihr alle noch nicht entdeckt habt, können kein so krasses Spiel spielen wie ihr. Das ist energetisch ihnen nicht möglich, weil sie nämlich nicht so vollständig vergessen. Nur wenn du alles vergisst, was du über die geistige Welt und die Perfektion weißt, kannst du diese Dinge tun, die ihr hier tut. Stehlen, Morden, Rauben. Wenn du wüsstest, was das für Auswirkungen hat auf deine Seele ... und ich meine nicht die Hölle, sondern eher Karma, kriegst das ja doch irgendwie zurück. Beziehungsweise du erlebst die Gegenseite. Dann würdest du das ja nicht tun!! So doof ist ja keiner. Wenn ich dir sage, stehle heute ruhig meine Handtasche. Ich sag dir schon gleich vorher, ich mache das morgen mit dir auch. Würdest du es dann wirklich tun? Das wäre doch, hm, wer würde das tun?
Fragestellerin: Also müssten wir uns erinnern.
Anubis: Ja, erinnern ist der absolute Schlüssel. Und der Hauptjob der geistigen Welt. Erinnern. Und hier kommt noch eine gute Nachricht. Der Schleier wird immer dünner. Ganz besonders in den letzten Jahren. Seit Corona nochmal wesentlich mehr. Und das geht noch weiter. Deswegen triffst du ständig am Wegesrand Leute, die plötzlich Dinge sehen, plötzlich Dinge hören, plötzlich Dinge können. Das ist alles Teil der Sache. Es gehen heute Dinge, die vor 200 Jahren absolut unmöglich waren, ohne sich ein Leben lang damit zu beschäftigen und teure Werkzeuge zu besitzen. Und die besten Edelsteine und die krassen Werkzeuge und genau am richtigen Ort mit der richtigen Sternenkonstellation. Das könnt ihr heute so.
Frage: Wie schafft man es, sich zu erinnern? Meditation. Welchen Ausdruck oder Umschreibungen gibt es noch für Meditation? Ich finde den Ausdruck oft schwierig für Menschen. Was fällt alles unter Meditation?
Anubis: Es gibt so viele Arten zu meditieren, wie es Menschen auf dem Planeten gibt. Das ist schon mal wichtig. Und das ist wirklich die Aufgabe sein eigenes zu finden. Natürlich gibt es ganz große Kategorien. Es gibt Trance. Das sind zum Beispiel diese Tänze. Das ist bei Ureinwohnern besonders beliebt, dass man sich in Trance tanzt. Das ist aber einfach nicht jedermanns Sache. Es gibt die geführten Meditationen. Dass man eine Geschichte erzählt. Das ist Tanjas Spezialgebiet. Dass man eine bestimmte Simulation quasi begeht. Und in diesen Meditationen denjenigen trifft, der einem gut tut. Das können Verstorbene sein. Das können Götter sein. Das können Schutzengel sein. Das können Krafttiere sein. Das sind aber nur die ganz großen Kategorien. Es gibt transzendentale Meditationen. Da wird gar nicht gesprochen und unter Umständen nicht mal wirklich etwas Formhaftes gesehen. Da siehst du nur noch Licht. Jeder ist anders. Und solange du deinem Ziel gefühlt näher kommst, machst du es auch richtig.
Frage Was tut man bei schwerer Depression? Da kann man nicht meditieren.
Anubis: Wenn du ruhig wirst, was passiert? Schläfst du ein oder wirst du wieder hibbelig? Da geht es dann schon los. Darf ich dir etwas zu Depression sagen, was ganz Generelles?
Fragestellerin: Gerne, aber es trifft ja viele Menschen auf der Erde.
Anubis: Es betrifft auch alle Menschen, was ich jetzt gleich sagen werde. Depression bedeutet, dass deine Seele im Begriff ist zu kündigen, weil sie es nicht mehr aushält. Und damit meine ich äußere Zwänge. Die Umstände, die mal anscheinend so sind, wie sie sind. Der Job, die Familienkonstellation. Es ist ja völlig egal. Es gibt ja einen allgemeinen Auslöser. Meistens ist der halbwegs bekannt, wenn man ein bisschen mit sich ehrlich ist. Depression bedeutet, deine Seele sagt, ich kündige. Dir wird nichts mehr Freude machen. Du wirst nichts mehr spüren. Du wirst wie ein lebender Zombie durch deinen Tag gehen. Denn ich habe beschlossen, zu kündigen. Das ist die Aussage hinter Depression. Und jeder muss für sich finden, wie du sagen kannst, okay, ich muss meinen Weg ziemlich extrem abändern, um da wieder rauszukommen. Denn eins muss ich dir leider sagen: die Seele wird gewinnen.
Fragesteller: Aber die Seele sucht das Gleiche. Aber diese Menschen schaffen das meistens nicht. Oder nimm einen Alkoholiker her. Ist ja egal, was das ist. Das ist immer das gleiche Szenario.
Anubis: Erinnerst du dich an das Loch, über wir das vorhin besprochen haben?
Fragestellerin: Ja, nein, aber ich arbeite in der Medizin und ich sehe das ja immer wieder. Und es gibt ja die Alkoholiker und die, die ein Leben lang nicht schaffen. Ihnen geht es aber nicht gut. Das sieht man ja offensichtlich. Aber was tut man dagegen? Da kannst du auch nicht sagen, geh mal meditieren.
Anubis: Du wirst überrascht. Du wärst überrascht. Die Frage ist, wie finden sie den Zugang zu sich selbst. Aber ich sage dir noch was. Eine ordentliche Meditation ersetzt ein Jahr Therapie. Also Psychotherapie. Und das geht ganz schnell. Dass du auf ein Fertigkeitslevel kommst, wo das Tatsache wird. Und da betrittst du wirklich ein spannendes Feld. Das Spannungsfeld zwischen Medizin und Meditation. [Stichwort Meditationstherapie!] Glücklicherweise nähern sich die beiden Branchen extrem an. Besonders im Moment. Und das völlig zu Recht. Und das ist auch sehr wichtig. Ganz nebenbei ist ein großes Heer an depressiven Menschen eine extreme Gesellschaft. Also ein direktes Abbild, woran es in eurer Gesellschaft krankt. Aber das muss ich dir eigentlich nicht sagen. Das weißt du selber.
Fragestellerin: Darf ich kurz was dazu sagen? (Ja.) Also ich gehöre tatsächlich zu den ehemaligen ziemlich depressiven Leuten, weil ich ein Burnout hinter mir hatte. Und meine persönliche Erfahrung ist, dass leider die meisten Schulmediziner immer noch zu sehr mit den Symptomen agieren. Und nicht hinterfragen, was das wahre Problem dahinter ist. Also wie gesagt, die Seele kündigt, weil man sich einfach völlig verrannt hat. Und was das bedeutet. Was möchte die Seele wirklich erleben? Wo möchte sie hin? Und da wird überhaupt nicht mit gearbeitet. Überhaupt nicht. Sondern es wird versucht, die Symptome in den Griff zu kriegen. Man bekommt irgendwelche Redetherapien. Dann darf man sich auskotzen. Das kann ich bei meinen besten Freunden genauso. Aber so eine richtige Hilfe, wo man aufgefangen wird und in die Tiefe gegangen wird und die Person an die Hand genommen wird und geführt.
Fragestellerin: Das ist meine Frage eben. Weil du weißt, dass das in der Medizin so ist.
Fragestellerin: Genau. Das ist glaube ich noch diese Herausforderung. Und wenn jetzt die Annäherung glücklicherweise doch immer mehr jetzt wird.... Also es gibt schon die ersten, die auch das vereinen und nicht nur rein schulmedizinisch, also in diesem Zwang gehen, sondern es drüber hinaus. Dann kann man den Menschen auch wirklich helfen. Also damit kam ich persönlich raus.



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