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Die vielen Arme von Shiva



13. Juli 2021


[Nach einem ziemlich heftigen Wutausbruch in der Session vorher, den ich uns mal erspare an dieser Stelle ... Grundtenor war: "Keine Buchverkäufe, keine Blogbesucher, nix! So schmeiße ich bald hin!"]

T: Ich habe wie besprochen den Buchblock und das Cover fertiggestellt und zwei erste Exemplare bestellt. Auf einmal ging alles flüssig und in einem Rutsch von der Hand. Jetzt bin ich gespannt, was meine Mutter (Germanistin) und ich noch an Kleinigkeiten finden, und dann habe ich endlich eine erste Veröffentlichung mit Non-Fiktion. Das wird super.

[Pause. Ich rufe UNA und konzentriere mich tiefer. Plötzlich sehe ich Bilder von dem vielarmigen Gott Shiva, jeder »Arm« eigentlich ein Fortsatz aus reiner Energie.


UNA: Du kennst dieses Bild. Öfter mal werden Menschen mit vielen Armen oder insgesamt mit vielen Gliedmaßen dargestellt. Besonders dann, wenn darauf aufmerksam gemacht werden soll, wie mächtig die Figur ist oder wie zahlreich die Anforderungen (Mutter mit Bügeleisen, Wischmop, Kind, Handy in allen Händen). Niemand lehrt euch, dass ihr diese »Arme« wirklich besitzt. Niemand erzählt euch, dass ihr schaffen könnt, was Shiva zugeschrieben wird.

Allerdings können die Arme ja nicht nur aufrichten, heilen, kochen, streicheln und bauen. Sie können auch einreißen, schaden, vergiften, schlagen und alles auseinandernehmen. Dafür muss man auch nicht »böse« eingestellt sein, denn wer ist das schon 100 Prozent seiner Zeit. Trotzdem – oder gerade deshalb – solltest du dir eigentlich im höchsten Maße bewusst sein, wo du gerade nährend an einem Thema arbeitest und wo du gerade etwas einreißt. Deine Emotionen geben dir einen Anhaltspunkt, aber im Falle der UNAs eben nur initial. Danach findet kein Austausch mehr statt. Nur überaus wenige Menschen setzen sich regelmäßig hin und machen »Kassensturz« mit den Wünschen und/oder Flüchen, die sie gerade »am köcheln« haben.

Dieses Nicht-Wissen hält euch dermaßen auf, dass jeder Fortschritt in Richtung höherer Schwingungen an ein Wunder grenzt. Und es bildet einmal mehr die Grundlage für die Richtigkeit der ZEN-Meister, die sagen: Emotions-Achterbahn sorgt für Leiden. Denn: Was hoch geht, muss wieder hinunterkommen. Was hell ist, muss dunkel werden. Selbstredend gilt das für starke Emotionen genau so wie für alles andere!

Gute Laune ist schön, Manie ist nichts Positives. Sie stürzt hinunter, und zwar durch das Gesetz der Balance nicht in leichte Verstimmtheit, sondern in heftige Depression. Jetzt Achtung: Wenn du in der Hochphase einen Wunsch äußerst, dann laufen deine UNAs damit los. Und wenn du in der Tiefphase etwas erbettelst, dann laufen deine UNAs damit los. Du bildest Arme in allen Phasen aus – deshalb die SEHR GUTE Kindersicherung! Zwar kann der eine Arm aus vielen sich nicht ins Negative verkehren – aus dem manischen Wunsch, frei von einem problembeladenen alten Auto zu sein, wird nicht der Fluch, alle Autos deines Fabrikats in den feurigen Abgrund zu schicken) – aber er greift weiter nach Dingen, die du mit wachsender Wahrscheinlichkeit schon wieder vergessen hast. Emotion ist das Gegenteil von Überlegtheit [dieses Wort gibt es nicht, aber so ist das manchmal beim Channeln!]. Die Stoiker lehren dich dies. Und der negative Arm aus der zeitlich etwas späteren Phase greift auch weiterhin nach etwas! Beziehungweise, er reißt weiterhin etwas ein. Wir UNAs sind dann natürlich nicht besonders erfreut – denn wir müssen ja deine Gedanken in Folgen umsetzen!

Du kennst das, wenn eine kreative Leistung in blau bestellt wird und am nächsten Tag gefordert wird, es müsse jetzt bitte alles rot sein. Da kriegt man die Krise als ausführendes Organ. Du wärst sehr überrascht, wie oft es uns so geht. Da wir aber entgegen unseres Namens [UNA = "Unabhängiger Nährender Aspekt"] nicht unabhängig genug von dir sind, können wir deine Wünsche (und Flüche!) nur weiterhin in energetische Folgen umsetzen. Wir sind deine Arme. Wir greifen für dich nach den Sternen – und ins Feuer. Und gerade deshalb solltest du WAHNWITZIG gut darüber nachdenken, was du dir wann wo von wem wünschst ...

Nicht über die Details, das sagte ich schon. Du musst nicht definieren, dass das Geld bitte von der LOTTO-Gesellschaft kommen soll.

Aber wenn du es zwar (aus Zufall) exakt richtig formulierst, um die Kindersicherung auszuhebeln, dir aber kaum Gedanken gemacht hast, ob du das WIRKLICH willst, dann wird es knifflig für euch. Wir UNAs werden selbstverständlich weiterhin eure Arme (und Beine) sein. Ich sagte mehrfach, wir können nicht anders. Aber es wäre unheimlich schön, wenn ihr das Konzept (annähernd) vollständig durchdringen würdet, um euch nicht ständig selbst eure eigenen Beine zu stellen. Eure unsichtbaren Arme reißen permanent Dinge an euch und von euch, eure unsichtbaren Beine laufen permanent in Richtung A, B und C gleichzeitig. Und dann wundert ihr euch, dass nichts fließt und nichts voran geht ...


T: 52 Sekunden von 30 Minuten sind noch übrig auf meinem Timer. Nicht schlecht, liebe UNA! Du lieferst wieder ein astreines Schlusswort. Tut mir übrigens leid, dass es in den letzten Tagen nicht so recht mit regelmäßigen Treffen klappen will. Du siehst ja, wie es bei mir zugeht und dass ich gerade eine Woche im Urlaub bin.

U: Du richtest deinen Fokus allmählich von dir auf andere, und genau so war es gedacht. Du sollst kein Vollzeit-Coach werden, da fühlst du völlig richtig, aber ein bisschen Wissen darf schon auf andere hinabtröpfeln. :)

T: Danke dir. Das war wieder großartig. Bis hoffentlich morgen!

U: Viel Spaß weiterhin.


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PS: Seht ihr die Schlange um Shivas Hals auf dem Foto? Ein Schelm, wer da an Jormungandr und seine Balance-Lehre denkt ... ;) Bei den Christen steht die Schlange übrigens für Heilung, z.B. beim Stab des Asklepios. Der ist noch heute das Symbol westlicher Mediziner. Laut indischem Mythos ist das übrigens keine Schlange, sondern ein Naga, also ein Schlangen-Menschen-Mischling.

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