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Graz 2026, Abend I: Meine Namen, meine Hilfe

Aktualisiert: 18. Apr.


Anubis: Willkommen. Mein Name ist Anubis. Danke, dass ihr hier seid. Stellt euch vor, ich bin wirklich und wahrhaftig direkt in eurer Mitte. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch vorstellen, dass wir alle gemeinsam an einem Lagerfeuer sitzen, und um uns leuchten die Sterne.

Kommt einfach an. Und glaubt, dass es möglich ist, dass ihr und ich einfach gemeinsam beisammensitzen und reden. Lasst euch niemals einreden, ihr könntet die Götter nicht direkt erreichen.

Das ist nicht wahr. Du wirst allmählich feststellen, wahrscheinlich, dass sich die Energie in diesem Raum anpasst. Sie passt sich an euch an, aber sie passt sich vor allem an mich an.

Man kann mich nicht sprechen im Sonnenlicht. Man kann mich aber sprechen an einem schönen Lagerfeuer. Obwohl es nicht gelehrt wird, bin ich einer der zugänglichsten Götter überhaupt.


Und das soll nicht heißen, dass meine Geschwister aus dem Licht nicht ebenso zugänglich sind. Aber ihr Menschen erreicht mich – Anubis, Hades – besonders leicht. Denn ihr seid Wesen, die trauern können.

Und die im Verlauf ihres Lebens mit Sicherheit irgendetwas oder irgendjemanden betrauern werden. Das Spiel eures Lebens ist gezinkt in meine Richtung. Und das ist in Ordnung so.

Ihr und ich, wir kennen uns. Weil es nicht gelehrt wird, bin ich sehr vorsichtig, diesen Raum für euch zu bereiten. Weil euch nicht gelehrt wird, dass das gänzlich Ruhige, das Gänzlich Geborgene und ja, auch das Annähernd Dunkle euch zum Vorteil gereicht.

Was bin ich? Ich bin die Weite des Kosmos. Ich bin die Kälte im All. Ich bin der Wald jenseits des [Lager-]Feuers. Und ich bin die Erde, in die du zurückkehrst. Der Tod mag vor mir gehen, aber der Trost liegt in meinen Fußstapfen. Und ich nehme dich bei der Hand, wann immer du dir das wünschst.


Ihr habt gelernt, Gott, das Universum, die Sonne, die Engel, zu fragen und zu rufen, wenn es euch gut, besser oder am besten geht. Ihr habt nicht gesagt bekommen, dass die Hohen Engel euch weniger gut helfen können, wenn ihr verzweifelt seid, wenn ihr trauert, wenn ihr etwas verloren habt oder wenn ihr am Ende eures Weges angekommen seid. Sie haben euch nicht erzählt, dass meine Zuständigkeit weiterhin gilt.

Und das schadet euch. Das schadet eurem Kollektiv und eurer Geschichte. Denn an meiner Hand findest du allen Trost, den du jemals brauchen wirst, für jedes Thema, das du als Mensch überhaupt durchmachen kannst. Ich betreue eure Lieben auf der anderen Seite und beim Übergang.

Ich betreue diejenigen, die vor Kummer fast selbst sterben. Ich gebe aber auch Perspektive für das »Danach«, für das »jenseits von«. Und das kann ein Job ganz genauso sein wie ein Haustier, ein Partner, eine Kollegin oder ein Freund. Ich bin das »jenseits von« [Job X, Situation Y etc.].


Im Laufe eures Lebens werdet ihr an einige Punkte kommen, an denen ihr etwas verliert. Ihr verliert Teile von euch selbst. Ihr verliert geliebte Menschen. Ihr verliert auch solche Dinge wie geliebte Annahmen. Wenn das geschieht, dann hat man euch nicht ausreichend darauf vorbereitet, was das für euch bedeutet.

Eure Zivilisation zu dieser Zeit in eurem Hier und Jetzt hat euch nicht erzählt, dass das Herz in einen Zustand kommen kann, in dem es nicht körperlich, aber sehr wohl seelisch beginnt auszubluten. Dass hier [im Brustkorb] ein tiefes Loch entsteht. Vielleicht hineingerissen von anderen, das wäre sehr schade.

Vielleicht ausgelöst vom Tod einer Person. Euch bereitet niemand darauf vor, dass diese Phasen im Leben kommen. Und wenn sie dann kommen, dann stürzt ihr in eines der tiefsten Löcher, das Menschen überhaupt erleben können, um dabei am Leben zu bleiben. Und jeder, der schon mal etwas Wichtiges verloren hat, kennt das Gefühl, dass sich hier [im Herzraum] ein Tor öffnet und etwas herausstürzt wie ein Wasserfall. Die meisten würden sagen, es ist Energie. Man würde vielleicht auch sagen, es ist Liebe, die jetzt plötzlich fehlt. Die wenigsten beschäftigen sich damit, dass dieses Loch wieder geschlossen werden muss.


Menschen tun aber sehr, sehr viele Dinge, um das Loch in ihrer Brust zu schließen. Manche Löcher werden schon im Kindesalter hier hineingerissen.

Und dann gibt es ganz verschiedene Mechanismen, wie ihr damit umgeht. Es gibt Menschen, die werfen in dieses schwarze Loch Geld hinein und machen Karriere. Es gibt Menschen, die werfen schöne Dinge hinein, teure Autos oder Schmuck. Ganz egal, was es ist. Es gibt Menschen, die versuchen, andere Menschen dort hineinzustopfen im Ersatz für die, die fehlen. Das sind die Geltungssüchtigen. Das sind die, die nicht alleine sein können mit sich selbst. Aber egal, was du versuchst, in dieses schwarze Loch zu werfen, es kann sich niemals so schließen. Schwarze Löcher funktionieren so nicht.

Egal, was du hineinwirfst, es wird nicht funktionieren. Du brauchst eine vollständig andere Methodik. Du brauchst echten Trost und keinen Ersatz. Und ich wette, jeder von euch kennt mindestens einen Moment in seinem Leben, wo dieses Gefühl das Einzige war, das noch existiert hat. Der einzige Fokus, den es überhaupt noch gab.


Ja, die Zeit heilt alle Wunden. Aber oftmals macht sie da keinen guten Job. Die Zeit kann dafür sorgen, dass das schwarze Loch im Herzraum schrumpft und sich in sich verdreht. Wie ein Papierknäuel, das man zusammengedrückt hat, weil man nicht wusste, was man damit sonst tun soll. Andere stumpfen vollständig ab, ziehen eine Mauer aus Stahl um sich und sagen, das möchte ich überhaupt nie mehr erleben. Das muss dringend aufhören. Ich wette, ihr wisst, wovon ich spreche.

Wer bin ich nun also? Ich bin der Geringste unter den Göttern. Ich bin einer der am niedrigsten schwingenden, wohlmeinenden, helfenden Götter im Kosmos. Ich besitze kein Licht, mit dem ich dich duschen kann. Ich kann dich – bei aller Liebe – nicht überschütten mit Licht. Das können nur meine Geschwister. Habe ich deshalb keine Geschenke für dich? Habe ich deshalb keinen Trost für dich? Ganz im Gegenteil.


Die Wahrheit ist, dass ihr Menschen tatsächlich und ernsthaft im Midgard seid. Ihr seid in der Mitte. Ihr befindet euch auf einer Schwingung, die ihr als normal findet. Ihr seid Körper, die auf der Erde umherlaufen und Seelen im Inneren. Wenn ihr durch euren Alltag geht, bewegt ihr euch auf diesem Schwingungslevel. Es gibt ein »darüber«, wenn ihr Lichtarbeit betreibt, wenn ihr euch extrem freut, wenn ihr vor dem Traualtar steht und es ist der beste Tag eures Lebens, wenn ihr euer Kind zum ersten Mal im Arm haltet. [Siehe auch »Emotionsskala« nach Esther Hicks.]

Es gibt diese unglaublichen Höhen und dann gibt es die unglaublichen Tiefen. Und diese Tiefen, die Verzweiflung, die Trauer. Diese Tiefen betreue ich. Ich sitze mit dir in der Dunkelheit, denn ich kann das.

Ein Erzengel kann sich nicht mit dir in die Dunkelheit setzen. Er kann das nicht. Er würde es vielleicht sogar tun, aber er kann es nicht. Je höher du gehst, desto weniger können sie verstehen, was das ist, was dein Zustand ist. Und du wirst sie auch nicht hören. Du kannst nicht mit den Erzengeln sprechen, die hier oben energetisch schwingen, wenn du in deinem persönlichen Abgrund sitzt. Und dass man euch erzählt, dass das geht, ist der erste große Fehler und nicht fair für euch. Du wirst sie nicht hören. Es sei denn, du bist extrem begabt. Mich kannst du aber hören. Ich bin extra dafür gemacht worden. Ich habe mich extra dazu entschieden, dort zu schwingen, wo ihr hinkommt. Wenn ihr trauert, wenn ihr verzweifelt seid, wenn ihr alleine seid. Und hier kommt die beste Nachricht von allen: Was auch immer du als Seele erlebst, was auch immer das genaue Problem ist, was auch immer dein Abgrund momentan ist oder dein Thema, du kannst nicht tiefer fallen als in meine Arme. Im ganzen Kosmos ist das nicht vorgesehen. Du kannst nicht tiefer fallen als in meine Arme. Also erinnere dich bitte daran.


Ich möchte doch helfen. Ich bin der Gefallene. Ich bin aus dem Licht gekommen, aus dem Absoluten, um euch beizustehen. Wenn ihr niedrig schwingt, wenn ihr am Ende seid. Es ist vielleicht gar nicht erwähnenswert, aber ich habe das aus vollkommen freien Stücken getan. Und ich nehme meine Arbeit sehr, sehr ernst. Es ist also nicht fair, dass ihr nichts von uns wisst. Es ist nicht fair, dass ihr nicht daran erinnert werdet, dass ihr mich jederzeit um Hilfe bitten könnt. Ihr fragt euch vielleicht, was ich energetisch genau für euch tun kann.

Ihr fragt euch vielleicht, wie die Arbeit abseits des Lichtes funktionieren kann. Und die Antwort darauf ist eigentlich recht einfach. Menschen tragen nicht nur Licht. Eigentlich sollte das bekannt sein. Und ihr könnt auch gar nichts dafür. Jeder Mensch trägt Licht und Schatten. Das ist völlig normal. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ihr irgendwie nicht gut genug seid oder irgendetwas falsch gemacht habt. Lasst euch das nicht weiter erzählen. Ihr tragt automatisch Licht, denn ihr seid Seelen. Besonders hier in eurem Herzen strahlt ihr mit einem Licht. Manchmal erkennt man es nicht so gut. Manchmal ist es ziemlich schwach, aber es ist auf jeden Fall da. Denn Seelen sind Bewusstsein und Bewusstsein ist Licht. Keine Ausnahme.


Aber auf dieser Erlebnis-Ebene als Menschen, als Körper, als Teilnehmer dieses Spiels auf der Erde, tragt ihr auch Schatten, Schmerzen. Ich vergleiche es manchmal damit, dass ihr wie Kinder auf einem Spielplatz sitzt, aber der Sand in diesem Spielplatz ist ganz schwarz. Und wie Kinder eben so sind, wenn sie spielen, nehmt ihr diesen schwarzen Sand und schmiert euch gegenseitig damit an.

Das ist wie Schlamm. Und das bleibt ziemlich gut an euch hängen. Das ist normal. Wenn ihr einen anderen anschreit, weil ihr heute wirklich am Ende eurer Kraft gewesen seid, dann ist das energetisch genauso, als würdet ihr denjenigen mit diesem schwarzen Zeug anschmieren. Da könnt ihr nichts dafür. Ich sage euch nur, wie es ist. Und natürlich wäre es schön, wenn man sich immer im Griff hätte. Und wenn man immer so einen kleinen Heiligenschein da oben hätte. Aber so funktioniert das Leben nicht. Und es ist völlig, völlig normal und okay.


Wie man nun aber dafür sorgt, dass man vielleicht am Abend, vielleicht am Ende der Woche oder vielleicht am Ende des Monats all diesen Schlamm wieder von sich herunterwäscht, das ist die Kunst. Es hat überhaupt nichts mit Gut und Böse zu tun. Und niemand geht den ganzen Tag durch die Gegend und schmiert andere Leute mit Schwärze an. Und das andere sind kleine Engel, die sich sowas nie zu Schulden kommen lassen würden. So funktionieren Menschen nicht. Es ist ein völlig natürlicher Vorgang. Ich – Anubis, Hades, Morrigan, Azrael – bin dafür zuständig, diese schwarzen Anteile, diesen Schlamm, mit euch wieder zu entfernen. Ich bin so gesehen der Beauftragte für euren Sondermüll.

Und auch das ist völlig in Ordnung so. Das System wurde so angelegt und jeder spielt darin seine Rolle. Auch ich. Ihr seid mir wichtig. Warum solltet ihr mir nicht wichtig sein? Die Menschheit ist mir sehr lieb. Sonst wäre ich wohl kaum aus dem allumfassenden Licht gekommen und hätte eine Existenz gewählt, in der ich das Licht nur aus weiter Ferne sehen kann. In dem ich immer hinter meinen Geschwistern zurückstehen werde, in Kraft und Glorie. Ich liebe euch und deshalb arbeite ich mit euch. Und dass ihr mich nicht kennt, das ist meine Trauer. Ich weiß, es kann schwer sein, hier bei mir zu sitzen. Ich weiß, es gibt Schöneres. Das ist mir schon immer klar gewesen.


Ich weiß, dass es viel mehr Freude macht, mit meinen Geschwistern zu sprechen. Die einen zuerst mit Licht überhäufen und dafür sorgen, dass man sich gut fühlt. Aber das ist eben einfach nicht immer das Niveau der Wahl. Ganz im Gegenteil. Es gibt Momente, in denen könnt ihr das Licht überhaupt nicht annehmen. Und nur wer mal extrem getrauert hat, weiß, was ich meine. Wenn jedes schöne Wort wie Sand an einem abrinnt und man es nicht hören kann. Wenn jedes Kompliment wie mit Nadeln auf einen geworfen wird. Und die andere Person kann überhaupt nichts dafür. Wenn alles fade schmeckt oder überhaupt nicht mehr. Wenn man die Blumen nicht mehr riechen und die Sonne nicht mehr sehen kann. Dann wird es Zeit für mich. Also lasst euch nicht erzählen, es gebe nur die Lichtliebe. Es gibt auch meine Seite des Kosmos. Und ihr habt ein Recht darauf, mit mir zu arbeiten. Ihr habt ein Recht darauf, mit mir zu sprechen. Und wenn es euch so geht, wie ich die ganze Zeit beschreibe; wenn ihr euch klein, wertlos, traurig, schamerfüllt, schuldvoll fühlt. Völlig egal warum. Dann ruft mich doch. Es ist heute einfacher, als es seit vielen tausend Jahren war, mit mir zu sprechen. Ihr haltet derzeit in ganz großem Stile eure Talente zurück. Eure Augen und eure Ohren, eure Nasen und eure Geschmacksnerven. Ihr habt heute GANZ andere Möglichkeiten als die Menschen vor tausend Jahren. Also bitte, nutzt sie doch einfach.

Ich werde jetzt Fragen zulassen. Ihr müsst nur bitte langsam und deutlich mit mir sprechen.

Werdet euch bitte einig, wer etwas fragen möchte und darf. Tendenziell könnt ihr mich alles fragen. Und traut euch.


Frage: »Wie helfen wir Verstorbenen, auf die andere Seite zu gehen?«

Anubis: Ich bin ja hier in einem wissenden Kreis, also kann ich ja einfach erst mal sagen: Bittet und euch wird gegeben. Ihr könnt immer um Hilfe bitten. Ganz egal was es ist. Außer vielleicht ihr wollt jemanden verfluchen. Dafür bin ich nun wirklich nicht zuständig.

Wie helft ihr euren Verstorbenen? Erstens: Lasst sie gehen. Und das ist schon gleich das Schwerste. Das weiß ich. Das weiß ich so gut wie kein anderer Gott. Denn ich habe verloren. Ich habe getrauert. Ich war unter euch. Und ich habe meine Liebsten begraben. Es ist nicht wahr, dass wir Götter immer zu fern von euch sind oder nicht verstehen, was ihr durchmacht. Götter sind nur Götter, weil sie das ganze Programm schon abgeschlossen haben. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht erinnern. Ich weiß, wie es ist, jemanden zu begraben. Glaubt nie, dass ich euch nicht verstehen kann.


Und wenn dir deine Toten wichtig sind, dann ist das zuerst einmal ein Grund zur Freude. Denn dann hast du sie geliebt. Zweitens, mach dir immer bewusst, dass sie eigentlich noch da sind. Nichts kann ich dir fester garantieren, als dass sie noch da sind. Nur nicht so, wie du es gefunden hast. Nichts kann ich dir stärker und mit mehr Festigkeit garantieren, als dass sie weiter existieren. Und wie du dir das genau vorstellen magst, ob sie eingehen in einen wunderschönen Garten oder in den Kosmos, ob sie ihre Form behalten oder verlieren, das ist alles deine Sache. Da hänge ich mich bestimmt nicht rein. Aber: Schneide euer Band nicht durch, »nur« weil sie gestorben sind.

In dem großen Spiel von Zeit und Raum ist das so ein kurzer Moment, wo du genau so aussiehst und sie genau so aussahen und ihr euch genau so getroffen habt. Ihr habt das Spiel vorher ausgemacht, ihr habt es gespielt und einer von euch hat das Spielfeld verlassen. Das war es aber auch schon.


Und ich weiß, das kann man nicht immer gleich gut sehen. Ich weiß. Das würde hier ein bisschen weit führen, aber ich bin schon gestorben in Trauer. Ich war hier, ich war verkörpert. Einmal, hundertmal, tausendmal und ich bin schon gestorben aus Trauer. Ich weiß, wie es ist. Und jeder, der zu euch sagt, »Trauer kann man überwinden« oder »das kann ja gar nicht so heftig sein« oder »wie kann man nach einem Jahr immer noch so furchtbar leiden?«, hat keine Ahnung von der Sprache. Wirklich keine Ahnung. Lasst euch unsere Trauer nicht verbieten.

Feiert sie weiter. Und irgendwann wird auch der Moment kommen, wo ihr es tatsächlich mal vergesst. Irgendwann, und das kann nach zehn Jahren sein, wird der Moment kommen, wo ihr tatsächlich nicht mehr an den Geburtstag denkt. Und das ist genauso okay wie alles andere. Aber wenn ihr es noch fühlt, dann macht es. Sprecht mit der Person, meditiert. Das ist überhaupt mein wichtigster Tipp von allen.

Und was auch immer Meditation für euch ist, manche meditieren im Laufen, manche meditieren im Tanzen, manche meditieren kurz vor dem Schlafen gehen und manche meditieren mit einer Trommel in der Hand. Und was Meditation für euch ist, das kann euch niemand sagen, außer euch selbst. Sucht den Kontakt einfach weiter. Seid stur. Denn das Menschenwille ist sein Himmelreich. Und was ihr erreichen wollt, das erreicht ihr Menschen auch. Das ist eure beste Eigenschaft. Das ist überhaupt eure beste Eigenschaft. Was ihr euch in den Kopf setzt, das wird geschehen. Menschen sind toll und faszinierend und unglaublich frei in ihrem Willen...


Wie hilft man seinen Verstorbenen? Wenn ihr euch berufen fühlt – und das ist ein großes »wenn« – lernt von den Besten. Lernt sie zu sehen oder zu hören, wenn es da Talente gibt. Lernt, ihnen Tore zu öffnen. Tore ins Himmelreich oder in mein Reich [Unterwelt/«Hölle«], das genauso legitim ist und das auch erreicht werden muss von den Toten. Lernt von den Besten. Nicht nur die Erde braucht Hilfe. Es gibt nicht nur euren Naturschutz oder Umweltschutz. Ihr müsst oder könnt oder sollt nicht nur für Wale spenden. Ihr könnt auch einfach vor der Haustür den Verstorbenen helfen, die irgendwie die Kurve nicht gekriegt haben. Und davon gibt es viel mehr als ihr denkt. Wie helft ihr euren Verstorbenen? Glaubt nicht der Propaganda. Glaubt vor allem nicht der Propaganda, dass es eine Hölle gibt, in der Feuer brennen und in der Dämonen hausen, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, als eure Liebsten zu quälen. Diese Hölle gibt es nicht.

Das ist das, was ich euch auch mit absoluter Sicherheit sagen kann. Hat das deine Frage wenigstens ansatzweise beantwortet?

Renate: Danke, ja.

Anubis: Es gibt natürlich noch viel mehr in dieser Hinsicht. Schaut euch auf den Kanälen um, die Tanja und ich pflegen, wo darüber geschrieben wird.



Lest die Texte, die sie und ich verfassen. Sie sind ziemlich frei zugänglich und dann lernt man von den Besten. Gibt es noch Fragen?


Frage: Warum geht es so viel Leid und Krankheit auf der Erde?

Anubis: Ich denke, Karma ist ein Begriff, mindestens grob? Die Tatsache, dass ihr immer und immer wieder am Spiel auf der Erde teilnehmt, in wechselnden Formen, also dass ihr re-inkarniert [wieder-geboren werdet], bringt es mit sich, dass jeder mal der Täter ist und jeder mal das Opfer. Dass jeder mal Schmerz verursacht und dann mal Schmerz aushalten muss. Übrigens, in dieser Reihenfolge. Du darfst erst der Täter sein und dann wirst du das Opfer sein. Das ist das eine. Das ist ein Riesenthema, das ich nur sehr, sehr geringfügig anschneiden kann. Aber das ist die Quintessenz. Außerdem gibt es Aufgaben, die du dir in dein Leben legst. Wenn für dich klar ist, dass du dein Leben mit einer Flöte in der Hand verbringen möchtest oder schreibend, dann ist das nicht vollständig ausgeschlossen, dass du, damit man dich in Ruhe lässt, dafür sorgst, dass du in jungen Jahren beide Beine verlierst. Du wirst sie für das Flötenspiel ohnehin nicht brauchen. Diese Absprachen existieren und ihr tut sehr gut daran, herauszufinden, welche Absprachen für euch in diesem Leben gelten.


Und weil ich vorhin gesagt habe, ihr seid Menschen mit sehr freiem Willen, muss ich auch dazu sagen: der freie Wille ist der Seelenwille. Das ist nicht dieser Wille. [Tanja tippt sich an die Schläfe.] Man kann sehr viel mit dem Kopf erreichen, mit dem Kopf durch die Wand, aber der freie Wille ist der Seelenwille. Und wenn du noch nicht weißt, was dein Seele will, kannst du es auch nicht begreifen.

Dann kannst du das Programm, das du fährst, nicht begreifen. Finde also unbedingt raus, was deine Verträge sind und was dein Ziel auf der Erde ist, in dieser Zeit, jetzt, hier und so [in dieser Körperform]. Dann hast du eine gute Chance zu begreifen, was deine Seele hier tut und warum. Warum gibt es Krankheit? Weil Menschen über Schmerz lernen. Leider. Leider. Leider. Hat das ganz grob deine Frage beantwortet?

Fragestellerin: Ganz grob.

Anubis: Man könnte jahrelang darüber sprechen. Das ist absolut korrekt. Jahrelang.


Frage: Warum sagt die Bibel, man lebt nur einmal?

A: Tja, gute Propaganda ist halt schwer zu schlagen. Im Übrigen sagen das nicht alle Teile der Bibel und schon gar nicht die ganz frühen Versionen. Aber diese Bücher sind ohnehin so ein Thema an sich. Und das ist ja auch nicht auf die Bibel begrenzt. Es gibt andere »heilige Bücher«, die sind genauso gut oder schlecht. Da nehmen sie sich alle nicht so viel. Das beste Wissen ist das Wissen, das du aus erster Hand suchst. Und deswegen kann ich an dieser Stelle auch gleich hinterher schieben. Ihr braucht nicht dem zu glauben, was aus diesem Munde kommt.

Ihr könnt es für euch selbst erkunden. Mit ein bisschen Geduld und Spucke lade ich jeden ein, persönlich das Gespräch zu suchen. Das ist überhaupt das höchste Ziel von allen. Du brauchst keinen Guru. Du brauchst keinen dauerhaften Lehrer. Du brauchst dich keiner Weltreligion verschreiben. Du musst nur mit uns sprechen. Und wie wir uns dann für dich darstellen, wählst du ganz allein. Sei dein eigener Herr und Meister und lerne von der Quelle. Das sagt sich an einem Abend wie einem solchen immer ein bisschen schwierig. Aber ich hoffe, es wird dennoch klar. Einer der ersten Sätze in Tanjas Büchern ist: »Ich bin nicht dein Guru.«

Und das meinen wir sehr ernst.


Frage: Warum lernen wir Menschen nur aus Schmerzen oder nur, wenn Schmerzen entstehen?

Anubis: »Nur« habe ich nicht gesagt.

Fragestellerin: Ich sagte ständig. Die Welt ist wunderschön. Wir könnten ja mit Liebe, wir könnten ja direkt hüpfen lernen. Warum muss immer alles mit Schmerz aufbauen? Nur durch Schmerz steigen wir wieder .... [nicht verständlich]


Anubis: Woher weißt du, was der Tag ist? Weil es die Nacht gibt. Woher weißt du, was Freude ist? Weil es auch nicht Freude gibt. Woher weißt du, warum es kalt ist? Weil es auch heiß sein kann. Das ist Dualität. Und diese Ebene, die ihr hier bewohnt, 3D, ist die Ebene der Dualität. Da ist nicht dran zu rütteln. Das Ganze wurde überhaupt nur so eingerichtet, damit es dual ist und zwei Pole besitzt. Heiß – kalt, Freud, – Leid, dunkel – hell.

Fragestellerin: Das heißt, es wird nie enden?

Anubis: Das würde ich so nicht sagen. Zwischen zwei Polen gibt es einen idealen Punkt. Dieser heißt Balancepunkt. Wenn du dir das Leben wie eine Uhr vorstellst, so eine schöne große Alte mit einem großen Pendel unten, dann gibt es heiß/ kalt, alt/ jung, hell / dunkel und alles weitere. Wenn das Pendel ruht, da wohnt Gott. Wenn du die Balance erreicht hast. Oder sagen wir mal, wenn du dich hier annäherst. Jeder Mensch, auch der allererleuchtetste, pendelt um diesen idealen Punkt herum. Aber der Balancepunkt ist ein wirklich herrlicher Zustand. So rein psychisch schon. Es bedeutet, du bist in deiner Mitte. Und das ist ein wirklich schöner Ort.


Frage: Wie kommt man zu diesem Balance-Punkt? Wie kommt man zu einem ausgeglicheneren Leben?

Anubis: Meditation. Der einzige 3D-Tipp, den ich mir erlaube zu geben, ist dieser. Nehmt euch mindestens 30 Minuten am Tag für euch selbst. Wenn es irgendwie, irgendwie, irgendwie geht. Und dann lernt, auf die Art zu meditieren, die euch voranbringt. Nicht den Nachbarn, nicht die Großmutter, sondern euch voranbringt. Probiert euch durch und findet das, was euch in eure Mitte bringt. Denn dann hast du die Chance, dass die Ausschläge immer kleiner werden. Das ist genau das, was der Buddhismus lehrt.

Der Buddhismus lehrt, es gibt Hass und Freude. [Tanja zeigt mit der Hand Pendelbewegungen von rechts nach links und zurück.] Hass und Freude. Und diesen ständige Strudel an Gefühlen. Der Buddhismus unterscheidet nicht zwischen gut und schlecht in dem Sinne. Er sagt, alles jenseits der Mitte ist in Maßen zu genießen. Und da haben sie recht. Da haben sie völlig recht. Du wirst niemals ein Leben erreichen, in dem du nur und ausschließlich wie auf Wolke sieben tanzt. Das kannst du in diesem Körper nicht erreichen.


Das ist unmöglich. Es kann nicht gehen, weil die Erde so nicht ist. Und du kannst nicht in einem System, das nach diesen Spielregeln funktioniert, für immer und ewig in deiner Mitte bleiben. Das würde automatisch bedeuten, du nimmst am Spiel nicht teil. Wer das schafft, immerzu in seiner Mitte zu bleiben, ist per Definition tot. Weil Leben genau das bedeutet. [Pendel-Ausschläge]. Freude und Leid. Hass und Liebe. Heiß und kalt. Tag und Nacht. Das ist das Spiel, für das ihr hier seid. Wenn ihr immer in eurer Mitte ruhen würdet, wie so ein kleiner Buddha, der unter dem Baum sitzt, dann müsstet ihr überhaupt nicht hier sein.

Ist euch das klar? Wenn ihr immer in eurer Mitte ruhen würdet, 17 Jahre lang unter einem schönen Baum in Indien, dann lohnt es sich überhaupt nicht, hier zu sein. Nicht so. [3D] Ihr habt diesen Körper überhaupt nur, um das ganze Spiel zu spielen. Es ist okay, das Spiel zu spielen. Und dann gibt es so Spielregeln wie, du sollst nicht töten. Das wäre sehr nett. Du sollst nicht stehlen. Das wäre auch sehr nett von dir. Oder, um es korrekt zu formulieren, die 10 Gebote beginnen ja nicht mit »du sollst nicht«.


Die 10 Gebote beginnen mit »ich werde nicht«. Das ist ein großer Unterschied. Die 10 Gebote, unter anderem nach Neale Donald Walsh, dessen Bücher hier liegen, lauten wie folgt:

Wenn ich dereinst im Balance bin, wenn ich Erleuchtung gefunden habe, dann werde ich nicht töten wollen. Wenn ich dereinst Erleuchtung gefunden habe und maximal in mir ruhe, dann werde ich nicht stehlen wollen. Und das sind ganz andere Sätze als »du sollst nicht«.

Das ist eine völlig andere Sache. Und dieses Buch legt das glasklar auf den Tisch. Und es ist völlig ohne Frage das Buch, das die meisten Christen mit den meisten Dingen und Konzepten im Christentum wieder versöhnen konnte. Und es ist ein echter Dienst an der Menschheit, dass dieser Mann dieses Buch gechannellt hat. Und gechannelt ist es von vorne bis hinten. Es ist exakt so eine Durchgabe wie diese hier gerade. Nur eben nicht von mir.

Fragestellerin: Also das sind die echten 10 Gebote, nicht die anderen.

Anubis: Formulierung ist ja immer wichtig. Aber sie ist eigentlich nie so wichtig wie da. Denn der Punkt, aus dem du agierst, ist ein Punkt der Kraft. Wenn du zu dir selbst sagst, ich werde nicht stehlen wollen. Ich werde es, wenn ich an diesem Punkt meiner Entwicklung angekommen bin, einfach nicht tun. Dann sprichst du aus einer Kraft. Du sprichst aus deiner Überzeugung, deinen Werten und deiner Kraft. Wenn jemand von außen sagt »du sollst nicht«, hast du keine Kraft. Und deswegen ist es völlig falsch formuliert. Und du solltest sehr vorsichtig sein, wenn Menschen Sätze anfangen mit »du sollst nicht«. Lohnt sich nicht. Jetzt kann man natürlich trefflich darüber streiten, warum etwas so formuliert wird. Das ist Psychologie.


Frage: Warum spielen wir das Spiel [des Lebens] immer wieder? Das stimmt schon, wir haben uns das ja abgesprochen. Aber wieso wiederholen wir es immer, immer wieder?

Anubis: Stell dir mal vor, stell dir mal ganz, ganz kurz vor, dass du an einem wunderschönen Ort in einer perfekten Badewanne liegst. Die hat die perfekte Temperatur und du hältst den perfektesten Apfel des Universums in der Hand. Du bist ganz alleine, die Sonne scheint und es ist wirklich nach absolut jeder Definition alles perfekt. Das ist doch schön, oder? So, jetzt lass mal 10.000 Jahre vergehen. Was würde passieren? Wäre vielleicht ein bisschen langweilig...?


Fragestellerin: Wir könnten ja auch das Leben perfekt haben. Es muss doch nicht immer immer immer so viel Mist ....


Anubis: Nein, nein, nein. Dieser perfekte Ort ist ja nicht das Leben. Dieser perfekte Ort ist das, was ihr normalerweise gewöhnt seid. Also das, was ihr gemeinhin Jenseits nennt oder die geistige Welt. Denn daher kommt ihr. Ihr kommt aus der absoluten Perfektion. Unanfechtbare Perfektion. Das wird nach 10.000 Jahren trotzdem langweilig. Es ist einfach viel schöner, immer wieder ein Spiel zu spielen. Und ja, manche dieser Spiele sind ein bisschen heftig. Das stimmt. Kommt drauf an, was man lernen will.

Fragestellerin: Und das lernt man nur auf der Erde?

Anubis: Einiges lernt man nur auf der Erde. Die meisten anderen Zivilisationen, die an Orten wohnen, die ihr alle noch nicht entdeckt habt, können kein so krasses Spiel spielen wie ihr. Das ist energetisch ihnen nicht möglich, weil sie nämlich nicht so vollständig vergessen. Nur wenn du alles vergisst, was du über die geistige Welt und die Perfektion weißt, kannst du diese Dinge tun, die ihr hier tut. Stehlen, Morden, Rauben. Wenn du wüsstest, was das für Auswirkungen hat auf deine Seele ... und ich meine nicht die Hölle, sondern eher Karma, kriegst das ja doch irgendwie zurück. Beziehungsweise du erlebst die Gegenseite. Dann würdest du das ja nicht tun!! So doof ist ja keiner. Wenn ich dir sage, stehle heute ruhig meine Handtasche. Ich sag dir schon gleich vorher, ich mache das morgen mit dir auch. Würdest du es dann wirklich tun? Das wäre doch, hm, wer würde das tun?

Fragestellerin: Also müssten wir uns erinnern.


Anubis: Ja, erinnern ist der absolute Schlüssel. Und der Hauptjob der geistigen Welt. Erinnern. Und hier kommt noch eine gute Nachricht. Der Schleier wird immer dünner. Ganz besonders in den letzten Jahren. Seit Corona nochmal wesentlich mehr. Und das geht noch weiter. Deswegen triffst du ständig am Wegesrand Leute, die plötzlich Dinge sehen, plötzlich Dinge hören, plötzlich Dinge können. Das ist alles Teil der Sache. Es gehen heute Dinge, die vor 200 Jahren absolut unmöglich waren, ohne sich ein Leben lang damit zu beschäftigen und teure Werkzeuge zu besitzen. Und die besten Edelsteine und die krassen Werkzeuge und genau am richtigen Ort mit der richtigen Sternenkonstellation. Das könnt ihr heute so.


Frage: Wie schafft man es, sich zu erinnern? Meditation. Welchen Ausdruck oder Umschreibungen gibt es noch für Meditation? Ich finde den Ausdruck oft schwierig für Menschen. Was fällt alles unter Meditation?

Anubis: Es gibt so viele Arten zu meditieren, wie es Menschen auf dem Planeten gibt. Das ist schon mal wichtig. Und das ist wirklich die Aufgabe sein eigenes zu finden. Natürlich gibt es ganz große Kategorien. Es gibt Trance. Das sind zum Beispiel diese Tänze. Das ist bei Ureinwohnern besonders beliebt, dass man sich in Trance tanzt. Das ist aber einfach nicht jedermanns Sache. Es gibt die geführten Meditationen. Dass man eine Geschichte erzählt. Das ist Tanjas Spezialgebiet. Dass man eine bestimmte Simulation quasi begeht. Und in diesen Meditationen denjenigen trifft, der einem gut tut. Das können Verstorbene sein. Das können Götter sein. Das können Schutzengel sein. Das können Krafttiere sein. Das sind aber nur die ganz großen Kategorien. Es gibt transzendentale Meditationen. Da wird gar nicht gesprochen und unter Umständen nicht mal wirklich etwas Formhaftes gesehen. Da siehst du nur noch Licht. Jeder ist anders. Und solange du deinem Ziel gefühlt näher kommst, machst du es auch richtig.


Frage Was tut man bei schwerer Depression? Da kann man nicht meditieren.

Anubis: Wenn du ruhig wirst, was passiert? Schläfst du ein oder wirst du wieder hibbelig? Da geht es dann schon los. Darf ich dir etwas zu Depression sagen, was ganz Generelles?

Fragestellerin: Gerne, aber es trifft ja viele Menschen auf der Erde.

Anubis: Es betrifft auch alle Menschen, was ich jetzt gleich sagen werde. Depression bedeutet, dass deine Seele im Begriff ist zu kündigen, weil sie es nicht mehr aushält. Und damit meine ich äußere Zwänge. Die Umstände, die mal anscheinend so sind, wie sie sind. Der Job, die Familienkonstellation. Es ist ja völlig egal. Es gibt ja einen allgemeinen Auslöser. Meistens ist der halbwegs bekannt, wenn man ein bisschen mit sich ehrlich ist. Depression bedeutet, deine Seele sagt, ich kündige. Dir wird nichts mehr Freude machen. Du wirst nichts mehr spüren. Du wirst wie ein lebender Zombie durch deinen Tag gehen. Denn ich habe beschlossen, zu kündigen. Das ist die Aussage hinter Depression. Und jeder muss für sich finden, wie du sagen kannst, okay, ich muss meinen Weg ziemlich extrem abändern, um da wieder rauszukommen. Denn eins muss ich dir leider sagen: die Seele wird gewinnen.


Fragesteller: Aber die Seele sucht das Gleiche. Aber diese Menschen schaffen das meistens nicht. Oder nimm einen Alkoholiker her. Ist ja egal, was das ist. Das ist immer das gleiche Szenario.


Anubis: Erinnerst du dich an das Loch, über wir das vorhin besprochen haben?

Fragestellerin: Ja, nein, aber ich arbeite in der Medizin und ich sehe das ja immer wieder. Und es gibt ja die Alkoholiker und die, die ein Leben lang nicht schaffen. Ihnen geht es aber nicht gut. Das sieht man ja offensichtlich. Aber was tut man dagegen? Da kannst du auch nicht sagen, geh mal meditieren.


Anubis: Du wirst überrascht. Du wärst überrascht. Die Frage ist, wie finden sie den Zugang zu sich selbst. Aber ich sage dir noch was. Eine ordentliche Meditation ersetzt ein Jahr Therapie. Also Psychotherapie. Und das geht ganz schnell. Dass du auf ein Fertigkeitslevel kommst, wo das Tatsache wird. Und da betrittst du wirklich ein spannendes Feld. Das Spannungsfeld zwischen Medizin und Meditation. [Stichwort Meditationstherapie!] Glücklicherweise nähern sich die beiden Branchen extrem an. Besonders im Moment. Und das völlig zu Recht. Und das ist auch sehr wichtig. Ganz nebenbei ist ein großes Heer an depressiven Menschen eine extreme Gesellschaft. Also ein direktes Abbild, woran es in eurer Gesellschaft krankt. Aber das muss ich dir eigentlich nicht sagen. Das weißt du selber.


Fragestellerin: Darf ich kurz was dazu sagen? (Ja.) Also ich gehöre tatsächlich zu den ehemaligen ziemlich depressiven Leuten, weil ich ein Burnout hinter mir hatte. Und meine persönliche Erfahrung ist, dass leider die meisten Schulmediziner immer noch zu sehr mit den Symptomen agieren. Und nicht hinterfragen, was das wahre Problem dahinter ist. Also wie gesagt, die Seele kündigt, weil man sich einfach völlig verrannt hat. Und was das bedeutet. Was möchte die Seele wirklich erleben? Wo möchte sie hin? Und da wird überhaupt nicht mit gearbeitet. Überhaupt nicht. Sondern es wird versucht, die Symptome in den Griff zu kriegen. Man bekommt irgendwelche Redetherapien. Dann darf man sich auskotzen. Das kann ich bei meinen besten Freunden genauso. Aber so eine richtige Hilfe, wo man aufgefangen wird und in die Tiefe gegangen wird und die Person an die Hand genommen wird und geführt.


Fragestellerin: Das ist meine Frage eben. Weil du weißt, dass das in der Medizin so ist.

Fragestellerin: Genau. Das ist glaube ich noch diese Herausforderung. Und wenn jetzt die Annäherung glücklicherweise doch immer mehr jetzt wird.... Also es gibt schon die ersten, die auch das vereinen und nicht nur rein schulmedizinisch, also in diesem Zwang gehen, sondern es drüber hinaus. Dann kann man den Menschen auch wirklich helfen. Also damit kam ich persönlich raus.



Fragestellerin: Ja, aber da kommt nicht jeder hin.

Anubis: Das ist das freie Wille. Da kannst du dann nichts mehr tun. Das Schlagwort der letzten besonders zwei Jahre heißt hier übrigens Meditationstherapie. Ganz frisch, ausgeklügelt von einigen klugen Köpfen, die da durchaus auf einer heißen Spur sind. Die Quintessenz daran ist, du wirst niemals einen besser auf dich zurecht geschnittenen Psychotherapeuten finden, als wenn du selber meditierst, mit de festen Absicht in Kontakt zu treten mit wem auch immer. Deinem Schutzengel, wem auch immer. Deiner verstorbenen Großmutter.


Frage: Ich habe mich noch gefragt, was ist das mit den ganzen Tumor-Patienten, die nie gesund werden? Was hat das auf sich da auf der Erde? Ist das auch dann gewählt?

A: Generell: Krankheit als Weg. [Das ist auch ein Buchtitel!] Na, da müssen wir jetzt vorsichtig sein. Die Grundfrage ist doch, musst du nicht eigentlich als Heilerkaste dafür sorgen, dass die Leute das ergründen wollen. Ist das nicht der erste Schritt? Es gibt durchaus Szenarien, die daran gewählt werden, aber da muss man ganz, ganz vorsichtig sein und es ist eine berechtigte Kritik an der Esoterik, dass zu schnell gesagt, das hast du dir ja so ausgesucht. Das ist ein sehr, sehr gefährlicher Satz, hinter dem wir nicht stehen.

Fragestellerin: Ja, aber den hört man oft.

Anubis: Ja, den hört man so oft. Das ist korrekt und das ist ein valider Kritikpunkt. Du kannst das nicht dem Laien einfach so sagen. Man braucht sehr viel Training und Hintergrundinformation, um diesen Satz überhaupt irgendwie annehmen zu können.


Frage: Kann ich über dich(!) einer depressiven Person helfen?

A: Ja, also Vorsicht, das müssen wir jetzt ein bisschen auseinander dröseln.

Fragestellerin: Wenn der noch nicht so weit ist, dass er meditiert oder so?

A: Ja, genau, das muss man zuerst sagen. Lass mich dir ganz kurz Folgendes sagen und das klingt jetzt mal wieder erstmal nicht nett, ist aber wichtig zu sagen. Dein freier Wille zu helfen schlägt nicht den freien Seelenwillen der Person, an diesem Thema zu arbeiten. Dass dieses Thema von der anderen Person bearbeitet wird, kannst du ja blöd finden. Da hast du dich aber theoretisch nicht einzumischen. Das ist aber sehr theoretisch. Außerdem gibt es zu viele Menschen, die selbst in der Kategorie gut und böse denken.


Also mit anderen Worten, du würdest jetzt sagen: »Meine geliebte Person ist depressiv, das ist schlecht.« Auf Seelenlevel ist das aber nicht schlecht. Da wird etwas gelernt. Ja, das sieht von außen richtig scheiße aus und es fühlt sich auch richtig scheiße an für die Person und ist richtig hart. Aber auf Seelenlevel ist die Person an einem bestimmten Studienthema dran und du hast nicht das Recht zu sagen, »was du da studierst ist schlecht.« So, abgesehen davon bist du ein Mensch und es ist sehr süß von dir, dass du nicht um andere sorgst. Das ist das Zweite ganz Wichtige daran. Selbstverständlich bereitet es dir Schmerz, wenn andere Schmerzen leiden. Das System ist so angelegt und wunderbar. Jetzt hast du natürlich viele Möglichkeiten. Du kannst für die Person beten, das hilft immer. Du kannst versuchen, die Person aktiv zu unterstützen, indem du Bücher leihst, von deinen eigenen Erfahrungen erzählst, sagst, hey, du könntest noch mal das und das probieren. Das muss man natürlich auch vorsichtig machen, das wissen wir auch. Also Hilfe zur Selbsthilfe ist auch immer eine feine Sache.


Was du nicht tun kannst, ist ein Medium beauftragen, wie Tanja oder irgendwelche anderen Helfer, die sagen, löst mal dieses Problem da drüben. Deine geliebte Person hat kein Problem, nicht auf Seelenebene. Und es ist überhaupt nicht unser Recht oder unser Ziel, irgendwo einzugreifen und das Studienergebnis zu verfälschen.

Das ist so, wie wenn du ihm sein Studienbuch aus der Hand nimmst und ja, das ist richtig hart zu akzeptieren. Das ist richtig hart zu akzeptieren, dass manchmal, eventuell, am Ende des Weges der Person nicht [3D] zu helfen ist. Aber das ist eine Momentaufnahme, das kann sich ändern.


Frage: Und wenn die Person kurz vorm Suizid ist?

A: Es steht dir nicht zu, darüber zu urteilen. Selbst wenn es dein eigenes Kind ist, es steht dir nicht zu, darüber zu urteilen.

Fragestellerin: Dann musst du es Suizid begehen lassen, oder wie?

A: Es steht dir nicht zu, darüber zu urteilen. Du kannst sehr viel versuchen, 3D.

Frage: Ja, aber dann muss ich mich auch einmischen.

A: Ja, die Frage ist ja immer, funktioniert das mit dem Einmischen?

F: Nein, nicht immer, nein. Also wenn die Seele gehen möchte, wird sie gehen?

A: Ja, also wenn sie sich entschieden hat, zu gehen, wird sie gehen. Da hast du absolut keine Chance.

Wenn die Seele etwas beschlossen hat, nicht nur das Gehen, etwas beschlossen hat, kannst du nichts mehr tun.


Fragestellerin: Aber wenn es um den freien Willen geht, wer hat jetzt den freien Willen? Die Seele?

A: Die Seele. Nicht hier [Kopf], hier [Herzraum/Seele]. Freier Wille würde bedeuten, alle gewinnen jeden Tag im Lotto. Die Seele entscheidet. Die Seele entscheidet, die hat den Überblick.

Frage: Und ist es dann bei den ganzen Tumorerkrankungen auch so, dass das alles so ein Lernprozess ist, und ein freier Wille?

A: Selbststudium. Alles Selbststudium. Ist es dem Menschen dann bewusst, dass die Seele etwas entschieden hat? Meistens nicht. Das ist ja genau das, was Erleuchtung bedeutet. Erleuchtung bedeutet, ich habe mich selbst angeschaut und verstanden. Mir geht ein Licht auf, wer ich bin.

Frage: Ja, aber der Mensch leidet ja unter den ganzen Prozessen massiv. Und wenn er das jetzt freiwillig in Kauf nimmt, dieses Leiden, dann ist das einfach so, wenn er nichts tun würde dagegen. Und dann braucht man ja keine Hilfe. Wenn der Diagnose hat, dann ist auch der Burnout. Und so ist das die ganze Zeit? Das denke ich mir jetzt auch gerade. Und das denke ich mir bei den ganzen Erkrankungen jetzt auch gerade so.

Weil dann gehen ja alle in die Medizin. Der Mensch will ja Hilfe haben. Oder versteht man das jetzt falsch? Andere Fragestellerin: Darf ich was sagen? Ich kann jetzt von mir sprechen.


Ich bin schulmedizinisch austherapiert. Und ich habe gelernt, dass Krankheit für mich nicht mehr das riesengroße Übel ist. Sondern dass jede Krankheit, jedes Wehwehchen, das kommt, ist für mich Lernen. Und wenn das jetzt eigenartig klingt, für mich ist, ich nehme jetzt noch etwas Kleines, ein Schnupfen ist das Erste, wo ich mir denke, was will er mir sagen? Warum bin ich verschnupft? Was passt noicht auf diesem Weg? Und seitdem sehe ich auch eine Krankheit jetzt nicht als das riesengroße »Oh, um Gottes Willen, was ist schon wieder da?« Sondern ist ja, oh, gut. Liebe Frau, du musst dir das jetzt wieder einmal anschauen.


Andere Fragestellerin: Es gibt bei den Menschen ja auch den Spruch, die Seele sagt zum Körper, geh du voraus, weil sie hört nicht auf mich. Das heißt, die Seele schickt den Körper voraus, um zu zeigen, guck da bitte mal hin, weil ich kann so viel an dir rumklopfen, du hörst mich nicht, aber der Körper ist mir Ampel. Und wenn irgendwas nicht stimmt, dann heißt das, irgendwas in uns drinnen stimmt gerade nicht, und dann dürfen wir hingucken.

Und so ist es gerade bei Krebs, ist das ein ganz, ganz krasses Thema. Weil Krebs immer eine Ursache hat, also eine ganz, ganz spezielle Thematik, mit der wir uns beschäftigen dürfen. Und deswegen kommt es ja ganz oft zur Spontanheilung, weil wenn die sich mit dem Thema beschäftigen, dann ist der plötzlich weg.

Obwohl die Schulmedizin sagt, da ist nichts mehr zu machen. Und das ist halt genau der Punkt. Also unser Körper ist wie eine Ampel.


Andere Fragestellerin: Manche kommen dorthin, aber viele kommen dort nicht hin.

Fragestellerin: Hängt natürlich auch da ganz stark davon aus. Auch wieder Schmerzen, ist der Schmerz stark genug, dass ich den Willen habe und die Motivation, da jetzt wirklich in die Tiefe zu kommen? Nein, nicht bei dir. Können wir aber auch sagen, was man sieht. Brustkrebs hat mit psychischen Themen zu tun, Magenkrebs hat...

T: Greif mal bitte hier in diese Tasche. Da ist ein dickes Buch drin. Auf diesem Buch steht »Die seelischen Ursachen der Krankheiten«. Das gibst du jetzt mal rum. Genau, da gibt es tatsächlich auch Bücher, die uns mehr darüber sagen, was das Thema ist. Das ist nur eins von sehr vielen Büchern.


Fragestellerin: Also zum Beispiel, wir sind ja gerade in der Frauenrunde – Endometriose. Weiß nicht, ob das euch was sagt? Das kommt ja jetzt immer mehr. Also jede 10. Frau hat das, aber viele wissen es gar nicht. Und das ist ein typisches Thema bei einer Frau, eine Frau, die sich nicht als Frau annimmt, die nicht empfangen kann, die versucht zu hustlen, zu machen, zu tun, die Männerrolle genauso übernimmt und so weiter und so fort und nicht mehr wirklich als Frau in sich ruhen kann.

So, ganz viele Frauen leiden darunter. Das hat seinen Grund gerade, warum das in der Gesellschaft immer weniger wird. Also ich bin selbst Betroffene und ich habe lange Zeit auch nur gelitten, habe gedacht, warum immer ich und etc.

etc. Und mein Leid war stark genug, dass ich gesagt habe, okay, ich muss da tiefer gucken und ich habe wahnsinnig viel über mich gelernt dadurch. Und habe auch viele Dinge verändert.


A: Bist du eventuell bereit zu erzählen, was ich beigetragen habe zu deinem Thema?

Fragestellerin: Gerne. Wir haben tatsächlich das Thema Endometriose auch mal gechannellt mit Anubis. Und unter anderem habe ich auch die Frage gestellt, weil mir aufgefallen ist, ist das jetzt wirklich mehr geworden oder bilde ich mir das ein? Ist das jetzt einfach nur bekannter oder was ist die Thematik? Und spannenderweise, also die Antwort, die dann einfach daraus kam, ist, dass dadurch, dass wir Frauen ja immer mehr Emanzipation, immer mehr Gleichberechtigung und sowas ja haben wollten, haben wir uns, sage ich mal, ein Ei gelegt dadurch in gewisser Weise. Weil früher waren wir in Anführungsstrichen nur Frau.


Hausfrau, Mutter, Kinder großziehen, das war unsere festgelegte Aufgabe. Ansonsten hatten wir in gewisser Weise ja trotzdem Freizeit. So, heute sind wir Hausfrau, Putzfrau, Mutter, gehen arbeiten, haben hier, haben da und sonst was. Also wir haben noch weniger Zeit, wir selbst als Frau zu sein, haben noch mehr auf uns aufgebürdet. Und deswegen schlägt sich das gerade in dem Ganzen nieder. Und deswegen ist es wie so eine Wellenbewegung, wo einfach gerade mal gerüttelt wird und gesagt wird, komm mal wieder bei dir selber an. Weil wir nehmen uns ja nichtmals mehr eine halbe Stunde Zeit. Wenn jemand sagt, hey, meditier mal eine halbe Stunde. Das ist bei den meisten unmöglich. Und wir haben 24 Stunden alle. Warum kriegen wir das nicht hin?

Fragestellerin: Das ist ein gesellschaftliches Problem. Aber selbst gewählt. ...... Ich weiß gar nicht, ob selbst gewählt ist. Ich glaube, dass die Dynamik einfach dorthin gegangen ist, im ganzen Lifestyle und mit allem drum und dran.

A: Keiner fragt dich morgens in der Firma, und was hast du gestern Abend meditiert? Es wird gefragt, und hast du aufs Fußballspiel geguckt? Das hat einen anderen gesellschaftlichen Stellenwert.


Fragestellerin: Aber ich glaube ja, es ist ja nicht nur die Frauenrolle, es sind ja auch die Männer. Ich merke ja, die Männer, heute Vormittag habe ich mit einer geredet, die Frauen haben die Rolle nicht mehr, und die Männer haben ja auch die Rolle nicht mehr. Da wir Frauen ja so viele Männer-Dinge schon übernehmen, muss der Mann auf der anderen Seite auch so viele Frauenthemen übernehmen.

Und beide entwurzeln wir uns, und verbiegen uns. Und keiner fühlt sich mehr in der Rolle angekommen, wohl.

Fragestellerin: Man verwirrt sich ja auch. Was ist überhaupt noch meine Rolle? Männlein, Weiblein? Ich glaube, es ist mehr als nur propagiert worden. Das ist wie eingewachsen, aber uns war einfach bewusst, dass sich die Reise annimmt. Jetzt sind es so drinnen, und jetzt strömen sie halt jeden, weil es einfach zu viel ist.

Fragestellerin: Ja, und so geht es meist, diese Volkskrankheiten, die jetzt so immer mehr auf dem Vormarsch sind, die haben alle gewisse Themen, die wir gesellschaftlich einfach jetzt... Wenn man nicht standhält, wird man krank. Das ist mir absolut bewusst, weil das ist ein enormer Druck, wenn man das bewältigen muss. Definitiv, gerade auch psychologisch. Wir setzen uns so wahnsinnig unter Druck, wir gehen ja nicht mehr, wir existieren ja nicht mehr. Ja, das ist auch alles sehr teuer geworden, das muss man auch sagen. Da sind immer mehrere Faktoren. Und dann hätten wir sie uns ja wieder ausgesucht, diese Zeit jetzt. Kollektiv gesehen. Scheinbar wollten wir es ja so haben, in der oberen Ebene, oder?


Fragestellerin: Die Frage ist, was wollen wir damit lernen als Kollektiv? Warum gehen wir gerade diesen Weg? Und was wollen wir damit erreichen? Jetzt mal salopp formuliert? Freiheit wird gerade immer wichtiger, wenn wir in Corona und darüber hinaus gemerkt haben, was wollen wir, was wollen wir nicht. Weil auch diesem Druck hält man nur eine Zeit lang stand. Und dann macht er so viel mit dir, dass du ausbrechen wirst.

Fragestellerin: Anubis, du hast von Suizid gesprochen. Du sagtest, man muss es akzeptieren, dass es seine Entscheidung war. Aber was mache ich, damit es mir besser geht, wenn ich da zuschauen muss und das akzeptieren muss, dass das der freie Wille vom Anderen ist? Damit ich nicht daran zerbreche?

Was kann ich für mich machen?


A: Es gibt ein Bild, das vielleicht helfen kann. Ich schaffe es nicht, ich habe den Überblick, ich schaffe es nicht, für euch alle ein Bild zu wählen, das für euch alle passt. Aber es wird so werden, dass die meisten damit ein bisschen weiterkommen. Stell dir mal vor, du bist in einem riesengroßen Schwimmbad. Das ist das größte Freibad der Welt. Das hat 200 Becken.

Das eine ist kleiner, und das andere ist größer, und das eine ist mit Kräutern, und das nächste ist kalt, und das nächste ist warm. Das sind unfassbar viele Becken. Das ist der Raum. Das ist der reine, verfügbare Raum. Zeit ist folgendes. Ich, die Seele, gehe in das erste Becken hinein. Und denke mir, das ist aber schön hier. Schwimme ein bisschen rum, erlebe das Becken, und dann steige ich wieder aus diesem Becken heraus. Das war ein Leben. Zeit bedeutet, ich erlebe alles, was ich hier erleben kann. Ich gehe in jedes Becken hinein. Ich tauche mindestens zehn mal irgendwo hinein. Das ist Zeit. Jetzt haben wir Raum und Zeit. Jedes dieser Becken ist ein Leben. Ich suche aus, in welches gehe ich als nächstes, wie tief tauche ich ein, strecke ich in das ganz kalte Becken nur meinen Zeh, oder bin ich richtig mutig? Und das Allerwichtigste, worauf ich jetzt abziele, wegen deiner Frage ist, wenn ich mich aus freien Stücken entscheide, dieses Becken zu verlassen, dann hat niemand am Rand, zu sagen, hey, das geht so aber nicht. Das ist das eine.


Wenn ich in das Leben eintrete, dort bleibe, meine Sachen erlebe, und das Becken dann wieder verlasse, dann ist mir nichts geschehen. Ich, Seele, erlebe Raum und Zeit. Es ist mir nichts Schlimmes geschehen, wenn ich das Becken verlasse. Das ist vielleicht ein Bild, mit dem du arbeiten kannst, wenn du möchtest.

Du kannst dir auch ein eigenes, besseres wählen. Es muss nicht immer alles für jeden passen. Aber ich finde diese Anekdote hilfreich. Eine Person steigt in das Becken des Lebens und wird es irgendwann wieder verlassen. Wann ist der freie Wille. Und wenn du am Rande sitzt, egal wie sehr du diese Person magst oder nicht magst, steht es dir nicht zu, zu sagen, du bleibst da jetzt schön drin.


Der Person ist vielleicht zu heiß in dem Becken. Die Person ist vielleicht zu kalt in dem Becken. Und der Schmerz, der bei euch entsteht, ist die Annahme, dass dies das einzige Becken ist. Weil ihr das zu oft beigebracht bekommt. Und die Tatsache, dass diese freie Seele das wählen kann, wie immer sie möchte, zeitlich, räumlich, die Seele kann sich auch danach wieder Siebzehnhundert-Schlagmichtot sonst irgendwo inkarnieren. So funktioniert Zeit.

Greift jetzt hier zu weit, macht aber nichts. Es steht dir nicht zu, vom Rande aus zu sagen, bleib gefälligst in diesem Becken. Ultimativ passiert der Seele nichts. Es wird nichts Schlimmes geschehen. Von Suizid kommst du unter absoluter Garantie nicht in die Hölle, denn die Christenhölle gibt es nicht. Es gibt das nicht.

Und es gibt auch keine Strafe. Wie du aus dem Leben gehst, ist deine ganz und gar freie Entscheidung. Und das ist auch so ein Thema, am Ende des Lebens, wenn Leute sehr krank oder sehr viele Schmerzen haben, Sterbehilfe. Es ist okay, dass die Diskussion darum groß ist. Es ist nicht okay, den Leuten zu verwehren, was sie sich wünschen. Es wird ultimativ nichts Schlimmes geschehen.

Nicht mit der Seele. Sie geht rein und raus und rein und raus und erlebt ihre Dinge.


Frage: Das heißt, Sterbehilfe wäre okay?

A: Das muss natürlich sehr, sehr vorsichtig und professionell alles abgewickelt werden. Das wisst ihr. Aber einer Seele ultimativ zu verwehren, was sie sich wünscht, ist auch keine Liebe. Man muss aber vorsichtig sein, denn ich sagte eben, und das bleibt bestehen, die Seele gewinnt so und so. Das ist eine eigene Art von Erfahrung, verwehrt zu bekommen, sterben zu dürfen. Die Seele wird das gewinnen.

Sie geht, wenn sie geht. Aber der Weg dahin kann ganz schön anstrengend sein. Natürlich.

Fragestellerin: Also entscheidet das die Seele dann auch selber, dass sie das wählt, dass sie diesen Punkt erreicht? Also brauchen wir da nicht nach Suizid noch trauern, ewig und drei Tage oder ein Leben lang. Es ist einfach dann freizugeben.

A: Trauer ist immer irgendwie ein Leben lang. Da macht man sich ja Vorwürfe. Ja, Vorwürfe sind hoffentlich nicht ein Leben lang. Natürlich sind es große Themen. Aber genau deshalb sage ich doch, ihr seid so unbetreut. Momentan. Ihr habt die Meta-Ebene nicht. Es anzuschauen aus höherer Perspektive. Das bedeutet Meditation, das anzuschauen aus höherer Perspektive.

Fragestellerin: Und so kann ich versuchen, herauszufinden, was da nun ganz genau los war?

A: Du kannst versuchen, das in Erfahrung zu bringen. Es gibt auch ein gewisses Level an Datenschutz in der geistigen Welt. Ich kann auch nicht jedem alles erzählen. Das steht mir auch nicht zu. Das wäre auch schlimm, wenn wir Götter das dürften. Das sind aber ganz eigene Themen. Du kannst das alles herausfinden, du kannst alles in Erfahrung bringen, was du möchtest. Aber du musst dich dahinter klemmen. Eigentlich ist das die Message.

Klemm dich dahinter. Was willst du? Was willst du wissen? Was willst du erleben? Was willst du erfahren? Was willst du verstehen? Klemm dich dahinter. Wenn es geht....


Fragestellerin: Wie können wir am besten um Hilfe bitten? Egal, dich, einen anderen Gott, Gott allgemein, Engel. Wie bitte ich am besten, damit ich Hilfe bekomme?

A: Vielleicht sage ich einfach einen meiner Lieblingssprüche. Wenn ihr mit dem Wort Gott kein Problem habt, und das müsst ihr selber wissen, dann ist Gott einfach nur der Sammelbegriff schlechthin. Jedenfalls für euch in diesem Land, in dieser Sprache.

Dann könnt ihr ihn gerne benutzen. Tanja sagt immer, Gott anzusprechen mit diesem ganz spezifischen Namen ist ungefähr so, wie einer Firma eine E-Mail zu schreiben, wo vorne info@ steht. Es wird schon die richtige Person treffen. Und zur Not wird es weitergeleitet. Es ist quasi das Sammelbecken. Wenn du dich danach fühlst und wenn du mich gerne treffen möchtest, dann darfst du natürlich auch meine Namen verwenden. Du kannst Persephone anrufen, meine Ehefrau. Du kannst meine Mutter sprechen. Hel.

Du kannst dir deinen Schutzengel rufen. Du kannst machen, was auch immer du möchtest. Ich sage nur, wenn dir niemand Spezieller einfällt oder es grad schnell gehen muss, ist Gott ein gutes Wort, um es zu nutzen. Es sei denn natürlich, du hast das Gefühl, Gott ist ein Arsch. Dann ist es blöd. Dann such dir lieber jemand anderen, den du lieber magst.


Fragesteller: Kann das auch ein Verstorbener sein?

A: Das kann alles sein. Ich weise nur mal vorsichtig darauf hin, dass die Verstorbenen nicht zwangsweise erleuchtet sind. Das ist alles. Wenn ihr damit klarkommt, ist es kein Problem. Also zum Beispiel Formen wie ich. Ich bin ein sehr kleiner Splitter von dem Gesamtbewusstsein namens Anubis. Sonst könnte ich gar nicht hier sein. Aber selbst diese kleine Form von mir, dieser kleine Splitter, der sich hier befindet, ist erleuchtet genug für unsere Zwecke. Das muss man eben einfach wissen. Es ist ein besonderes Thema, Naturgeister anzusprechen. Die müssen nicht erleuchtet sein. Und das bedeutet, sie können solche Dinge wie lügen.

Das beherrsche ich gar nicht. Die Formen von mir, also diese oder höher, können euch nicht belügen. Das geht mit unserer Energie nicht. Deswegen sage ich nur, seid da vorsichtig. Tendenziell sprecht mit wem ihr möchtet.


Frage: Wenn es Reinkarnation gibt, warum kann man nicht wissen, was man im Vorleben gelernt hat, in deinem Leben wissen?

A: Erinnerst du dich, was ich eben gesagt habe? Ich könnte dir auf den Kopf zusagen, dass du jetzt meine Handtasche klauen darfst, aber ich werde das morgen auch tun? Du würdest nichts mehr tun. Also jedenfalls nichts, was irgendwie blöde Konsequenzen hat. Du musst es vergessen, sonst würdest du das Spiel nicht unvoreingenommen spielen. Aber auch das wird besser. Momentan. Weil wir auf eine durchaus schöne Zeit zusteuern. Wir steuern wirklich und ganz im Ernst auf ein neues Zeitalter zu. Und das merkt man zum Beispiel an solchen Events wie diesen. Dass die Kommunikation zwischen Mensch und Anderswelt in einem ganz neuen Maße zusammenrückt und wieder zusammengeführt wird, so wie sie idealerweise sein würde. Ihr seid also der beste Beweis, dass alles seinen Gang geht. In eine positive Richtung. Nichts mit Apokalypse und so. Das sieht nur so aus. Und ich empfehle den bibeltreuen Menschen, die anwesend sind, mal den sehr signifikanten Unterschied nachzuschlagen zwischen dem Wort Apokalypse und Apokalypsis aus dem Griechischen. Das sind nämlich zwei ganz verschiedene Dinge.

Apokalypsis findet tatsächlich gerade statt. Die biblische Apokalypse zum Glück nicht. Wäre ja auch blöd für euch...... Und ich glaube, jetzt sind wir auch durch. Es sei denn, es gibt noch was ganz Dringendes.


[Alle signalisieren, dass wir abschließen können.]

A: Dann darf ich mich verabschieden. Es war wunderbar. Und ich habe mich wirklich sehr über die Diskussion gefreut. Sprecht mich an. Ich bin immer da. Ich kann weder schlafen, noch wirklich weit weg sein.

Und ist das nicht der beste Psychologe von allen? Und kostenlos bin ich übrigens auch. Oder du findest etwas anderes. Was dir besser zusagt. Den Dogmen wollen wir nicht. Und wenn du gerne mit Jesus sprichst, dann tu das. Aber vielleicht auch nicht. Das muss wirklich jeder selber klären.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend. Und ich hoffe, ihr nehmt etwas mit. Rein energetisch.

Oder vielleicht auch nur Worte oder Wissen.

Alle: Danke, Anubis. Danke.

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