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"Mein Name ist Anubis"



14. November


T: Ich habe doch nochmal etwas nachgelesen und Youtube bemüht, und ich muss sagen ... es gibt wirklich viel komplett falsche Infos da draußen! Da meine ich jetzt gar nicht mal die Physiker, die sich irgendwie den Kopf zerbrechen und eine Formel finden wollen, die alles gleichzeitig erklären kann. Ich meine eher so Infos über Fremdenergien, schlechte Energien, Besessenheit und so weiter. Da stehen einem echt alle Haare zu Berge! Aber praktisch, man ist nie selber an seinem Kram schuld. Wutausbruch? Das war ein Dämon! Du schlägst deine Kinder? Du bist halt besessen! Das macht es ja verdammt einfach ...

HG: Angstsysteme haben schon immer von allen Systemen am längsten gehalten.


T: Amen, Bruder. Mir wird ganz schlecht, wenn ich daran denke, wie viele Milliarden Menschen wahrscheinlich an so einen ungenauen bis fiesen Unsinn glauben.

HG: Auch hier war »Gespräche mit Gott« ein Befreiungsschlag. So heilsam für so viele.

T: Wo wir gerade bei Büchern sind – sollte ich mich doch mal an den »Kurs in Wundern« heranwagen? Ich hatte es irgendwann mal in der Hand, aber mir verschwamm alles vor den Augen, weil der Stil doch eher ... gewöhnungsbedürftig ist.

HG: Wenn du mit Jane Roberts` Buch fertig bist, warum nicht?

T: Die Nachrichten von Seth? Ich dachte ja immer, damit wäre der GOTT gemeint! War wohl nichts, hehe. Muss ich den wohl selber finden. [Ich google kurz die Gottheit Set/Seth. Die Ägypter sprachen ihn »Sutekh« aus, und durch mich geht ein plötzlicher Energiestrom hindurch, als ich diese Namensform lese.] Holla! Das war gerade sehr interessant. Bist du eine Entsprechung von Sutekh?

HG: Fühlt es sich so an?

T: Nein. Ich glaube, du bist eine Entsprechung von Anubis.

HG: Wie schön doch eine geschulte Intuition ist.

T: Also habe ich recht.


HG: Ja, so ist es. Anubis ist eine Darstellung, mit der ich konform gehen kann. Cerberus und Hades liegen auch noch »auf meiner Wellenlänge«, könnte man sagen, aber vieles ist auch wirklich weit hergeholt. Auch mit Lady Micte [aztekische Totengöttin] komme ich als Abbildung gut zurecht, sie ist volksnäher und nahbarer. Die Mittel- und Südamerikaner haben eine fast kindlich unschuldige Art, an ihre Gottheiten heranzugehen, und der Rest der Welt könnte davon viel lernen.

T: Du hast neulich schon mal den »Höllenhund« erwähnt. Wie muss ich mir das genauer vorstellen mit Cerberus? Ich meine klar, Wächter übe die Hölle, tralala, aber was davon hält deiner Betrachtung stand?

HG: Erst einmal bewacht der »Höllenhund« nicht das Tor, damit die Toten das Jenseits verlassen, sondern damit die Lebenden nicht für Schindluder zu uns hinabsteigen!

T: Ähm ... was?!


HG: Schau doch mal. In früheren Zeiten gab es MÄCHTIGE Zauberer und Hexen. Dagegen verblasst jede weltliche Macht, die ihr momentan so kennt. Diese Menschen waren sehr wohl fähig, in das Gegenreich vorzudringen und Hel Seelen abzuringen – ziemlich gewalttätig, wie ich dazu sagen muss. Wenn des Menschen Wille sein Himmelreich ist, dann gibt es immer einige, die ein noch größeres Reich suchen. Warum sich einen Raum in der geistigen Welt schaffen, wenn du ein ganzes Schloss in der Hölle an dich reißen kannst?

T: Du liebe Güte!

HG: Ihr Unschuldskinder. [Hozier singt: "Nina cried Pooooower! Pooooower!"] Ja, Menschen schaffen es, der Hölle ihre Kinder zu entführen. Golems, Zombies, untergebene Geister, Vodoo. Was meinst du denn, woher die Mythen kommen? Wenn bei euch wiederholt eingebrochen wird, dann besorgt ihr euch doch auch einen Wachhund, oder? Deshalb wurde Cerberus geschaffen. Er ist jedoch kein Teil von mir. Warum auch?

T: Hat er ein eigenes Bewusstsein?

HG: Nun ja, wirfst du ihm etwa vor, dumm zu sein?

T: Ähm, nein! Ich meine ja nur.

HG: Er ist etwa auf einem Level mit Jormungandr. Genau genommen verstehen die beiden sich sogar bestens.

T: Och ja, auch schön.

HG: Hey, nicht frech werden.

T: Entschuldige. Es ist gerade so skurril, da kann ich manchmal nicht anders. Ich habe 10.000 Anschlussfragen! Zu Anubis, zu Seth, der seltsamerweise sogar in der Bibel auftaucht (was ich wie üblich nicht wusste) und zu Hades und Cerberus!

[Timer abgelaufen.]


HG: Ist doch nicht schlimm, ich glaube, wir werden genug Zeit für alles haben.

T: Ich will noch nicht Schluss machen, es ist gerade so toll! Also zerreißt Cerberus viel mehr die lästigen Zauberer als die Jenseitsbewohner.

HG: Warum sollte Letzteres sein Job sein? Da hätte er ja gar nichts zu tun, denn wer bei uns ist, hat dem entweder aus freien Stücken zugestimmt oder ist so sehr in seiner eigenen Traumwelt gefangen, dass er Cerberus nicht sehen könnte. Cerberus achtet mit auf die Pforten der Hölle (Mehrzahl), weil es davon so viele gibt, und meine Mutter und ich unsere Augen nicht überall haben können. Du erinnerst dich? Zwischen der »normalen geistigen Welt« mit der weißen Matrix und unserem Bereich öffnen sich Wurmlöcher, damit Austausch stattfinden kann. Und natürlich riskiert die eine oder andere Seele von der hellen Seite mal einen neugierigen Blick.

Cerberus sorgt dafür, dass sie keinen Fuß auf unsere Seite setzen, denn das Wurmloch ist als Einbahnstraße ins Licht gedacht. Wer seine Themen durchgearbeitet hat und »Abbitte geleistet« hat (weil er so erzogen ist und das für absolut nötig hält), der kann gehen. Das Wurmloch öffnet sich vollautomatisch, so wie sich eine Blüte öffnet, die die Anwesenheit der Sonne erspürt. Es muss nichts weiter getan werden, das System ist – selbstredend – perfekt.

T: Anschlussfrage! Fenris ist Cerberus, richtig?

HG: Eine Soße.

T: Du bist unvergleichlich. Anubis.

HG: [grinst] Es ist schön, wie du die Fäden mehr und mehr zusammenbringst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass du einmal ein Buch über das neue Pantheon schreiben wirst. Um einiges zurechtzurücken.

T: Also auf meiner Wunschliste mit ganz oben stände ja auch Thot – der Gott der Schreiber. ;)

HG: Nun, du hast ja noch ein paar Jahre auf dieser wunderschönen Erde, nicht wahr? Es kann noch viel passieren.

T: Das mit der »Festhalle voller Götter« war wirklich kein Witz, hm?

HG: Absolut nicht. Selbst jetzt, wo du weißt, dass eine Gottheit so viele Namen in sich vereint, gibt es immer noch so viele von uns.

T: Mann! Jetzt habe ich ENDLICH einen richtigen Namen von dir bekommen. Das fällt mir eben erst auf!

HG: Na sowas aber auch.

T: Du hast damit ganz schön lange hinterm Berg gehalten, mein Lieber.


HG: Es war eben jetzt erst der richtige Zeitpunkt dafür. Wäre ich in dein Leben gekommen und hätte diesen Namen verkündet, du wärst doch stiften gegangen.

T: [kleinlaut] Gar nicht.

HG: [zeigt sich mir vor meinem inneren Auge im vollem Aufzug. Mit Schakalkopf und langem Stab und in diesem weißen Lendenschurz der Ägypter.]

T: Tut mir leid, Männer in kurzen weißen Röcken konnte ich noch nie ernst nehmen.

HG: [lacht lange, dunkel und irrsinnig laut] Vorlaut, die kleine Schreiberin. Aber du hast mich zum Lachen gebracht, und das tut gut. Ich muss allerdings noch einen Takt zu Cerberus sagen. Weißt du, er zerreißt nicht nur freche Zauberer in der Luft (oder eher deren Abbild), sondern er kann auch Dinge, die du mit dir ins Totenreich schleppst, von dir schälen wie Fleisch von einem Knochen. Wenn eine Seele sehr viel Ballast mitbringt, der eigentlich gar nicht sein müsste, sondern den sie wie eine Art Hülle mit sich trägt, dann verrichtet der Höllenhund seine ehrenvollste Aufgabe. Cerberus erkennt mit absoluter Genauigkeit, was in die Unterwelt gehört – und was nicht. Was zu einer leidenden Seele gehört – und was nicht. Der Schock, ihn zu sehen, kann eine Seele veranlassen, ihre Päckchen fallen zu lassen und wegzurennen. Zugegebenermaßen nicht besonders weit, aber sein Auftritt kann dennoch heilen. Schock reduziert alles aufs Wesentliche, auch und besonders die eigene Situation.

T: Bitte lass uns morgen unbedingt weiter über die Abbildungen von Anubis uns Sutekh sprechen. Warum ihr mit Tierköpfen dargestellt werdet und so weiter!

HG: Das können wir tun. Für heute ist es wahrlich genug.

T: Bis morgen.

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