Hexenwunden verstehen
- The Spirit Scribe
- 21. Juli
- 13 Min. Lesezeit

Hinweis: Dieses Channeling fand auf dem Festival-Gelände des Schamanischen Festivals "West" 2026 statt. Es war also Musik im Hintergrund. Energetische Arbeit. Rituale. Eine Gruppen-Energie. Lärmende Kinder auf dem Zeltplatz. Das ist gemeint mit den schwierigen Rahmenbedingungen, die mehrfach im Text erwähnt werden.
Anubis: Wie schön, dass ihr alle da seid. Wie schön, dass ihr es eingerichtet habt. Atmet mit mir. Nichts an diesem Ort ist leicht. Nichts an dieser Zeit ist gerecht. Aber wir werden das Pferd schon reiten, wie die Anwesenden sagen würden. Ich versuche zuerst etwas Ausgleich zu schaffen, quasi zwischen dem Außen und dem Innen. Ihr müsst euch vorstellen, dass wir im Moment eine Gesamtsituation haben, quasi in diesem Landstrich. Dann haben wir das Festivalgelände, auf dem eine gänzlich andere Energie herrscht.
Und dann haben wir dieses Zelt, in dem ich wieder anders versuche zu wirken. Und obwohl ich mich natürlich nicht gegen das Event stelle - wer bin ich schon, das zu tun - muss ich doch an der einen oder anderen Stelle für einen enormen Ausgleich sorgen. [...]
Die eigentliche Frage im Raum ist heute aber eine andere. Und ich möchte euch bitten, dass ihr sie mir ausnahmsweise nacheinander detailreich vorstellt. Jeder darf also sein Stück zu dem Schlagwort sagen.
Das oberste Schlagwort heißt Hexenwunde. Ich möchte, dass ihr ein oder zwei persönliche Sätze dazu sagt. Alles, was euch im Moment einfällt. Weil ich versuchen werde, Stück für Stück darauf einzugehen. Aber manchmal werdet ihr Tanja erinnern müssen, wenn wir zu sehr abschweifen. Du wolltest diese Session haben, K.. Also trag mir jetzt auch vor, was du denkst.
K: Ich möchte gerne über dieses Thema sprechen, weil es mir in letzter Zeit immer wieder begegnet ist. Und zwar aktiv auf verschiedene Arten und Weisen. Sowohl der Begriff als auch das, was dahinter steht. Das Thema betrifft ja nicht nur Frauen, aber viele Frauen. Und hängt oft zusammen mit der Thematik, dass sich die Frauen heutzutage immer noch nicht trauen, sich und ihre Fähigkeiten offen zu zeigen. In die Sichtbarkeit zu gehen, ihr volles Potenzial nach außen hin zu tragen, so kollektiv gesehen. Persönlich möchte ich das Thema Spiritualität im vollen Ausmaß leben und zulassen, aber irgendeine Angst schwingt hier noch mit. Ich vermute, dass dieses "sich klein machen" mit solch einer Hexenwunde zusammenhängen könnte. Da mir das Stichwort immer wieder vor die Füße fällt, wollte ich unbedingt deine Einschätzung dazu hören.
A: Beschäftigt sich deine Frage vorrangig mit der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft? Wo ist dein Fokus?
K: Na ja, mein größter Fokus wäre tatsächlich mehr Gegenwart und Zukunft.
A: Okay, weiter. Lasst mich gleich vorweg sagen, wer als Mann glaubt, keine Hexenwunde zu haben, liegt falsch.
L: Das wollte ich gar nicht sagen. Ich bin sehr sicher, dass ich eine habe. Ich habe in der letzten Zeit sehr viele blinde Flecken in mir entdeckt, die mir vorher nie aufgefallen sind. Und ich schaffe es nicht, aktuell den Finger draufzulegen, weiß aber, dass es notwendig ist, weil da Dinge vergraben sind, die ich entdecken sollte. Und allein, dass wir jetzt hier sitzen und darüber reden, ich merke, dass in mir eine undefinierte Panik aufsteigt, wie man sich fühlt, wenn man die Augen aufreißt, wenn man sich vor irgendwas erschreckt oder vor irgendwas weglaufen möchte und ich weiß nicht, woher. Ich möchte wissen, ob das damit zusammenhängt oder warum das so ist. Ich möchte also die Vergangenheit verstehen, wo das herkommt, warum das so ist.
A: Weiter. [Der nächste.]
Ti: Tja, ich hätte da mal so ein paar grundsätzliche Fragen tatsächlich. Ich kann mit dem Begriff Hexenwunde nicht so viel anfangen, weil erst einmal habe ich da keine richtige Erklärung dafür, aber ich kann es mir denken. Es stellt sich mir so dar, hätte ich in meiner Hexer-Vergangenheit quasi das eine oder andere erlebt, so Sachen wie verbrannt werden oder ersäuft werden, wo ich sagen würde, das ist okay, da gibt es ganz viele Themen, die weiß ich und damit habe ich abgeschlossen, damit bin ich cool. Aber so dieses Klassische »sie kommen dich holen«, das ist was, das kommt immer wieder mal hoch. Also gehe ich jetzt recht in der Annahme, dass es eigentlich die Hexenwunde nicht gibt, sondern dass es eigentlich ganz viele Themen sind, die bearbeitet werden müssen, die du einfach so mitgeschleppt hast. Da hätte ich gerne eine möglichst detailreiche Erklärung dazu. Danke schon mal im Voraus.
A: Das ist natürlich richtig, eine Hexenwunde ist eigentlich ein Cluster von Themen, die unter dem Oberbegriff zusammengefasst werden ab und zu. Wir müssen nicht weit in die Geschichte gucken, um zu sehen, dass Hexenverfolgung und auch Hexerverfolgung immer irgendwie Thema war. Und es gibt zwei große Komplexe. Was ist eine Hexenwunde? Eine Hexenwunde hat wie alles zwei Seiten. Auf der einen Seite ist diese große Angst. Das ist die Angst vor einer eigenen Gesellschaft. Eine Angst, die es eigentlich nicht eben sollte oder müsste, weil eine Gesellschaft idealerweise alle ihre Teilnehmer akzeptiert. Wenn die sich auch nur halbwegs ordentlich benehmen. Das ist diese Seite der Medaille. Das ist die Angst, die leider ja auch immer gerechtfertigt war. Egal, wie viel weiße Magie du betreibst, diese Angst ist immer gerechtfertigt. Und der Kernsatz ist tatsächlich, »sie kommen dich jetzt holen«. Ich gebe euch eine ganz kleine Anekdote aus Tanjas Leben, weil sie so gut passt. Das ist genau das Thema Hexenwunde.
Wie ihr euch sicherlich denken könnt, ist das heute nicht mehr aktuell, dass irgendjemand wird nachts mit Fackeln und Mistgabeln abgeholt und in einen Kerker geworfen. Das ist logischerweise auch in diesem Leben dieser Frau nie passiert. Auch nicht über Bande was anderes. Da war nichts. Nichtsdestotrotz waren die ersten 35 Jahre ihres Lebens folgendermaßen: Wenn irgendjemand nachts unter Tanjas Fenster langgelaufen ist, in anderen Wohnungen, in anderen Settings, bei Events, auf Campingplätzen, völlig egal. In irgendeinem Setting, wo an deinem Bett ziemlich direkt jemand vorbeilaufen kann. Und diese Leute haben gelacht und Spaß gehabt und waren vielleicht leicht angetrunken, kamen vom Volksfest. Es war alles gut. Diese Leute waren nicht böse! Dann stand sie trotzdem aufrecht im Bett. Mit mittelmäßiger Panik. Das ist die Hexenwunde. Das logische Wissen, zu wissen, es ist alles gut. Und das Herz, das sagt, sie kommen mich holen. Es ist egal, wie sehr sie lachen. Sie lachen - in ihrer Wahrnehmung - nicht über das Volksfest und die Witze und das Konzert, was auch immer war. Das ist die Lehre. Die Lehre, die übrig bleibt aus der Hexenwunde ist, sie werden mich holen kommen. Was natürlich dazu führt, dass man den Kopf unten behält. Mit seinen Talenten, mit seinen Gedanken, mit seinem Wesenskern und mit dem, was man eigentlich der Welt bringen könnte. Die Hexenwunde kann aber bearbeitet werden. Das sollte auch klar sein. Wenn du sie hast – und seien wir ehrlich, die allermeisten haben sie immer noch mindestens ein Stück weit – dann bedeutet das, dass du da noch mal reinschauen musst. Der Teil ist klar.
Aber zuerst musst du verstehen, dass diese Zeit jetzt hier gerade sich extrem wandelt und tatsächlich möglich macht, dass die Hexenwunde überhaupt heilt. Was meine ich damit?
Die letzten, egal wie viele tausend Jahre, wurde diese Wunde ja immer wieder geöffnet. Ihr wurdet ja immer wieder verbrannt. Und ertränkt und aus dem Stadttor gejagt und ins Exil geschickt und all diese Dinge. Das konnte also ja gar nicht heilen. Es wäre ja andersherum ziemlich dumm von der Seele, sich immer weiter zu zeigen und immer weiter dafür auf den Deckel zu kriegen. Das tut man ja nicht.
Man lernt ja daraus. Jetzt erst tretet ihr in das Zeitalter ein, dass diese Wunde überhaupt heilen kann, weil nichts mehr dazukommt. Und dieses ganze Gelaber, 250 Jahre Wissenszeitalter mit Aufklärung und so, Pustekuchen. Hexenverfolgung hält an bis heute in etwas kleinerem Rahmen. Aber frag mal jemanden, der ohne Hautpigment [Albino] in Afrika geboren wird. Gleiches Bild. Bis heute. Ihr habt also überhaupt erst jetzt die richtige, echte Chance, das alles vollständig aufzulösen. Natürlich konnte man sich auch vorher schon zurechtlegen, dass ja nicht alle Menschen so sind und dass man in einem gewissen Rahmen sicher operieren kann. Wenn man es nicht gleich direkt übertreibt. Aber diese Geheimniskrämerei muss ja ohnehin aufhören. Sie muss jetzt aufhören. Also muss die Hexenwunde auch geheilt werden. Und deswegen gibt es im Moment so viel underground Berichterstattung darüber. Weil es einfach so drängt.
Und weil wir heute euch dazu auffordern können, euch zu zeigen, in dem Wissen, dass euch dadurch nicht sofort was Schlimmes passieren wird. Das war früher anders. So kommt das also alles zusammen.
Eine Hexenwunde kann sich auf folgende Arten und Weisen im Alltag zeigen, woran man nicht unbedingt dann denkt. Also man erkennt das ja nicht automatisch. Das ist so wie wenn man zum Psychologen geht und einem dann erst auffällt, was man alles für Sachen macht. Ich habe das erzählt mit dem, dass man aus dem Schlaf hochschreckt, wenn man merkt, eine Menge Menschen kommt. Egal wie sehr sie lacht. Das ist das eine. Das ist so schon schwer zu entdecken und zu erklären. Das kann man sich ja logisch nicht erklären. Das geht nicht.
Dann gibt es so Sachen wie extreme Angst generell vor Menschenmengen. Also auch Fußgängerzonen, auch Konzerte. Und ganz besonders schlimm sind für viele diese Erfindungen von Menschen, die Massen in eine bestimmte Richtung treiben. Also Gitter und diese Dinge in der U-Bahn. Menschenvereinzelungsanlagen. Das ist für manche Menschen richtig, richtig schlimm, weil es sie daran erinnert werden. An diese Spießrutenläufe. Auch das ist eine Angst, die man relativ leicht erklären kann. Die Menschen haben keine Ahnung, wie das kommt. Sie können es sich nicht erklären, dass wenn sie in der U-Bahn plötzlich vereinzelt werden und einfach durch dieses blöde Gitter gehen sollen, dass sie eine Panikattacke kriegen. Das ist aber, wenn du einfach 500 Jahre in die Vergangenheit guckst, sieht das aus wie ein Spießrutenlauf oder wie ein Kerker. Dieses zusammengetrieben werden, das ist nicht exklusiv. Da gibt es natürlich auch Menschen, die Panik davor haben, weil sie in einem KZ gestorben sind.
Aber es ist am Ende alles diese Wunde, die andere Menschen aufgelöst haben. Mit diesem Verhalten von Entmenschlichen, Einfangen, Umbringen. Klassiker unter den Menschen. Entmenschlichen, Einfangen, Umbringen. Das alles muss also, wenn man es erkennt, aufgerollt werden. Und hier fängt die Logik dann einfach an.
Wenn ihr es euch vorher nicht erklären konntet, dann könnt ihr es ab dann wenigstens. Und Verstehen ersetzt nicht nur Vergebung, Verstehen ersetzt auch eine ganze Menge anderes Zeug. Verstehen ist der Moment, wo du die Kugel auf die Kugelbahn setzt, damit sie loslaufen kann. Und Erkenntnis ist das, wenn die Kugel ganz unten reinfällt. Und zwischendurch ist ein Weg, der sogenannte Weg der Erkenntnis. Und dem kann man etwas schneller gehen oder etwas langsamer gehen. Aber das ist so einfach ein Bild, das funktioniert dazu. Man darf sich also eigentlich zu dieser Zeit jetzt in eurer Shift-Gegenwart und in der nahen Zukunft freuen, wenn einem auffällt, nach welchen Mustern man läuft. Nach welchen Mustern man sich durch sein Leben bewegt. Oder beliebte Fragen sind auch, was vermeide ich wie der Teufel das Weihwasser? Was würde ich niemals tun? An welchen Orten würde ich nicht tot über den Zaun hängen wollen? Das kommt auch noch dazu. Also in engen Flusstälern, wo unten Wasser fließt. Leute, die würden auch geschenkt kein Haus mehr dort haben wollen. Eure Ängste steuern euch. Natürlich auch die aus vergangenen Leben dieses Leben. Das ist das, was ihr gelernt habt. Ihr habt also vor allem leider immer wieder gelernt, dass andere Menschen nicht final vertrauenswürdig sind. Das ist die große Gruppe an der Sache. Das wäre alles okay, wenn wir uns in einem anderen Zeitalter befänden. In diesem Zeitalter ist das extrem hinderlich. Ihr werdet so nicht so gut vorankommen, wie ihr vorankommen könntet. Weil immer dieses innere Hindernis weiter besteht. Frage?
K: Wie findet man für sich heraus, was man tun kann, um dagegen was zu unternehmen? Oder das für sich in irgendeiner Form zu lösen?
A: Wenn dir diese Dinge auffallen, diese Angstmomente, dann hast du natürlich die Chance, in dich zu gehen und zu fragen, welche Wunde ist das? Und selbst wenn du dann in dieses Nachdenken schon kommst... Früher war es normal, dass man das zur Seite geschoben hat. Weil es war logisch sowieso nicht erklärbar. Diese Angst ist »unerklärlich«. Und dann wurde das zur Seite geschoben und nie wieder angeschaut. So kann Heilung natürlich nicht passieren, das wissen wir alle. Das neue Erleben ist, sich hinzusetzen und zu sagen, ich muss anerkennen, dass da etwas ist. Das ist immer das Erste. Soweit seid ihr aber eigentlich auch schon. Und wenn es nur so ein Verdacht ist... Ihr habt so einen Anfangsverdacht. Und natürlich habt ihr auch verschiedene, ich sage mal Härtestufen der Hexenwunde unter euch. Wenn ihr mich lasst, könnte ich da mal reinspüren kurz. Ich habe aber jetzt schon einen Verdacht, wer die größte Hexenwunde mit sich trägt. Darf ich? Soll ich?
Ti: Ich bin bereit.
L: Gerne.
K: Ich auch.
A: Willst du das wirklich hören?
Ti: Mit wem sprichst du denn?
A: Mit dir.
Ti: Mit mir? Na klar.
A: Gib mir mal deine Hand. [Eine große, vertraute Traurigkeit wäscht über Tanja hinweg.]
A: Ich werde mich wiederholen....... Stell dir vor, du dienst in einem Tempel.
Ti: Du hast es noch nicht ausgesprochen, es ist mir schon durch den Kopf gegangen.
A: Und sie töten alle anderen, bevor sie dich töten. Aber das ist okay. Du weißt es. [Dieser Moment ist einer der Dreh- und Angelpunkte zwischen Ti und Anubis. Es war eine der ersten und mit Sicherheit die heftigste Durchgabe zwischen den beiden. Mir (Tanja) läuft es bis heute kalt und heiß den Rücken runter, wenn ich nur daran zurückdenke!]
Ti: Damals war es das aber nicht. [Es war nicht okay, überhaupt nicht.]
A: Ich weiß. Aber sieh, was daraus geworden ist. ....... K. ... [Sie legt ihre Hand in Tanjas/Anubis] Liebste Hexe, nicht geboren auf Gaia. Alles wird gut. Ich weiß, die Menschen sind anstrengend und du weißt, die Menschen sind anstrengend. Aber es lohnt sich trotzdem.
K: Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht hier.
A:Und außerdem bist du freiwillig hier. Obwohl es sich oft nicht so anfühlt.
K: Ja.
[..]
A: L. ... Keiner der hier Anwesenden weiß besser als du, dass man alle Djinns im halbmondförmigen Land unterwerfen kann, und sie doch deine Liebste nicht heilen. Keiner der Anwesenden hier weiß besser, dass man jedes Buch besitzen kann und es dein Kind nicht zurückbringen wird. Keiner der hier Anwesenden weiß besser, dass Verfolgen und Verfolgtsein oft parallel laufen. Verstehst du?
L: Jetzt vielleicht noch nicht, aber wenn ich über die Worte nachgedacht habe, werde ich es nicht ausschließen.
A: Gut. Das ist das Ausmaß eurer Hexenwunde. Bei dir [Ti.] müsste man sie eigentlich eine Priesterwunde nennen. Ihr werdet im Laufe der nächsten Wochen immer wieder Stückchen dieses Puzzles finden. So ist das ja auch gedacht. Was kann man nun also tun? Man kann zuerst einmal anerkennen, dass heute heute ist und gestern gestern. Das löst nicht alles, weil manche Menschen heute immer noch sture, schwierige Menschen sind. Aber es hilft viel. Es hilft unbedingt, sich in Erinnerung zu rufen, dass die meisten Menschen mitfühlend sind. Dass die meisten Menschen niemanden verfolgen wollen und dass die meisten Menschen selber ihre Wunden bearbeiten. Vielleicht auf einem sehr kleinen Level oder Spielfeld. Seid also gütig mit den anderen. Sie versuchen ja auch, sich weiterzuentwickeln.
Ich kenne den Frust, sich mit Menschen auseinandersetzen zu müssen, die alles verweigern. Besonders die Trauer. Fallt aber nicht in diese Falle, dass ihr glaubt, die Leute heute seien noch so, wie die Leute damals. Das stimmt so nicht. Die Leute von damals, die sich all das haben zu Schulden kommen lassen, die gibt es so nicht mehr. Und das ist wichtig. Eure Verfolger von damals gibt es so nicht mehr. Die sind alle schon weg. Nicht nur einfach, weil sie gestorben sind. Sie schaffen auch den Shift nicht. Sie gehen an andere Orte oder haben sich weiterentwickelt. Sie sind nicht mehr da. Sie sind nicht mehr da. Nicht so, wie ihr sie gekannt habt. Und das ist vielleicht das Wichtigste. Das ist das, was wirklich Hoffnung stiften kann. Eure Verfolger sind nicht mehr da.
[Kleine Pause.]
A: Ich komme nicht gegen die Energie des Ortes an. Da drüben hat etwas begonnen, dem ich nicht standhalten kann.
[Generelle Zustimmung. Es lärmt im Hintergrund, die Konzentration schwindet.]
K: Das machen wir zu einem anderen Ort und Zeitpunkt vielleicht nochmal in einer zweiten Session.
Ti: Kleine Frage noch. Kann man da irgendwas machen? Wahrscheinlich passiert jetzt gerade genau das, was passieren soll. Aber kann man da vielleicht ein bisschen abschwächen, bis das Festival rum ist? Oder sonst irgendwie kann ich da irgendwas machen?
A: Du meinst, kannst du mir helfen, die Energie zu halten?
Ti: Ja, das sowieso. Aber ich meine auch hier mit dem Ort für die Zeit von dem Festival. Da hat was begonnen, das Gefühl habe ich auch tatsächlich.
A: Die Schamanen haben das Recht, ihr Ding hier durchzuziehen. Ich bin hier der Störfaktor. Das ist eine ganz simple Tatsache, die ich auch unemotional so bestätigen kann. Ähm, ja. Ihr habt Glück, dass es Schamanen sind. Die haben immerhin eine mittelprächtig gute Ahnung, dass sehr viele Energien an einem Ort sein dürfen. Das wäre bei einer christlichen Konvention schon wieder etwas anders. Die hätten euch schon jemanden auf den Hals gehetzt. So sehr meiner Mutter hier gehuldigt wird, so sehr wird ein Teil meiner Schwingung hier ausgeklammert. Und du merkst das am meisten. Dass die Trauer selbst hier verdrängt worden ist.
Ti: Na ja, ICH komm drüber weg, wie immer.
A: Das ist aber gut, dass du das merkst. Verstehst du, dass jeder aus dieser Sache lernt, jeder etwas anderes?
Ti: Ja. Natürlich.
A: Es ist nicht schlimm, wenn mir dieser Ort nicht zusagen kann. Es wäre noch schöner, wenn ich mit eingeladen wäre.
Ti: Absolut.
L: Hier in dieser Runde bist du es auf jeden Fall.
A: Das ist schön. Es ist noch ein weiter Weg, bevor die dunkle Hälfte des Universums wirklich überall Fuß fassen darf. Aber dafür seid ihr hier. ... A: Es ist so hell hier.
K: Das Gewitter ist jetzt auch rum.
A: Dann geht in die Natur, geht an die Feuer. Verknüpft euch mit denen, die bereit sind. Es gibt sie in jedem Falle.
Ti: Danke für die tolle Erklärung und Erleichterung. Mit den Hexenwunden konnte ich mir nie etwas darunter vorstellen. Das klingt, als wäre es ein Ding. Aber meistens sind das die Zusammenhänge. Ich hätte mich auch gewundert, wenn das gewesen wäre.
A: Das ist fast ein großes Zusammenfassungswort wie Physik. Oder Alchemie.
Ti: Wenn jemand nicht gern auf dem Präsentierteller in der Öffentlichkeit sitzt, dann gibt es Leute, die setzen sich mitten rein. Ich kann das nicht. Das setze ich mich an den Rand. Ich kann das nicht anders.
K: Hmhm. Schon zu Schulzeiten. Veranstaltungen, Kino, überall. Überall am Rand, statt mittendrin.
Ti: Auch ganz hinten im Bus, hihi.
A: Meine Energie ist generell eine abwartende, betrachtende, am Rand wartende. So war ich schon immer. Es passt zu mir. Ich darf dazu aber jetzt gerade nicht mehr sagen. Ich kann euch nur abschließend die Gewissheit schenken, dass es sich lösen wird. Und dass die Zeit dafür wirklich gekommen ist. Für diese besondere Sorte von Vergebung. Und Verständnis. Verstehen ersetzt Vergebung. ... Ich kann nicht noch mehr Energie verbrauchen im Moment. Ich habe nichts übrig, was ich den Schamanen entgegenstellen kann.
L: Dann soll es so sein.
A: Sie werden mich sonst überrennen.
Ti: Dann ...Rückzug.
K: Es tat jetzt richtig gut, ich bin jetzt gerade voll geerdet.
A: Danke fürs Zuhören.
K: Sehr gerne. Danke fürs Beantworten.
A: Vergesst den zweiten Teil nicht. Kommt auf jeden Fall nochmal. Dann eine ruhige Runde. Vielleicht müsst ihr euch einfach ein bisschen separieren. Oder abwarten, bis das Event vorbei ist. Beides möglich.
Ich wünsche euch einen schönen Abend.
[Alle bedanken und verabschieden sich.]






Kommentare