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Wasser & Karma



26. Juli 2021


T: Es kommen weitere Tote hinzu. Nicht nur durch die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands, sondern auch in absolut nächster Nähe zu mir. Ich wohne direkt neben einem großen und besonders tiefen Badesee. Eigentlich in jeder Saison ertrinken dort Leute. Das muss man wohl einfach hinnehmen an einem See. Aber innerhalb der letzten zwei Wochen sind zwei Menschen dort nicht wieder herausgekommen. Gestern war es ein 11-jähriger Junge. Ich kann mir nicht ausmalen, was seine Eltern durchmachen müssen. Jetzt gerade.

N: Das Wasser leitet euch an. Ihr habt viel Karma ihm gegenüber angehäuft, und das wird jetzt bereinigt. Insofern kann man verstehen, warum die Leute früher sagten: »Verärgere nicht den Gott des Wassers oder du wirst ertrinken.« Nun holen wir euch ganz sicher nicht persönlich, und schon gar nicht aus Rache. Die Götter beschäftigen sich in dem Sinne gar nicht mit karmischen Verstrickungen, da würden wir ja nichts anderes mehr tun. Wir haben größere Zusammenhänge im Blick. Es ist niemals so, dass ich einen Schalter irgendeiner Art umlege, und dann geht dein Schiff unter. Ich bin bei dem Magnetismus namens Karma nicht beteiligt – und alle anderen Götter ebenso wenig! Hätte ich einen solchen Schalter, bräuchte ich den freien Willen, ihn umlegen zu können ... und den habe ich nicht.


T: Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich bin ziemlich froh darüber.

N: Kein Wunder. Wir könnten wirklich furchtbare Dinge anstellen, wenn wir Gottheiten tatsächlich schalten und walten könnten, wie ihr es euch immer ausmalt! Grundgütiger. Sämtlichen Magnetismus regelt ihr eigenständig. Das bedeutet, ihr häuft das Karma eigenständig an (der Teil ist euch klar) und ihr sorgt für den energetischen Ausgleich – die karmische Schuld wird beglichen (der Teil ist euch weit weniger klar).

T: Du liebes Bisschen. Ich hatte gerade die Seitenerkenntnis: Geldschulden sind Energieschulden!

N: Das ist richtig, aber über Geld wird jemand anders mit dir sprechen. Ich bin nicht gut in Stückmaßen und Einheiten, denn der Ozean passt weder in einen Schuhkarton noch in einen Messbecher.

T: Schön gesagt!

N: UNA hatte es dir gesagt, und du solltest zu diesem Text oft zurückkehren: »Jede Welle ist ein Weg nach Hause.« Euer Sternenschiff. Euer Bus. IHR macht kollektiv aus, wann wo welcher Bus hält – und wer in ihn einsteigt. IHR bestellt eure Sternenschiffe. Niemand sonst. Manchmal sind sie klein, manchmal sind sie gigantisch. Du könntest sagen, das »Corona-Schiff« war eines der gigantischsten der letzten Jahrhunderte. Nicht so groß wie die »Arche« aus eurer Bibel, aber eben doch ein Großereignis, planetar gesehen.

T: 4,16 Millionen Tote sagt der Zähler momentan. Ich habe es gerade nachgeschlagen. Ich beschäftige mich normalerweise nicht mit solchen Zahlen. Ich hatte auch keine Ahnung, dass Corona durchaus wohl noch den Vietnamkrieg überholen könnte an Opferzahlen. Es ist wirklich ein Krieg. Ein leiser Krieg.


N: Euer Krieg gegen die Natur läuft ja auch verhältnismäßig leise. Aber die Kriegsberichterstattung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Fridays for Future und ähnliche Jugendproteste werden in eure Geschichtsbücher eingehen, ob ihr wollt oder nicht.

T: Das glaube ich gern. In letzter Zeit habe ich übrigens das absolute Bedürfnis, Videos über Wasser zu sehen. Ganz besonders über das Tauchen. Interessant, wie deine Nähe auf mich wirkt.

N: Tauchen ist Meditation. Die meisten verstehen das nicht, weil sie an der Oberfläche dieser Thematik verbleiben.

T: Ha!

N: [grinst] Nur wenige tauchen tiefer in das Thema ein und können nachvollziehen, was die Taucher berichten. Dass die absolute Körperbeherrschung beim Apnoe-Tauchen sie freier macht, entgegen aller Annahmen. Dass die Uhren unter Wasser anders ticken – was absolut korrekt und wissenschaftlich nachweisbar ist!

T: Warum?

N: Weil die Sonne als großer Taktgeber mit jedem Meter Tiefe weiter an Bedeutung verliert. Und selbst wenn du direkt an der Oberfläche schaust: Es ist schwierig, im Meer etwas sehr Wuseliges zu finden! Das kommt alleine schon daher, dass die Strömungen und der Wellengang dir einen gewissen Takt vorgeben. Ebbe und Flug ebenso. Wasser ist ein fantastischer Taktgeber, aber im Großen und Ganzen VIEL langsamer als die ständig dahin rasende Sonne. Außerdem: Versuch mal, gegen das Hin und Her der Strömungen anzuschwimmen. Du stellst schnell fest, dass es nutzlos ist! Du musst dem Rhythmus des Wassers folgen, oder im Clinch mit ihm umkommen. Erschöpfte Menschen würden deshalb gut daran tun, den Takt des Wassers kennenzulernen und ihm mehr zu folgen. Du brauchst dafür nicht einmal allzu viel Intuition, denn das Wasser zeigt dir sofort, was geht und was nicht. Du bist demütig im Angesicht des Wassers, oder du bist nicht mehr lange. So simpel ist die Wahrheit des Wassers.

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