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Anubis' Wesenskern





22. November 2021


T: Dieses perfekte Lied läuft wieder. Es ist einfach SO passend für dich. Für mich. Für unser Gespräch.

Billie Eilish singt in "bury a friend": »What do you want from me? Why don’t you run from me? What are you wondering? What do you know? Why aren’t you scared of me, why do you care for me, when we all fall asleep, where do we go? ... For the debt I owe, gotta sell my soul, ›cause I can’t say no, no, I can’t say no. Then my limbs all froze and my eyes won’t close, and I can’t say no, I can’t say no!«

[Übersetzung: "Was willst du von mir? Warum rennst du nicht fort? Worüber wunderst du dich? Was weißt du? Warum hast du keine Angst vor mir? Warum bin ich dir wichtig? Und wenn wir einschlafen, wo gehen wir dann hin? ... Für die Schulden, die ich anhäufe, werde ich meine Seele verkaufen müssen, aber ich kann einfach nicht nein sagen! Ich KANN nicht nein sagen!"]

HG: Natürlich geht es hier um ein Date oder einen artverwandten Deal, und das ist nun nicht exakt das, was wir haben.


T: Lustig, dass du das sagst. Im Moment schaue ich ja verstärkt »Lucifer«, und so dumm die Serie ist, sie behandelt immer wieder äußerst interessante Fragen. Was, wenn der Teufel lieben lernt? Was, wenn er begänne, das Leben zu ehren über allem anderen? Was, wenn er recht hat, und das System der Hölle grundsätzlich falsch geplant ist? Jedenfalls hat der Teufel dort ja auch eine Liebesbeziehung – das ist die Basis der ganzen Serie. Da fragt man sich natürlich ... kann man eine Art Liebesbeziehung zum Herren der Gegenwelt haben? Kann man den Nullpunkt des Universums lieben?

HG: Die Frage ist doch nicht, ob ihr Menschen es könnt. Ihr könnt tatsächlich alles schaffen – auch, das Niedrigste zu lieben. Die Frage ist, kann ich dich im Gegenzug auch lieben? Und diese Frage beantwortet ihr seit Tausenden von Jahren grundsätzlich falsch. Denn wenn ich das Universum und seine Bewohner nicht liebte ... wie würde ich meine Arbeit überstehen? Es ist zwar wahr, was White sagt – dass mit dem Verständnis automatisch auch das Mitgefühl und die Liebe für eure individuellen Situationen kommt. Aber das ist doch noch lang nicht alles. Ich erlebe jede Sekunde, dass die Menschen ihre tiefsten Gefühle bei mir ablegen. Ihre Trauer und ihre Verzweiflung, aber auch Hass lassen sie los. All diese Frequenzen müssen irgendwo hin, es geht nicht anders. Also nehme ich sie an mich. Glaubst du, ich würde das tun, wenn ich die Schöpfung nicht über alles lieben würde? Glaubst du, ich hätte mich für diese Arbeit bereitgestellt, wenn ich euch geringschätzen würde? Ich gewinne nichts aus diesen Energien. Ich kann sie nicht kommandieren wie Zombies oder fehlgeleitete Geister. Ich mache auch diese Deals nicht, von denen immer die Rede ist. Ich kann dir deine Wünsche nicht erfüllen, es sei denn du wünschst dir Frieden in deinem Herzen. Mit mir eine erfolgreiche Beziehung zu pflegen bedeutet, der Trauer in deinem Leben Raum zu geben. Die Witwer und Witwen dieses Planeten, die verstehen mich. Die Eltern, deren Kinder fort sind, diese Leute sind meine wichtigsten Gesprächspartner. Ich werde aber nicht verschweigen, dass ich auch Hass hervorkitzeln kann. Denn was wartet schon dahinter, wenn nicht Trauer? Das Bild, dass euch der Satan herausfordert, ihm gegenüber die schlimmsten Worte zu sagen und die schlimmsten Taten zu planen, das ist überaus richtig. There is no blow low enough to hurt the devil. [ Es gibt keinen so tiefen Tiefschlag, dass du den Teufel empfindlich treffen könntest.]

T: Woah.


HG: Die meisten Menschen haben eine hervorragende Selbstkontrolle, die niemals wackelt. Mir gegenüber kannst du jedoch fluchen und Leute verwünschen und dir ausmalen, wie du mich vierteilst und mein Fleisch in vier Himmelsrichtungen verteilst.

T: Das ist bestimmt eine biblische Anspielung, und ich bin wie üblich zu dumm dafür.

[Billie Eilish flüstert: »I’m the bad guy!«]

HG: [grinst] Ich muss hier jedoch sehr deutlich werden: Ich erscheine auf Wunsch, ganz sicher aber nicht auf Bestellung.

T: Äh ...

HG: Du kannst mich nicht befehligen.

T: Oh. Alles klar.

HG: Deine Seele muss in ihrer Entwicklung Gründe auftun, warum sie mich (oder eine meiner viiiiiielen Entsprechungen) sprechen möchte. Denn die Energien, diese bösen Dschinns in ihrer Flasche, die haltet ihr ja fest unter Verschluss – oft sogar über viele Leben hinweg. Es kann nötig werden, mich zu treffen.

[Song: »My Lucifer is lonely.«]

T: Also das mit der Musik ist echt ...

HG: Ach komm, es macht so viel Spaß.

T: Das Lied ist soooooo bitterböse und gut. Ich liebe es. »Man is such a fool, why are we saving him?« ["Menschen sind so dämlich, warum retten wir sie?"] Und für mich ist natürlich die wichtigste Zeile: »My god is gonna owe me.« ["Mein Gott wird mir was dafür schuldig sein."] Sie sagt es jedoch undeutlich genug, dass es auch sein könnte: »My god is gonna OWN me" ["Mein Gott wird mich besitzen"], und das höre ich immer.


HG: Hast du denn das Gefühl, dass die Götter dich besitzen und über dich verfügen?

T: Ja und nein. Es ist definitiv kein schlechtes Gefühl. Manchmal denke ich an die Festhalle voller Götter, von der ihr erzählt habt. Und dann frage ich mich natürlich, ob ich das alles schaffen kann. Mit einer ganzen Festhalle voller potenzieller Kontakte zu sprechen. Aber da ist auch so viel Neugierde!

[Mein Lieblingslied von ihr kommt. Ich muss jedes Mal heulen bei diesem Lied. Es heißt »When the party’s over«. Am schlimmsten ist die Stelle: »Let’s just let this go. Let me let you go.« ["Lassen wir es sein. Hilf mir, damit ich dich gehen lassen kann."] Sie fleht jemanden an, etwas zu beenden, und ich weiß genau, wie das ist.]

HG: Ich weiß, ich muss dir das nicht sagen, aber ich möchte es trotzdem hier niedergeschrieben wissen. Du kannst mich jederzeit fortschicken.

T: Ich weiß. Ich möchte aber nicht, dass du gehst. Auch wenn ich neuerdings manchmal im Alltag Schmerzen im Brustkorb habe, genau an der Stelle, die sich beim Channeln besonders schwer anfühlt. Ich hatte das in meiner Jugend lange. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich habe einen kleinen Herzinfarkt. Es ist nie herausgekommen, was das war.


HG: Das war ich, und es tut mir sehr leid, dass die Sache damals so schmerzhaft war.

T: Du warst das?! Was meinst du damit?

HG: Nun, wir mussten dich in deinem Leben im richtigen Moment an die richtigen Energielevel anbinden, damit du irgendwann diese Arbeit aufnehmen kannst. Ist dir nie aufgefallen, dass diese Attacken meist kamen, während du schläfst?

T: Ja, stimmt. Meistens bin ich aus dem Schlaf oder Halbschlaf geschreckt vor Herzschmerzen. Man kann es gar nicht anders sagen.

HG: Um mich so zu treffen, wie du mich triffst, musst du einen äußerst soliden Pakt mit der Gegenwelt schmieden. Sonst wäre unser momentanes Gespräch nicht möglich. Ich brauchte die Erlaubnis, mich in deinem Herzen festzubeißen, und du konntest sie mir nur im Schlaf geben. Im Gegenzug hast du eine wahrhaftige Standleitung zu mir, und das ist wahrlich ein großer Vorteil. Denn so kannst du dein Leid und deine Trauer quasi in jedem Moment zu mir durchreichen. Das bedeutet ja nicht, dass du nichts aus diesen Emotionen lernst. Du gibst sie nur schneller weiter als andere. Du wirst schneller wieder glücklich, selbst nach dem tiefsten aller Täler.

T: Dieses Gefühl hatte ich schon immer. Irgendwie habe ich es schon immer geschafft, frohen Mutes zu bleiben. Oder ihn wenigstens schnell wiederzufinden. Bitte lass uns morgen in jedem Fall hier weitermachen. Die Lebenden verlangen meine Aufmerksamkeit.

HG: Ich habe dich auch lange genug in Beschlag genommen. Gute Nacht.

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