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Tulpas, Golems, Götter


Bild: KI-Kunstgenerator NightCafé


T: Was macht man denn am besten zu Ostara eigentlich? Du hast gesagt, ich soll es feiern, aber abgesehen von ein paar Hexenseiten im Netz wird mir wahrscheinlich keiner so richtig sagen können, wie es geht! Vor allem, weil ein Fest ja scheinbar doch für jeden anders ist und somit die Rituale höchstens ähnlich sind. Ich bin sicher, die Frau mit den Feen [siehe letzter Artikel] sollte Ostara anders begehen als ich, kann das sein? Gibt es denn dann überhaupt generell gültige Guidelines?

C: Wie möchtest du Ostara denn feiern?

T: Es war so klar, dass du so etwas sagst.

C: Warum sollte ich es dir auch einfach machen? Wenn du wirklich den anderen hinterherlaufen willst, findest du genug Beispiele. Wichtiger wäre, wie ein Tag/Nachtgleiche-Event FÜR DICH aussehen sollte.

T: Mir fällt beim besten Willen nicht viel ein. [Google.] Heh, lustig, wie mal wieder alle christlichen Bräuche geklaut und gnadenlos abgekupfert sind. Aber wenn Ostara wirklich eine Göttin ist, ist sie dann ein Teil von dir oder eine Entsprechung von dir?

C: Das ist sehr schwer zu erklären. Ostara ist zuerst einmal eine Nymphe, wenn man es genau nimmt.

T: Warum?

C: Weil eine Nymphe eine zeitlich begrenzte Erscheinung ist und eine Göttin nicht.*

T: Oh! Das macht Sinn.

C: Na bitte, ich bemühe mich ja auch. Ostara ist ein Zustandsname meiner Wenigkeit.

T: Äääh ...

C: Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind Zustandsnamen eines Kalenderjahres. Besser?

T: Ja!


C: Na also. Ostara ist ein Zustandsname, denn wie ich sagte, können wir euch nicht daran hindern, eurer Kreativität freien Lauf zu lassen, was unsere Namen und Ausprägungen angeht. Wenn du dir einen Gott lange genug vorstellst, dann existiert er auch.

T: Du liebes Bisschen!

C: Es ist wirklich frustrierend, dass dich das so überrascht. Du denkst meine Lehren einfach überhaupt nicht weiter.

T: Ich finde es aber gefährlich, sich eine neue Gottheit vorzustellen! Ich habe mal recherchiert, was eine »Tulpa« ist. Eine Art Energieklumpen, den man von sich abspalten kann ... mit viel geistiger Arbeit. Ein Golem. Ein unsichtbarer »Freund«, der sich sehr schnell gegen dich wenden kann.

C: Der Grund, warum eure energetischen »Brocken« zerfallen [das Originalwort war hier deteriorate], ist der gleiche, warum unsere Abgesandten zerfallen. Denk an das Gleichnis mit den Kerzen. Sie brennen nieder und werden zu nichts. Das ist ein normaler Vorgang und kein Grund zur Besorgnis. Es ist einfacher, eine neue Kerze zu machen, und quasi unmöglich, die Energie aus der Flamme zurückzurufen in ihre Kerzenform. Eure Tulpas zerfallen, weil es überhaupt keine Alternative dazu gibt! Ihr könnt sie nicht füttern nach dem Schöpfermoment. Ihr habt nicht die Macht dazu, und die sollt ihr auch gar nicht haben. Um eine Tulpa LICHTVOLL am Leben zu erhalten und das Wesen zu nähren, bräuchtet ihr eine Silberschnur-Verbindung mit dem Wesen. Kein Mensch konnte jemals eine solche erstellen. Körper könnt ihr erschaffen, ja. Klonen oder wie auch immer herbei befehlen. Diese Körper bringen ihre Silberschnur mit. Aber SCHAFFEN könnt ihr trotzdem keine.


T: Aber du hast eben gesagt, wir können Götter erschaffen, wenn wir sie in die Existenz denken.

C: Das sagte ich. Die wichtige Unterscheidung ist folgende: Was ihr selbst ER-denkt, ist maximal eine Nymphe. Ein Abgesandter. Ein körperloses Trugbild. Tulpa. Wem ihr aber natürlich vorkommenden Frequenzen begegnet, das interpretiert ihr ja nur. Ob Cernunnos für dich der gehörnte »Teufel« ist oder der stramme grüne Mann mit Geweih auf dem Menschenkopf, ändert mich in keinster Weise. Meine Frequenz gehört dir nicht. Sie war vor dir hier und sie wird bleiben, bis deine Kindeskinder ihre Körper aufgeben. Ich bin für dein Level unantastbar. Und dann doch wieder extrem antastbar, weil du eine Vorstellung von mir bekommst. Weil du meine Frequenz kreuz und quer durch deinen Bioempfänger namens Gehirn jagst und das zu einem Ergebnis kommt – zu einem PERSÖNLICHEN, hoch SUBJEKTIVEN Ergebnis.

T: Wenn Ostara »nur« ein Zustandsname für dich ist, dann können wir doch auch dich wieder besser ins kollektive Gedächtnis holen, oder? Warum der Umweg?

C: Weil es für die Menschensprache einen Unterschied macht, ob du über »das Jahr« sprichst, oder über »den Frühling«. Die Konzepte sind andere. Frühling ist immer Teil des Jahres, aber das Jahr ist nicht nur Frühling.

T: Okay, das leuchtet ein.

C: Ostara als Frequenz meiner Wenigkeit versucht, euch ein Konzept zu lehren, das ihr endlich wieder ehren solltet. Sie ist natürlich auch eine extrem weibliche Ausprägung meiner Fähigkeiten als Wächter des Waldes. Wobei nicht ich alles aus der Winterruhe wecke. Diese generelle Macht ist mir übergeordnet. Ich bin nicht Gaia. Ich bin der »Manager« des Waldes, wenn du so willst. Geboren hat ihn Gaia.

T: Bitte lass uns das morgen weiter besprechen, in Ordnung? Es tut mir sehr leid, dass ich dich unterbrechen muss, aber das ist so faszinierend!!

C: Geh ruhig, ich bin Kummer gewohnt.


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*Ich glaube, dass Cernunnos das Wort »Nymphe« verwendet, wo ich üblicherweise das Wort »Aspekt« verwende. Leider habe ich in dieser Session nicht nachgefragt, ob das mit der zeitlichen Begrenztheit anders gemeint ist, weil keine zwei Osterfeste und keine zwei Jahre genau gleich sind – ein Prinzip, das uns in dem Buch/Film »Scrooge« z.B. begegnet im »Geist der jetzigen Weihnacht«. Der Geist dort gibt klar zu erkennen, dass er einzigartig ist und nächstes Jahr einer seiner Brüder die Weihnachtsnacht begleiten wird.


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