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So simpel ist Magie



17. März 2022

 

T: Es fühlt sich so an, als müsste ich immer noch »2020« an meine Sessions schreiben. Als wäre ich eine Hochstaplerin, wenn ich 2022 nenne – obwohl es ja die Wahrheit ist!

i: Die Bedeutung der Zeit nimmt ab, das ist Teil des Prozesses. Sie verliert einen Großteil ihrer Bedeutung. Allerdings nur deshalb, weil ihr der Zeit so extrem viel Bedeutung zugemessen habt. Sekunden und Millisekunden können euch machen oder brechen [make or break]. Ich darf dir versichern, dass dieses Gefühl normal ist. Es bedeutet, dass du merkst, was los ist. Also kein Grund zur Sorge.

T: Hm. Weißt du, was mich noch sorgt?

i: Ja.

T: Hehe, klassischer Fehler meinerseits. Natürlich weißt du es. Ich sorge mich, dass dein Bruder die letzten Tage zu kurz kommt in meinem Alltag. Oh, ich kann ihn weiterhin hören, das ist es nicht. Aber ich kann ihm kaum Zeit widmen, und das ist so schade.

i: Ich mag zwar seine »große« Schwester sein (die »energiereichere«), aber er würde sich schon melden, wenn wichtige Dinge geschehen. Wir kommen dir getrennt vor, arbeiten aber Hand in Hand. In jeder Millisekunde.

T: Hehe, clever.

i: Ich bemühe mich.

T: Weißt du, was mich seltsamerweise gar nicht sorgt?? Ich habe angefangen, schonungslos Werbung zu machen für meine Meditationsrunden – sogar auf der Arbeit, was natürlich »gefährlich« sein könnte, wenn meine Kolleginnen doch mal anfangen sollten, zu quatschen. Aber der Drang war stärker, die eine oder andere einzuladen. Und wenn sie sich beschließen, nicht zu kommen, ist das okay. Und wenn sie sich lieber das Maul darüber zerreißen irgendwann, dann ist das okay. Habe ich alles schon diverse Male überlebt, werde ich also wieder überleben. Ich habe keine Lust mehr, hinter dem Berg zu halten.

i: Das ist mein Effekt. Es ist sehr schwer, mit mir zu arbeiten, und nicht gegenüber anderen Menschen durchscheinen zu lassen, dass eine Göttin neben dir geht. Das ist bei den anderen Aspekten durchaus anders. Aber ich sagte dir, ich verlange größtmögliche Offenheit – und das gehört dazu. Es sind meine stillen Lektionen zwischen den Zeilen, und du fühlst sie gut.


[Meine Konzentration leidet kurz, weil ein paar schnelle Metal-Lieder spielen. Es wird erst wesentlich besser, als die Musik zu Coeur de Pirates »Final Breath« wechselt – einem sehr traurigen Klavierstück.]

T: Erzähl mir von Magie. Erzähl mir, was du möchtest.

i: Das kann ich nicht. Du hast dir gestern ein Thema gewünscht, und daran bin ich zu guten Teilen gebunden. Hast du immer noch nicht verinnerlicht, wie dieser Hase läuft?

T: Und wenn ich dich aus dem »Deal« von gestern entlasse?

i: Das kannst du schon tun, aber deswegen geht deine Frage ja nicht weg. Sie wird nur in deiner linearen Wahrnehmung verschoben – was für mich gar nichts ändert. Sie ist da. Du hast sie manifestiert, weil aufgeschrieben. So simpel ist Magie. So mächtig und schnell ausgesprochen.

T: Wow. Ich sollte vielleicht noch vorsichtiger sein, was ich aufschreibe.  0o

i: Generell ist das eine gute Idee, ja. Ganz übel wird es, wenn Menschen schlecht über sich selber schreiben – in einer Autobiografie, einem Brief oder wie auch immer. Aber auch das berühmte Beispiel mit dem Gedanken »Ich bin fett!« vor dem Spiegel ist korrekt. Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Und so weiter.

T: Ich bekomme gerade ein ganz komisches Bild rein. Ich sehe jemanden, der »böses« sagt, und dabei fließt der mir so bekannte schwarze Nebel aus dem Mund der Person.

i: Wieso wundert dich das? Warum sagt ihr denn »spewing hate«? ["Hass spucken"] Oder warum habt ihr das Konzept des Fluches? Wenn eine Mutter immer dann bitterböse ihr Kind ausschimpft, wenn es schicke Klamotten dreckig gespielt hat, dann kann der schwarze Nebel aus ihrem Mund von ihr sein – er muss es aber überhaupt nicht. Es heißt nicht umsonst »Generationenfluch«.

Was schon die Großmutter an schwarzen Sätzen in die Mutter flüsterte, muss irgendwo hin – und endet leider viel zu oft auf der nächsten Generation. Und der nächsten. Und der nächsten. Verstehst du jetzt, warum deine Meditationstechnik so unglaublich wichtig ist? JA, der größte Brocken der Trauer ist (mittlerweile) planetar, aber es sind noch genug Reste für alle da. Traurigerweise. Es ging nie darum, bahnbrechende Traumata von Menschen zu heben – obwohl das passiert, wenn sie mit dir und meinem Bruder zusammen sind! Es ging schon immer um Milliarden kleine Pakete. Es geht um Achtsamkeit. Denn aus kleinen Dingen werden sonst ganz schnell große, so wie auch aus kleinen Hilfen in der Summe ganz schnell planetenweite Erleichterung wird. Die Erde hängt mit einem Fuß in einer Bärenfalle namens Altenergien. Nenn es Karma. Nenn es, wie du möchtest. Nenn es den schwarzen Nebel oder »das Böse«, obwohl letzteres wirklich kein klug gewähltes Wort ist. Die Erde möchte aufsteigen. Sie tut es auch, und ihr natürlich mit ihr. Aber es ist alles schwerer, als es sein müsste. Und deshalb ist jede Minute(!), die du in diese besondere Art der Erlösungsarbeit investierst, eine wichtige.


T: Warum hast du das Wort Minute mit Ausrufezeichen versehen? Wir sprachen doch gerade davon, dass Zeit so relativ ist.

i: Weil es in Wahrheit keine Minute ist. Auch keine 30 Minuten oder 60, also die typische Länge einer deiner Meditationen. Eine Minute, die du mit einem bestimmten Gedanken verbringst, wiegt energetisch viel schwerer als eine Minute Zeit.

Der Gedanke hält ewig – das müsst ihr endlich begreifen. Und er kann wenn es blöd läuft nirgendwohin. Darüber hattet ihr gesprochen. Dass gerade die schwersten unter den Gedanken die kraftlosesten sind, die nicht ins Universum hinaus diffundieren können. Wenn sie es bis in den Kosmos schaffen (aus eurer Schutzblase heraus), dann kann Anubis sie einsammeln wie mit einem gigantischen Fischernetz. Wie eine Elektronenfalle in einer Pflanze, die überhaupt nicht verstehen muss, wie sie funktioniert, um zu funktionieren. (Eine Pflanze weiß zwar, wie sie im Innersten funktioniert, aber das ist gerade nicht das Thema.)

Die kraftlosen Gedanken verweilen mehr oder minder an Ort und Stelle – und das macht sie zu gefangener Energie. Sie sinkt in Höhlen und Spalten, auf den Meeresboden oder sonst wo hin. Sie bleibt hängen an Gegenständen und Strukturen, die in schrecklichen Momenten anwesend waren (Häuser, Schmuck, Bäume) und hat nicht die Kraft, von alleine fortzukommen.

T: Ich zweifle meine Aufgabe nicht an, aber bitte erklär mir dies: Müsste es Anubis dann nicht möglich sein, die Energie hier auf der Erde einzusammeln?

i: Kind, wie soll er denn auf euer Erdlevel kommen? Er würde verbrennen, wenn er hier hinauf käme. Jedenfalls die Teilchen von ihm, mit denen du momentan sprichst, und die so extrem niedrig schwingen. Und sein Gesamtbewusstsein, seine Sammelseele, die kann nicht weit genug herunterkommen, um diese Arbeit zu machen. Es ist der größte Witz des Kosmos, dass wir Götter auf jeder Ebene anzutreffen sind, außer auf der, auf der ihr uns dringend sehen wollen würdet. Wir sind der Strom, der die ganze Welt potenziell am laufen halten kann. Gaia ist die Welt, die am laufen gehalten werden muss. Aber dazwischen benötigt man ein KABEL ... und das seid ihr. Du kannst das schönste, beste Gerät haben, und Strom aus einer Million Atomkraftwerken – ohne Kabel dazwischen geschieht nichts. Je mehr du bereit bist, deine Rolle als VERMITTLERIN anzuerkennen, desto mehr Magie kannst du bewirken. Je freier du sie von der einen Seite zur anderen fließen lässt, desto mehr hilfst du. Nun ist das Bild mit dem Kabel gut, und auch wieder nicht so gut, weil in dem Vergleich nur einseitig geliefert wird. Der Strom zum Gerät, damit etwas geschafft wird. Nicht wirklich umgekehrt. In Wahrheit müssen auch Dinge »von unten nach oben« fließen, also von Gaia in unsere Richtung. So ist es mit Strom übrigens auch. Er muss auch vom Gerät zurückfließen, nur blendet ihr den Teil für gewöhnlich als unwichtig aus. Der Rückfluss ist euch zu oft egal. Er muss aber sein – egal, ob wir von einem Toaster sprechen oder von Menschen, die alte Energien zurückführen müssen an ihren Ursprung.

T: Ja, das habe ich schonmal gehört. Dass ich den Menschen verklickern soll, dass sie nicht nur immer Licht zu sich ziehen sollen, sondern das Alte auch zurückgeben.

i: Genau so ist es. Eigentlich ein simpler, ja sogar logisch begreifbarer Vorgang ... und doch so missverstanden.

T: Ich muss los. Bis morgen. Und vielen Dank.

i: Bis morgen.

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