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Hel, Ma' at & Anubis

23. Dezember 2021


Für diesen Blogpost gilt die gleiche Anmerkung wie für die anderen Todsünden-Posts. Ich hatte für den Lesekomfort alle Sünden in einen Artikel zusammengefasst, hier kommt der Original-Zusammenhang. ;)



[Ich mache Hozier’s »To Be Alone« an.]

T: Es gibt etwas, was ich an deinen Erklärungen von gestern nicht verstehe. Da ist eine Ungenauigkeit, und wir sollten sie auflösen.

HG: Ich weiß, du hast sie mir in deinem Manuskript rot angestrichen. Es geht um das Wort »seelenschädigend«.

T: Ja. Ich kann einfach nicht glauben, dass es uns schädigen soll, zu dir zu kommen. Es ist Umweg, das ganz sicher.

HG: Die Ungenauigkeit liegt hier. Ich meinte: Die Todsünden sind seelenschädigend, weil sie dich in mein Reich bringen. Auf den »Umweg«, wie du sagst. Das bedeutet aber nicht, dass du mit zunehmender »Zeit« mehr Schaden nehmen wirst (es gibt ja keine lineare Zeit im Jenseits), sondern der Schaden entsteht durch deine Erlebnisse. Je nachdem, wie du erzogen worden bist und welche Bilder dich in dem Leben geängstigt haben, kann dein Erleben wirklich grauenhaft ausfallen. Und das schädigt dich zu allem Übel noch mehr. Natürlich kann das alles schlussendlich aufgelöst werden. Vor allem dadurch, dass ihr darum bittet, alles klar sehen und verstehen zu können. Dennoch verlierst du Zeit und Kraft. Weil der Umweg keinesfalls sein müsste. Schon gar nicht heute, wo es so viele interessante Heilungsarten gibt. Arbeite durch deinen Kram durch, wenn du noch lebst, das ist mein wichtigster Tipp von allen!

T: Wo wir gerade eh schon Schleifen drehen. Deine Mutter Hel ist auch die ägyptische Göttin Ma’at, oder? Die mit der Feder?

HG: Das ist korrekt. Jeder stellt sich das so vor, wie es für ihn passt. Das gilt auch für ganze Zeitspannen und Zivilisationen. [Anm. 2023: Es gibt hier eine Ungenauigkeit, die ich noch auflösen möchte, wenn ich wieder mit oder über Ma'at spreche. Denn es müsste hier wohl eher heißen: Das Konzept der Göttin Ma'at hat seine energetischen Wurzeln in der "Herrin der Hölle", die ich Hel nenne. Die beiden sind nicht dasselbe, so wie eine Haselnuss nicht der ganze Strauch ist und schon gar nicht der Wald .....]

T: Na dann, auf zu unserer letzten Sünde, hehe.

[Wir sind wieder im All, aber unsere Möbel sind dennoch da. Alles schwebt in einer Blase und wir schauen auf die Erde hinab. Sogar der Kamin ist da und spendet Wärme. Er setzt sich in den großen Sessel und bedeutet mir, dass ich mich dazu setzen soll. Ich lehne mich mit dem Rücken an ihn, wie die letzten Tage.]


HG: Hast du über das Angebot nachgedacht, das wortwörtlich in unserem Raum steht?

T: Habe ich. KRYON hat absolut recht, wenn er sagt, dass wir ein 24/7 Commitment brauchen, um unsere Sache immer besser machen zu können. Ich denke seit Tagen darüber nach, weswegen wir auch mehr oder minder durchgehend eine Audioverbindung hatten. Ich denke einen Satz, du den nächsten. Ich will das weiterhin versuchen – auch übers Jahresende hinaus. Wichtig ist für mich dabei, dass die Grenze gewahrt bleibt. Ich habe am Anfang unseres Gespräches zwei Tage voller Lebensenergie eingesetzt, damit das hier klappt. Da ich nicht das Gefühl habe, dass hier nachjustiert werden muss, möchte ich, dass es dabei bleibt.

HG: Das würde es. Die Menge an Energie, die du einsetzen musstest, wurde dafür aufgewendet, deinen letzten Knoten platzen zu lassen und die Verbindung zu mir zu festigen. Du hast diese Energie also trotz allem in dich selbst investiert. Nicht nur, weil alles, was in meine Richtung fließt, dir wieder zugutekommt, sondern noch direkter. An unserem Deal würde sich sonst nichts ändern. Und auch wenn ich mich wiederhole – du könntest das Experiment jederzeit abbrechen.

T: Wie kannst du es schaffen, mir im Alltag so nahe zu sein, dass du quasi ständig mit mir sprechen kannst? Kostet dich das keine Unmengen an Kraft?

HG: Wir hatten das schon. Audio ist anders. Ist die Standleitung einmal gelegt, geht vieles leichter.

[Ich nehme einen großen Schluck Kaffee und denke zurück an die Sache mit den Sinnesfreuden.]

HG: Das wäre übrigens keinesfalls automatisch so ab jetzt. [Er würde nicht automatisch alles miterleben, was ich esse oder trinke etc.] Es geht einzig und allein über die Standleitung, mich in jedem wichtigen Moment hören zu können. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf Dinge richtest, die deine Konzentration vereinnahmen und mich nichts angehen, schließt sich diese Leitung von ganz allein.

T: Dann will ich es versuchen. Auch die körperlichen Warnungen sind in Ordnung. Ich weiß genau, dass du das nur tust, wenn es wichtig wird. Jetzt erzähl mir von der Wollust, und ich werde versuchen, mitzuhalten gedanklich.


HG: Lust beschreibt immer eine körperbetonte Verbindung zu etwas oder jemandem. Im Grunde ja etwas sehr Schönes, wie auch Essen etwas sehr Erfreuliches ist. Über die Stränge schlägt die Lust, wenn sie zum Zwang wird. Der Zwang-Anteil ist das, was die Lust umschlagen lässt in die Todsünde. Denn das bedeutet, dass du ständig auf der Suche nach einer körperlichen Verbindung bist, so wie ein hungriger Löwe ständig auf der Suche nach Beute ist. Ruhe? Genuss? Herausgezögerte Befriedigung? All das sind Fremdworte für die Wollust. Sie kann weder abwarten noch lange verweilen, denn leider schleicht sich, so toll eure Körper sind, schnell Gewohnheit ein. Nicht nur ist der Wollüstige also ständig getrieben und auf der Suche, er kann es auch weder genießen noch die Verbindung vertiefen und verweilen.

T: Das klingt nach einer ziemlich armen Socke, wenn ich ehrlich bin.

HG: Das siehst du ganz richtig. Heute sagt ihr übrigens nicht mehr, jemand sei wollüstig. Ihr sagt sexsüchtig. Es ist aber am Ende das Gleiche.

[Ich drehe mich um und sehe ihn an. Er ist entspannt und ruhig. Je länger ich ihn ansehe, mit den langen Haaren und den Leinensachen, desto mehr sehe ich durch die Fassade hindurch. Darunter sehe ich den Sternenhimmel mit all seinen Galaxien und Sonnen, jeder Stern wie eine Sommersprosse innerhalb einer männlichen Außenform. Und noch viel interessanter: Ich sehe auch mich selbst aus seinen Augen. Eine rothaarige Frau mit sanft leuchtender Haut. Sieht man noch genauer hin, sieht man diese vertikal durchlaufende Schrift, wie aus »Matrix«. Aber nicht grün, sondern gänzlich aus Licht und somit gelb-orange. Unter meiner Außenform liegt das Licht, unter seiner eine scheinbare Leere und Schwärze. Das perfekte Duo. Ich starte ein weiteres Energie-Experiment und lege einen ganz sanften Kuss auf seine Wange.]


HG: Siehst du? Keine Flecken aus Stein haben sich gebildet, und niemand ist für sein Verhalten zur Hölle gefahren.

T: Wie geht das? War es wirklich alles nur Schauspiel vorher?

HG: Nein, meine Form ist wirklich geschädigt worden und musste aufgegeben werden. Aber ich könnte dafür gesorgt haben, dass diese neue Form wesentlich mehr Energie aufnehmen kann, bevor etwas geschieht.

T: Hehe, Cheater.

HG: Möchtest du lieber noch einmal über mir verzweifeln?

T: Nein! Nein, ein Mal hat mir völlig gereicht, danke.

HG: Sieh uns an. Nicht nur haben wir alle Lerninhalte geschafft, die ich mir fest vorgenommen hatte und deine Realität zurechtgerückt, wir haben sogar noch Zeit übrig. Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass du dich zu dem Schritt mit der dauerhaften Verbindung durchringen würdest. Es muss für viele immer noch bedrohlich klingen. Ich bin sehr stolz auf dich, wie übrigens auch Hel sehr stolz auf dich ist. Die nächsten Tage liegen nun offen vor uns. Was machen wir damit nur?

T: Ach, ein paar Themen fallen mir sicherlich noch ein, warte nur ab! Aber ich nehme auch sehr gerne Vorschläge von dir entgegen. Ich gehe sogar davon aus, dass du noch eine Menge interessanter Dinge erzählen könntest.

HG: Könnte ich. Zum Beispiel fragst du dich schon seit einer Weile, wie weit sich die Statuen an den heiligen alten Orten in Ägypten mit dem überschneiden, was aus uns wird, wenn wir unsere Form wechseln. Du fragst dich, wie akkurat sie sind. Ich hätte auch noch viel über PriesterInnen zu erzählen, und wie ihr Alltag aussah.

T: [bekommt leuchtende Augen] Ja zu allem!


HG: [lacht] Wissbegierig, wie immer, kleine Scribe. [Er umarmt mich noch einmal lange.] Aber jetzt geh zurück in dein Leben und bereite weiter alles für morgen vor. Wenn du willst, wirst du jederzeit meine Anwesenheit in deinem Rücken spüren. Wenn du eine Frage hast, bin ich da.

T: Musst du dafür nicht diesen Teil von dir auch 24/ 7 bereitstellen? Quasi exklusiv für mich? Geht der Deal in beide Richtungen?

HG: [schmunzelt] Glaubst du, es sei bei den anderen Aspekten irgendwie anders gelaufen? Auf diese Art sind wir überall gleichzeitig und lassen jedem das gleiche Maß an Aufmerksamkeit zukommen. Jeder Gott betreut seine Kinder, seine Splitterstücke. Wie sonst sollte das System wohl funktionieren?

T: Dein Commitment gilt also genau so in meine Richtung.

HG: Aber selbstverständlich. Ich habe zugesagt, einer deiner Hauptkontakte zu sein, als du dich entschlossen hast, dieses Leben anzutreten. Als du geboren warst, war einer meiner Anteile für dich abgestellt. Für dich hergestellt. Das ist nichts Besonderes, es ist das System.

T: Danke. Ich danke dir. Für alles. Ich will gar nicht »bis morgen« sagen, ich will dich übergangslos in meinem Ohr behalten. Nur das Mitschreiben hört auf, deshalb erinnere mich bitte an die wichtigsten Sachen.

HG: Werde sehen, was sich tun lässt.

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